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Liebe Grüße vom Hypothalamus 29/12/2009

Posted by Hermione in Lernen, WTF, misc.
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Na, wurde da das vierte „F“ etwa zensiert? *g*

WTF des Tages XI 29/12/2009

Posted by Hermione in Lernen, WTF, misc.
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Jeder Spinalnerv ist über eine Hinterwurzel (Radix posterior) und eine Vorderwurzel (Radix anterior) mit dem Rückenmarkt verbunden.

Interessant, dann können die Spinalnerven sicher auch nach Ladenschluss noch schnell ein paar Kleinigkeiten kaufen. Was für ein Sortiment hat denn der Rückenmarkt?

Kling, Suchbegriffchen, klingelingeling 27/12/2009

Posted by Hermione in WTF, misc, off topic.
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rippenspreizer wie kommen die da bloss i – mmer auf die tollen Ideen? (der Premiumcartoon heute war ja auch wieder genial!!)

+albern +hermione -potter rescue blog – ich bin mir ziemlich sicher, dass es da auch nen einfacheren Weg gibt…

koffein blutdruck – danke für’s Erinnern, ich brauch noch nen Kaffee.

zu wenig sauerstoff im blut - nennt sich Hypoxämie, süß gell?

du hast doch keine terassentür hermione – *Vorhänge zuzieh* *g*

wie stalke ich – am besten gar nicht, Du Freak!

قطة  - miau!

knochenmarkspende verwandter – spannendes Thema, schau mal auf der DKMS-Seite nach : )

klisma,einlauf - was wäre eine Suchbegrifferunde ohne meine liebgewonnenen Fetischisten?

unterschied unterkühlung erfrierungdas ist eine Unterkühlung, und das ist eine Erfrierung. Klingt komisch, ist aber so.

intensivling hermioneder Suchbegriff kommt mir bekannt vor…

gips anlegen beide arme – das war’s dann erstmal mit der Selbstständigkeit.

ketanest kaufen – was zur Hölle willst Du damit??

wie oft kommt es vor, dass man knochenma - rk spenden wird? Selten. Wahrscheinlich nur einmal, wenn überhaupt. Ich warte auf meinen Einsatz.

Hermione lernt… Erfrierungen 27/12/2009

Posted by Hermione in "Ich erklär das mal kurz...", Hermione lernt..., Lernen.
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Nachdem wir jetzt wissen, was die Hypothermie bei uns anrichten kann und uns mit massenhaft Decken, Wärmflaschen und heißem Tee versorgt haben, hier der zweite Teil der Kältenotfälle:

Erfrierungen

Erfrierungen kennen wir alle. Jeder von uns hat mal mit bloßen Händen einen Schneemann gebaut, und wer schonmal einen ganzen Tag auf Skiern oder auf dem Snowboard verbracht hat, weiß auch wie grausam erfrorene Zehen sind (vor allem, wenn sie dann abends langsam wieder durchblutet werden – ahhh!!).

Um Erfrierungen zu verstehen, muss man den Aufbau der Haut kennen:

Wir sehen, dass die Haut in drei Schichten eingeteilt wird. Die Epidermis ist ein mehrschichtiges, verhorntes Plattenepithel, das heißt, dass die Hautzellen, die in der Keimschicht (bestehend aus dem Stratum basale und dem Stratum spinosum) gebildet werden und mit der Zeit nach oben wandern, absterben und so eine Schicht aus toten Zellen bilden.
In der Keimschicht liegen auch unsere Melanozyten, die für unsere Pigmentierung verantwortlich sind und bei Kontakt mit UV-Strahlung und bei Bildung von MSH (melanozytenstimulierenden Hormonen) im Hypothalamus vermehrt Melanin synthetisieren. Außerdem synthetisieren die Melanozyten unter Sonneneinstrahlung Vitamin D.
Die Epidermis selbst hat keine Blutgefäße. 

In dem darunterliegenem Corium sind die Haarwurzeln mit den dazugehörigen Talgdrüsen und Muskelchen, Schweißdrüsen, Tastkörperchen angesiedelt. Hier liegen auch die Kapillare, die die untere Schicht der Epidermis versorgen, also wird die Epidermis vom Corium ernährt. Außerdem dient das Corium noch zur Befestigung der Epidermis.
In den tieferen Bereichen des Coriums liegt die glatte Muskulatur und die Blutgefäße, die für die Thermoregulation so wichtig sind. 

Unter dem Corium liegt die Subcutis. Diese Schicht enthält Fettzellen und Bindegewebe, aber auch Nerven, größere Blutgefäße und Tastkörperchen.
Durch die Fettzellen spielt auch die Subcutis eine wichtige Rolle bei der Thermoregulation (und dient uns außerdem auch als Energiespeicher – wir kennen das ja, gerade jetzt nach Weihnachten…).

Daraus lassen sich die verschiedenen Funktionen der Haut ableiten; sie ist eine wasserabweisende Hülle, die unsere tieferen Schichten vor Verletzungen schützt, unseren Flüssigkeits- und Themperaturhaushalt regelt, uns vor Sonnenstrahlung schützt, die als Kontakt- und Sinnesorgan Informationen über die Welt da draußen gibt, Krankheitserreger draußen hält, …
Also richtig viele Aufgaben. *g*
Sie ist mit etwa 2m² unser größtes Organ und mit 17% des Körpergewichts auch ziemlich schwer. 

Nachdem wir das alles wissen, können wir uns nun den Erfrierungen zuwenden.
Erfrierungen entstehen häufig an perioher gelegenen, ungeschützden Körperstellen, wie unseren Fingern und Händen, Zehen, und Füßen, der Nase, den Ohren, …
Wie auch schon bei der Hypothermie kommt es hier auf die Dauer der Kälteeinwirkung, der Temperatur und der Geschwindigkeit des Wärmeabfalls an. Außerdem ist bei Erfrierungen noch die Art der Kälteeinwirkung entscheidend: während kalter Wind relativ langsam schädigt, kommt es bei flüssigem Stickstoff quasi sofort zum Absterben.
Natürlich gibt es auch hier wieder Begleitumstände, die die Entstehung von Erfrierungen begünstigen; Alkohol und Bewusstlosigkeit gehören wieder dazu, weil sie zu einer Störung der peripheren Vasoregulation führen.

Aber warum kommt es denn überhaupt zu Erfrierungen?
Der Körper will den Körperkern vor der Auskühlung schützen und stellt deswegen die Gefäße in der Körperschale eng, um zu verhindern dass über das Blut zuviel Wärme verloren geht. Dabei kommt es zur Auskühlung und Minderdurchblutung der Peripherie, die zu einem Sauerstoffmangel und durch den verminderten Blutfluss zur Eindickung des Blutes führt.
Außerdem kommt es zu einer erhöhten Membranpermeabilität, dass bedeutet dass die Blutgefäße durchlässiger für Flüssigkeiten sind. Dadurch entstehen Ödeme, also Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. 

Erfrierungen werden in vier verschiedene Grade eingeteilt:

Erfrierungen 1. Grades

Bei Erfrierungen ersten Grades ist die Haut durch die Vasokonstrikion, also die Engstellung der Blutgefäße, weiß-bläulich marmoriert und wird beim Wiedererwärmen rot und sehr schmerzhaft.
Erfrierungen ersten Grades hinterlassen keine Folgeschäden, die Haut heilt narbenfrei wieder ab. 

Erfrierungen 2. Grades

Bei Erfrierungen zweiten Grades kommt es zur Schädigung von Epidermis, Corium und Subcutis und dadurch zur Blasenbildung. Die Haut ist blau-rot und sehr kalt. Hier tritt bei der Wiedererwärmung Plasma aus dem Blut in das Gewebe und die Blasen aus, wodurch es zu schmerzhaften Schwellungen und den sogenannten Frostbeulen kommt.
Auch hier kann die Haut narbenfrei verheilen. 

Erfrierungen 3. Grades

Erfrierungen dritten Grades gehen mit Hautnekrosen einher, das heißt, Teile der Haut sterben durch die schweren Durchblutungsstörungen ab. Es bilden sich mit Blut gefüllte Blasen, die Haut ist blass-bläulich verfärbt und zeigt stellenweise schwarz verfärbte Nekrosen. Da auch Nervenendigungen in der Subcutis zerstört werden, ist die Haut gefühl- und schmerzfrei.
Die Gefäße können sich bei der Wiedererwärmung nicht mehr weitstellen, weil durch die vorangegangene extreme Engstellung das Blut in den Körperregionen zum Stillstand gekommen ist und es dadurch zur Eindickung durch Gerinnung kam (Sludge-Phänomen), sich also in den Gefäßen eine Thrombose entwickelt hat. Die betroffene Körperregion stirbt ab.

Erfrierungen 4. Grades

Erfrierungen vierten Grades betreffen nicht nur die Haut, sondern auch das darunterliegende Gewebe (Muskeln, Sehnen, Knochen). Diese Gewebestrukturen werden komplett zerstört, es kommt also zu einer Totalnekrose. Erfrierungen vierten Grades werden auch Vereisung genannt. Die Haut ist blau-schwarz verfärbt.

Wie werden Erfrierungen behandelt?
Zu den Basismaßnahmen gehört eine langsame Erwärmung der erfrorenen Körperteile. Grundsätzlich geht man bei Erfrierungen auch von einer allgemeinen Unterkühlung des Patienten aus, die natürlich vorrangig vor den lokalen Schädigungen behandelt werden muss.
Erfrierungen werden wie Wunden behandelt und steril, trocken, warm und locker (!) verbunden. Es kommt dann zur Wiedererwärmung durch die eigene Körperwärme.
Unter gar keinen Umständen dürfen erfrorene Körperteile durch Reibung oder heißes Wasser wiedererwärmt werden, weil es dadurch zu einer Verschlimmerung des Schadens kommt.

Weil Erfrierungen sehr schmerzhaft sind, gehört die Schmerztherapie zu den erweiterten Maßnahmen, außerdem wird mit Thrombozytenaggregationshemmern (Acetylsalicylsäure) und Gerinnungshemmern (Heparin) der Thrombosebildung vorgebeugt.

So, das war’s soweit. Wie immer gilt: sollte ich irgendwo Schwachsinn geschrieben oder etwas vergessen haben, bitte melden.
Es ist schon spät, mein Gehirn ist auf stand-by und außerdem lerne ich das Ganze ja selbst erst. ; )
Wer copyrightfreie Fotos von Erfrierungen kennt: ich würde mich sehr über entsprechende Links freuen und die Bilder gern nachträglich in den Artikel einbauen.

Mehr Disziplin 26/12/2009

Posted by Hermione in Alltag, Lernen, misc.
12 comments

Das ist es, was ich brauche. Meinem Lernplan hinke ich seit zwei Wochen hoffnungslos hinterher – der Plan, jeden Tag ein anderes Thema zu lernen, hat sich als epic fail erwiesen…
Ich habe zwar jeden Tag (nun gut, fast jeden Tag) gelernt, aber nie mehr als zwei Stunden, und in den gut zwei Wochen, die ich nun frei habe, habe ich nur drei Themen gelernt.

Ähm, ja… Besser als nichts, klar, aber so schaff ich es niemals bis Ende Februar alles wiederholt zu haben. Im März geht die Schule weiter, und dann hab ich abends wieder kaum Zeit, Energie und Lust zu lernen. Und die Prüfung ist ja schon im April.

Deswegen winke ich meinem alten Lernplan zum Abschied noch ein letztes Mal zu und fasse einen neuen Plan.
Achtung, es wird gruselig: Ab jetzt sind jeden Tag fünf Stunden nur für’s Lernen reserviert.
Jede Woche wird eine Körperregion im Gray’s Anatomie für Studenten (eines meiner Weihnachtsbücher) durchgearbeitet (das haut ziemlich genau hin bis zum zweiten Unterrichtsblock), und das jeweilige Organ parallel im Rettungsdienst heute und Mensch Körper Krankheit nachgelesen, und wenn ich Zeit hab, auch noch im Faller. Außerdem werde ich mich nun verstärkt meinen Prüfungstrainern (auch diese haben sich seit Weihnachten deutlich vermehrt) zuwenden. Der Plan ist, alle zwei Tage eine Probeklausur zu kreuzen bzw ein Thema in einem der Trainer zu beantworten. Sinnvollerweise nehm ich dafür ein Thema, dass ich bereits gelernt habe.

Was ich mit meinem Problembereich Pharmakologie mache, weiß ich noch nicht. Ob es wohl möglich ist, pro Woche ein Medikament zu lernen? Wenn ich den Unterrichtsmonat März dazunehme, schaff ich bis zur Prüfung knapp 15 Medikamente.

Und meine beiden EKG-Bücher wollen auch endlich gelesen werden. Da mach ich mir aber wenig Hoffnung Sorgen, denn das Thema liegt mir irgendwie. : )
Ich muss halt nur dazu kommen, und das möglichst am Stück bzw halbwegs zusammenhängend in einem kurzen Zeitraum. Hab ich schon erwähnt, dass EKG endlich verständlich wirklich toll geschrieben ist? Wenn man ein bisschen mitdenkt, ist es wirklich alles ganz simpel und nachvollziehbar. Coole Sache.

Außerdem werde ich versuchen, jede Woche mindestens ein, besser jedoch zwei Themen auszuformulieren und online zu stellen.
Hermione lernt…“ ist für mich echt eine super Lernmethode, durch das Zusammenfassen und Erklären sind mir viele Zusammenhänge erst richtig klar geworden und ich hab mir einiges eingeprägt, was ich vorher vergeblich auswendig zu lernen versucht hab. Und eure Kommentare sind auch super hilfreich – allein schon der Merkspruch für die Hirnnerven, der mir vom Kinderdok und von Dr. Geldgier zugespielt wurde, ist Gold wert. Ich werde die Hirnnerven nie wieder vergessen. xD

Ich fühl mich grad ein bisschen, als würde mein Gehirn Amok laufen, aber das ist schon okay. *g*

Samstagabend werde ich den Erfrierungen-Artikel fertigstellen, und am Wochenende (= Sonntag) mach ich die Leber fertig. Nicht mein persönliches Exemplar (obwohl der Rotwein echt lecker ist), sondern den halbfertigen Artikel.

(Wer ein paar gute, freie Bilder zum Thema Erfrierungen kennt, bitte melden. Vor allem Fotos von den einzelnen Erfrierungsgraden wären klasse. Wikimedia-Commons hält da leider nicht so viel bereit – dafür aber tolle Grafiken zu anderen Themen, die in späteren Artikeln ausgiebigst gefeiert werden!)

So, und nun zurück zum Gray’s und zum Thorax. : )

Frohe Weihnachten! 24/12/2009

Posted by Hermione in Alltag, misc, off topic.
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Tja, was soll ich dazu noch schreiben?

Ich wünsche euch allen frohe, friedliche, besinnliche Tage. Lasst euch nicht stressen, lasst eure Wohnung nicht abbrennen und habt einfach eine tolle Zeit!
All denen, die an Weihnachten arbeiten müssen, wünsche ich eine möglichst stressfreie Zeit, und dass ihr auch mal ein wenig zur Ruhe kommt.

Bis bald, man liest sich! : )

Suchbegriffchen, Weißröckchen 21/12/2009

Posted by Hermione in WTF, misc, off topic.
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braun perfusor spritze in farbe – und auch live?

wo liegt die niere – da, wo Du sie hingelegt hast

becken unterkühlung homöopathie – wtf?

muss ich heute zur schule? - ja, Du schon.

rettungsassistent praktikumsberichte - wenn Du die Einsatzprotokolle meinst, die musst Du schön selberschreiben.

hermine einlauf - nein nein nein geh weg!

wie lernen für rs prüfung – nicht auf den letzten Drücker, und auf jeden Fall Multiple Choice Prüfungen simulieren…

körpertemperatur – etwa 37°C

wunderschönen rettungsdienst – wünsch ich Dir auch, danke : )

malen nach zahlen – Du bringst mich da auf eine Idee…

schwierigkeiten mit marcrumar nach schwe – kann man irgendwie einstellen, dass die Suchbegriffe komplett angezeigt werden?

online schwangerschaftstest – keine Ahnung, aber vielleicht tut ein Online-Intelligenztest es auch?

organspende – nie wieder – naja, geht ja auch meist nur einmal.

habe heute keine schule – ich auch nicht! : P

fallbeispiele für chirurgische patienten – da hab ich neulich erst ein Buch zu ersteigert… *g*

bilder brustraum – von innen?

der horrofilm geht weiter hermione – *Terrassentür sorgfältig verschließ*

bildung primärharn – ich glaube, Primärharn ist sehr gebildet.

zwerchfell niere – Trommelfell Gehirn.

herzgeräusche mp3 – www.youtube.com

einlauf schule – igitt!

dumme menschen blog - da bist Du hier falsch, hier schreiben und lesen nur kluge Menschen. *g*

psychkg – hatte ich zweimal in meinem RS-Praktikum.

erregung des herzens – *albern kicher*

„medikamente intravenös“ - para wär ja auch scheiße.

*plonk*² 21/12/2009

Posted by Hermione in Alltag, misc, off topic.
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Mich hat ein Stöckchen getroffen. Schon vor einer ganzen Weile. *hoppla*
Dann woll’n wir mal…

 1. Warum bloggst Du?
Weil ich schon eine Weile, bevor ich meine Ausbildung begonnen habe, damit angefangen habe Berufsblogs, hauptsächlich aus dem Rettungsdienst bzw der Medizin überhaupt zu lesen, und deswegen dachte dass vielleicht Interesse an so einem Blog bestehen könnte. Hilfe, Monstersatz! xD
Außerdem wollte ich meine Ausbildungszeit und die damit verbundene persönliche und fachliche Weiterentwicklung auch ganz egoistisch für mich selbst festhalten, damit ich in ein paar Jahren, wenn ich nach zwei Bandscheibenvorfällen berufsunfähig bin eine gewisse Routine eingekehrt ist zurückblicken und sagen kann „Hach, damals, da hast Du Dir so nen Stress wegen der dämlichen Gerinnungskaskade gemacht…“  *g*

2. Warum lesen Deine Leser Deinen Blog?
Katastrophentourismus? Wenn ich meinen Suchanfragen Glauben schenken darf, dann wollen meine Leser nur irgendwelche ekligen Einlaufgeschichten lesen… *g*
Hm, ich versuche einigermaßen interessant zu schreiben und informative oder ernste Beiträge mit Blödeleien abzuwechseln. Vielleicht ja deswegen. Ooooder doch wegen der Einläufe. Die es hier nicht gibt.

3. Welches war die letzte Suchanfrage über die jemand auf Deine Seite kam?
hermione einlauf, na wenn das nicht mal representativ ist… *g*

4. Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Oh Gott, keine Ahnung. *mal in der Artikelliste wühlen geh*
Eigentlich haben alle Artikel die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienten und die bei der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung täglichen Besucherzahl angemessen war.

5. Dein aktuelles Lieblingsblog?
Hier verweise ich wieder einmal auf meine Blogroll. Ich könnte mich niemals für ein Blog entscheiden, die Mischung machts. : ) 

6. Welches Blog hast Du zuletzt gelesen?
Aempees Blog. : )

7. Wie viele Feeds hast Du abonniert?
Meine Blogroll plus etwa fünf zusätzliche Blogs. Allerdings schau ich lieber manuell nach, obs was Neues gibt. Jaja, ich bin altmodisch und so… 

8. An welche fünf Blogs wirfst Du das Stöckchen weiter und warum?
Eigentlich hatte ich vor, das Stöckchen hier liegenzulassen, damit sich jeder bedienen kann der Lust hat. Also, bedient euch. : )
Zusätzlich schmeiß ich das Stöckchen noch ans Fellmonsterchen, an Quadratmeter, an  Mia, an Gartenzwergthea verdammt, sie wurde schon beworfen, an die wunderbare Welt des Wissens und an Svenja. Warum? Weil ich diese Blogs supergern lese und sie in der Vergangenheit noch nicht von meinen Stöckchen gebetroffen waren.

Hermione lernt… Die Hypothermie 20/12/2009

Posted by Hermione in "Ich erklär das mal kurz...", Hermione lernt..., Lernen.
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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Unterkühlung und Erfrierung? Los gehts mit der Unterkühlung:

Hypothermie

Hypothermie bezeichnet das Absinken der Körperkerntemperatur unter 35°C (zur Erinnerung: normal sind 37°C).

Wie kommt es zur Hypothermie?

Jeder kann sich vorstellen, dass es bei den aktuellen Wetterverhältnissen (bei mir sinds aktuell -3,5°C, es ist nass vom Schnee und sehr windig) schnell zur Unterkühlung kommt. Aber nicht nur niedrige Außentemperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit und Wind führen zur Hypothermie.
Wir alle haben schonmal beim Schwimmbadbesuch im Hochsommer vor Kälte gezittert, weil wir durch den langen Aufenthalt im Wasser viel Körperwärme verloren haben. Nassgeschwitzte Kleidung führt ebenfalls zur Hypothermie. Und auch in unserem warmen Zuhause kann es dazu kommen, wenn wir längere Zeit hilflos, vielleicht sogar bewusstlos auf dem kalten Boden liegen (wer eine Fußbodenheizung hat, darf sich glücklich schätzen – zumindest noch solange, bis ich den Artikel über hypertherme Schäden fertiggestellt habe *g*).
Außerdem gibt es gewisse Erkrankungen und Verletzungen, die eine Hypothermie begünstigen. Neben der Bewusstlosigkeit seien hier Verbrennungen (ja, ohne Witz!), Schock, Alkoholgenuss/-missbrauch und die Hypoglykämie, also die Unterzuckerung, genannt. 

Die Hypothermie lässt sich in vier verschiedene Stadien aufteilen, die sich in unterschiedlichen Symptome äußern (wer hätte das gedacht!):

Abwehrstadium (Exzitation)

Die Körpertemperatur sinkt unter 35°C. Der Körper versucht, dem durch Wärmeerzeugung entgegenzuwirken. Dadurch kommt es zum typischen Muskelzittern und zur Unruhe. Außerdem schränkt der Körper die Durchblutung der Extremitäten durch Vasokonstriktion ein, um weitere Auskühlung zu verhindern und den Körperkern warm zu halten. Das Herz schlägt schneller (Tachykardie), und durch die Vasokonstriktion kommt es auch zu einer Hypertonie, also einem gesteigerten Blutdruck.
Auch die Atmung ist reflektorisch stark beschleunigt, da durch den erhöhten Muskelstoffwechsel mehr CO2 produziert wird, dass durch eine Hyperventilation vermehrt abgeatmet werden kann. Durch das Muskelzittern steigt auch der Sauerstoffverbrauch stark an und kann viermal so hoch sein wie der Grundverbrauch. Die erhöhte Muskelaktivität erhöht auch den Glykogenverbrauch.
Hypothermie führt also zur Hypoxie, zur Azidose und zur Hypoglykämie. 

Erschöpfungsstadium (Adynamie)

Wenn die Körpertemperatur weiter absinkt und Werte unter 34°C erreicht, lässt das Muskelzittern nach, Gelenke und Muskeln werden steif und das Bewusstsein des Patienten trübt ein. Auch die Atmung, die Herzfrequenz und der Blutdruck nehmen ab: der Patient zeigt jetzt eine Bradykardie und Hypotonie, seine Atmung ist flach und unregelmäßig.
Bei Temperaturen unter 33°C ist sind bradykarde Herzfrequenzen typisch und die Gefahr von Herzrhythmusstörungen hoch. 

Lähmungsstadium (Paralyse)

Sinkt die Körpertemperatur unter 30°C, besteht Lebensgefahr für den Patienten, er wird bewusstlos und verliert seine Schutzreflexe. Er hat jetzt eine extreme Bradykardie, Bradypnoe (verlangsamte Atmung) und Hypotonie. Außerdem besteht jederzeit die Gefahr des Kammerflimmerns und damit des Herztodes.
Wenn die Körpertemperatur unter 28°C sinkt, ist die Sauerstoffabgabe im Gewebe beeinträchtigt.
Die Wirksamkeit von Medikamenten (z.B. Adrenalin im Rahmen der Reanimation) oder einer Defibrillation (Kammerflimmern!) ist bei Körpertemperaturen unter 28°C außerdem nicht mehr gewährleistet. 

Scheintod (Vita minima, Vita reducta)

Unter 25°C reagiert der Körper nicht mehr auf Schmerzreize, die Pupillen sind weit und lichtstarr und der gesamte Organismus bewegt sich auf dem untersten energetischen Niveau. Der Patient hat eine Bradypnoe oder Apnoe (Atemstillstand), und eine Asystolie (Herzstillstand) oder Kammerflimmern, sein Blutdruck ist also nicht messbar.

Maßnahmen

Neben der Überprüfung und Sicherung der Vitalfunktionen ist die Vermeidung eines weiteren Wärmeverlusts wichtig. Dazu muss eine möglichst schonende Rettung aus der Kälte erfolgen; die Körperlage des Patienten darf möglichst nicht verändert werden. Anderenfalls könnte es zu einer Umverteilung des kalten Blutes aus der Körperperipherie zum Körperkern hin kommen, was eine weitere Temperatursenkung um bis zu 3°C zur Folge hätte. Dieser nachträgliche Abfall der Körperkerntemperatur wird als After-Drop bezeichnet und kann schlimmstenfalls einen reflektorischen Herz-Kreislaufstillstand auslösen, den sogenannten Bergungstod.

Kann der Patient an einen warmen und windstillen Ort gebracht werden, wie z.B. dem beheizten RTW, wird nasse Kleidung vollständig entfernt; sollte das nicht möglich sein, wird die Kelidung natürlich nicht vollständig entfernt, sondern nur soviel, wie für die Versorgung vor Ort dringend notwendig ist. Verbleibt der Patient (aus welchen Gründen auch immer) in einer Umgebung mit niedrigen Temperaturen, wird er eng in die Rettungsfolie eingewickelt, um weitere Auskühlung zu verhindern.

Durch den gesteigerten Sauerstoffverbrauch bei einer Hypothermie ist eine Sauerstoffgabe von 6-8l/min über Nasensonde oder Maske notwendig. Außerdem ist eine lückenlose Überwachung der Herz-Kreislauffunktionen wichtig, da die Hypothermie zu Herzrhythmusstörungen führen kann. EKG und regelmäßige Messung von Puls und Blutdruck sind hierfür geeignet. Da es aufgrund der gesteigerten Muskelaktivität im Abwehrstadium häufig zu einer Hypoglykämie kommt und die Hypoglykämie auch selbst Ursache für die Hypothermie sein kann, muss außerdem bei jedem unterkühlten Patienten der Blutzucker gemessen werden.

Erweiterte Maßnahmen wären die Anlage eines periphervenösen Zugang und die Infusion von möglichst auf 40°C erwärmten Plasmaexpandern (kolloide Infusionslösungen) zur Steigerung des Blutdrucks und zur schonenden Wiedererwärmung des Patienten. Höhere Temperaturen der Infusionslösung sind allerdings zu vermeiden, da sonst die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) zerstört werden könnten (Hämolyse).

Wichtig: No one is dead until warm and dead – die Reanimation bei hypothermen Patienten ist solange durchzuführen, bis er wieder auf Normaltemperatur gebracht wurde. Erst dann kann der Tod zweifelsfrei festgestellt werden. Warum? Ganz einfach, wie wir bereits gelernt haben, sind die Körperfunktionen bei tiefen Unterkühlungen stark eingeschränkt, dadurch kann nicht beurteilt werden ob ein Patient tot ist oder sich „nur“ im Stadium des Scheintods befindet. Außerdem bewirkt eine Hypothermie durch den stark eingeschränkten Stoffwechsel auch einen verminderten Sauerstoffverbrauch im Gewebe, unter anderem auch im Gehirn. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein hypothermer Patient bei einem Herz-Kreislaufstillstand neurologische Schäden davonträgt, geringer als bei normothermen Patienten. Kälte wirkt also neuroprotektiv und wird deswegen inzwischen auch nach Reanimationen bewusst eingesetzt, um das neurologische Outcome zu verbessern.
Ha, damit habe ich jetzt auch gleich einen zweiten „Ich erklär das später“-Punkt aus meinem RS-Prüfungs-Artikel abgearbeitet. *g*

Die Möglichkeiten, einen Patienten vor Ort im Rahmen der Notfallversorgung zu erwärmen, sind also stark eingeschränkt.
Wie wird der Patient nun in der Klinik wiedererwärmt?

Da bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.

Am häufigsten wird die Spontanerwärmung des Patienten genutzt. Durch ganz normale Stoffwechselaktivität ist bei guter Isolierung gegen Wärmeverlust ein Temperaturanstieg von 1°C pro Stunde möglich. Ja, das ist verdammt wenig. Außerdem hat diese Methode einen sehr hohen Sauerstoffverbrauch zur Folge (wir erinnern uns, bei Kältezittern ist der Sauerstoffverbrauch vierfach erhöht!).

Dann gibt es noch die Möglichkeit, den Patienten in einem Warmwasserbad wiederzuerwärmen. Das Problem hierbei ist, dass durch es durch die sehr schnelle Wiedererwärmung der Peripherie zu einem Rückstrom kalten Blutes und saurer Stoffwechselprodukte (aus der minderdurchbluteten Peripherie) zum Körperkern kommen kann, außerdem durch eine orthostatische Regulationsstörung zur Bewusstlosigkeit (in etwa vergleichbar mit einer Synkope *räusper*, bei der das Blut durch Regulationsstörungen in der tiefen Peripherie versackt und somit zu einer Minderdurchblutung des Gehirns führt) und Herzrhytmusstörungen.

Eine weitere riskante Methode wäre die lokale Wärmebehandlung, zum Beispiel mit Wärmestrahlern und Wärmflaschen. Diese Methode birgt die Gefahr von Hitzeschädigungen (also Verbrennungen) an der schwach durchbluteten Haut, weil durch die eingeschränkte Durchblutung die lokale Wärme nicht so gut auf den restlichen Körper verteilt und damit abgeschwächt  werden kann wie bei normal durchbluteter Haut.

Eine gefahrlose, wenn auch langsame Methode ist die künstliche Beatmung mit angewärmter Atemluft. Hier werden ebenfalls nicht mehr als 1°C pro Stunde erreicht.

Die Methoden der invasiven Wiedererwärmung sind am effektivsten und schnellsten. Hier stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:

Bei der Peritoneallavage wird der Bauchraum mit 40°C warmer Dialyseflüssigkeit gespült.
Ich hab da mal ein Video rausgesucht : )

Weitere Möglichkeiten der invasiven Wiedererwärmung wären die Hämodialyse (die wir vom Nierenpatienten kennen) und die Wiedererwärmung mit Hilfe einer Herz-Lungen-Maschine (dies ist die schnellste Methode).
 

…und jetzt entschuldigt mich, ich muss schnell einen Liter heißen Tee organisieren…

Wie immer gilt: wenn es etwas zu korrigieren oder hinzuzufügen gibt, bitte melden! : )

WTF des Tages X 20/12/2009

Posted by Hermione in Lernen, WTF, misc.
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„Die vermehrte Wärmeabgabe erfolgt über die Mechanismen der Konvektion, der Wärmestrahlung, der Verwesung im Wesentlichen aber über Verdunstung und damit über die Reduzierung der Oberflächentemperatur.“