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Meine Praktika in Stichworten 24/08/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, misc, Notaufnahme, Praktika, Rettungswache.
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Hier gehts mal um die ganzen Kleinigkeiten, die bis jetzt wohl eher unter den Tisch gefallen sind, die ich aber trotzdem erwähnenswert finde.
 

Krankenhaus – Ein (fast) ganz normaler Arbeitsplatz

Notaufnahme – kann auch mal langweilig sein

Professionelles Auftreten – in irrsinnig komischen Situationen: tatsächlich möglich! *stolz*

Patienten - wer am lautesten jammert, ist am wenigsten verletzt

Patienten – besitzen manchmal keinen gesunden Menschenverstand

Schwestern/Pfleger - verdienen höchsten Respekt für ihre Arbeit (!)

Ärzte – sind auch nur Menschen

Ärzte – sind größtenteils weniger hierarchieversessen als manche Oberschwestern ; )

Intensivstation – ist auch gar nicht so dramatisch

MRSA – wer hat’s denn nicht? *g*

Schweinegrippe – lasst mich bloß in Ruhe mit eurem Hype!

Mundschutz – ganz schön heiß drunter

Vollschutz – sieht ganz schön behämmert aus *g*

Handschuhe – streben nach der Weltherrschaft

Handschuhe – man kann nie genug dabeihaben

Patienten waschen – doch nicht so schlimm wie gedacht

Bettpfannen entfernen – tatsächlich nicht mein Fall

Blutdruckmessen – hat mir tatsächlich Hornhaut an der rechten Hand beschert xD

EKG – gar nicht so kompliziert wie befüchtet

Crocs – sind eigentlich doch ganz cool

Blutabnehmen/Zugänge legen – ich würde sogar dafür Geld bezahlen, das tun zu dürfen! : D

Rettungswagen – riesige Dinger sind das! *lach*

Hämatome - jetzt fester Bestandteil meines rechten Oberschenkels

Schlaf - wird überbewertet ; )

Übergewichtige Patienten – wohnen natürlich im obersten Stockwerk eines Altbaus ohne Aufzug und können nicht laufen

Die Polizei – Dein Freund und Helfer : )

Nervigstes Geräusch ever – warum ist die Deckenhöhe sämtlicher RTW-Einfahrten der Welt so niedrig, dass die Antennen schleifen?

Mittagessen – kann man auch in 20 Sekunden. xD

Kaffee – Lebenselixier. Punkt.

Kaffee - wirkt auch kalt
 

…to be continued

So dumm 08/08/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, Praktika, WTF.
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Ha, jetzt fallen mir gerade tausend Geschichten aus dem Krankenhaus ein, die ich unbedingt noch loswerden will.

Natürlich gab es während meines Praktikums dort auch schöne und motivierende Momente, aber die WTF-Momente überwogen leider doch.
Einer der klassischen WTF-Momente auf der Intensivstation war, als ich dem Mädchen für alles (Reinigungspersonal trifft es eben nicht ganz, sie macht da doch schon deutlich mehr) bein Einräumen des neuen Materials in den Materialraum geholfen hab. Einfach war es nicht unbedingt, weil ich zu dem Zeitpunkt noch nicht den vollen Überblick über die ganzen Schränke dort hatte, und sie eben keine medizinische Mitarbeiterin war, sondern halt doch Reinigungspersonal.
Nachdem wir letztendlich doch alles erfolgreich richtig verstaut hatten, meinte sie zu mir “Geht doch, so dumm wie wir aussehen, sind wir ja gar nicht!”

Öhm. WTF!? 

Zwischenstopp 07/08/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, misc, Praktika.
4 comments

Auf dem Weg von der Rettungswache nach Hause (also von Schulstadt über Lieblingsstadt nach Heimatstadt) musste ich heute einen kurzen Zwischenstopp in Lieblingsstadt einlegen, um mir meine schriftliche Beurteilung aus dem Krankenhaus abzuholen.

Eigentlich hätte sie zu dem Zeitpunkt schon seit knapp ner Woche fertig sein müssen – war sie natürlich nicht. Also hieß es erst mal warten… Wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn ich nicht so unglaublich müde gewesen wär. Die Wartezeit hab ich dann damit überbrückt, mir die Patientenmonitore in der Zentrale anzugucken und mich vom EKG einlullen zu lassen.
Hierbei habe ich empirisch festgestellt: Je gleichmäßiger der Herzrhythmus, umso einschläfernder wirkt er auf den Betrachter. xD

Drei der Patienten waren mir übrigens noch bekannt, darunter der Apalliker und meine Lieblingspatientin. Sie ist aber immerhin schon auf dem Wege der Besserung. : ))))

Ein wenig absurd fand ich den Pflegedienstleiter, der kurz nach meinem Erscheinen auf der Intensivstation ebenfalls auftauchte und mich wegen offensichtlichen Personalmangels sofort in die Arbeitsabläufe dort einspannen wollte (*auf die friedlich im Stehen schlummernde Hermione zeig* Die Praktikantin kann ja helfen). Der Intensivpfleger war ebenso verdutzt wie ich und machte dem Pflegedienstleiter mit den Worten “Sie ist nicht mehr unsere Praktikantin, und außerdem ist sie in zivil” einen Strich durch die Rechnung.
Aus Rache durfte er meine Beurteilung dann nicht mit dem Stempel der Intensivstation stempeln. *augenverdreh*
Jetzt muss ich da am Montag nochmal antanzen, damit der Pflegedienstleiter mir den Sch Stempel geben und meinen Praktikumsbericht für die Akten kopieren kann. Hätte ja nicht alles in der gesamten letzten Woche passieren können, während mein Berichtsheft regungslos auf dem Schreibtisch in der Zentrale lag. Nö.

Insgesamt hat meine “Nur mal eben schnell eine Station eher aussteigen, im Krankenhaus reinschauen, das Berichtsheft schnappen und dann ab nach Hause”-Aktion knapp anderthalb Stunden gedauert. *wehleidig lächel*

Abends halb zehn in Deutschland… 05/08/2009

Posted by Hermione in Alltag, Intensivstation, Krankenhaus, misc, Praktika.
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…und ich kann einfach nicht einschlafen, solange es noch hell ist. -.-

Kann die Sonne bitte jetzt gleich untergehen? Augenblicklich und mit sofortiger Wirkung?
Verdammt, ich will wieder eine Wohnung mit Rollläden vor den Fenstern haben.

Zum Lernen bin ich schon zu müde, also nutz ich die Zeit einfach sinnvoll, indem ich ein bisschen Schwachsinn laber ein oder zwei Geschichten aus dem Krankenhaus erzähle, zu denen ich bis jetzt noch nicht gekommen bin. Unfassbar! ; )

Da gab es diese unheimlich nette und freundliche, schlichtweg liebenswerte Patientin (und das alles wirklich völlig ironiefrei!) auf der Intensivstation, die aussah als wäre sie in der 76. Schwangerschaftswoche. Also leicht drüber. Schwanger war sie aber nicht. ; )
Bei zwei Aszitespunktionen im Abstand von drei Tagen haben wir insgesamt 19 Liter aus ihrem Bauch geholt. Neunzehn. Der Wahnsinn.
Für mich war’s cool, zusehen zu dürfen, und ganz nebenbei war es ein toller Anlass, mich nochmal mit dem Thema Aszites zu beschäftigen. Ist ja doch nochmal ne ganze Runde spannender, wenn man die Dinge nicht mehr nur aus dem Lehrbuch kennt, sondern selbst mal gesehen hat. Schöne Farbe, interessanter Geruch. xD

Praxisbezogenes Lernen ftw! : )

Außerdem hatten wir gegen Ende meines Praktikums auf der Intensivstation nochmal einen Patienten, der mir deutlich vor Augen geführt hat, wie wichtig eine Patientenverfügung doch ist.
Der Bruder des Patienten hat mir und dem Pflegepersonal gegenüber mehrfach angedeutet, dass der Patient eigentlich gar nicht künstlich beatmet werden und dadurch am Leben erhalten werden will, dass er füher immer gesagt hat dass er unter gar keinen Umständen so ein Leben fristen möchte – selber seinen Willen äußern kann er inzwischen nicht mehr. Und der Rest der Familie (Ehefrau und die erwachsenen Kinder) bestanden nunmal darauf, dass der vom Hals abwärts querschnittsgelähmte, apallische Ehemann und Vater künstlich beatmet wird. Eine Patientenverfügung gibt’s leider nicht.

Für mich eine wahre Horrorvorstellung.

Und dann hatten wir noch eine Patientin, die durch den langen, langen Aufenthalt auf der Intensivstation langsam ein wenig wirr im Kopf geworden ist. Eines Morgens (kurz vor sieben) teilte sie mir empört mit, dass der Chefarzt eben kurz dagewesen sei, sie aber nicht behandelt habe, weil er dringend nach Holland musste. : D
Ich hab ihr dann natürlich erklärt, dass sie da was falsch verstanden haben muss, und dass der Chefarzt bestimmt nicht so überstürzt nach Holland gefahren ist.
Nachdem ich sie davon halb überzeugen konnte, bat sie mich darum, eine Gebissreinigungstablette in ihren Tee zu geben, damit sie ihre Zähne darin reinigen kann. Hab ich natürlich nicht gemacht… 
Zum Glück für die Patientin wurde sie einen Tag später auf Normalstation verlegt, da hat sie sicher mehr Abwechslung und verbringt hoffentlich nicht den ganzen Tag damit, über ihr Leben und ihre Krankheit zu grübeln.

Ich habe fertig! 01/08/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, Praktika.
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Soooo, das war’s. Aus. Vorbei. Mein Krankenhauspraktikum ist beendet.

Der letzte Tag war nochmal richtig cool, einfach eine tolle, entspannte, humorvolle Atmosphäre und noch ein letztes Mal viele Gelegenheiten, etwas Neues zu lernen und nachzufragen.

Ich durfte heute bei einer Gastroskopie zugucken, das war echt spannend! So einen Magen guckt man sich ja normalerweise selten von innen an (eigentlich guckt man sich eher seinen eigenen oder fremden Mageninhalt an *g*); das hat mir richtig viel gebracht. Vor allem hab ich mich darüber gefreut, mir mal die Rillen in der Magenoberfläche und Ösophagusvarizen anzugucken – ja, ich weiß dass ich nen Schuss hab.
Ich find sowas halt interessant, okay!? xD

Ansonsten hatte ich heute auch das ganz normale Programm: Patienten waschen, Betten frisch beziehen, sämtliche Werte in die Patientenkurve eintragen, Bettpfannen bringen…
Und jede Menge Blutgasanalysen machen durfte ich auch, ich hab quasi eine kleine BGA-Party geschmissen. Überhaupt hatte ich heute ständig die Taschen voller Blut; einige Male bin ich zur Blutbank gegangen um Erys und/oder Plasma zu holen, superoft bin ich mit den Kitteltaschen voller Blutröhrchen zum Labor gedackelt… Eigentlich hätte ich heute Kilometergeld kriegen sollen – aber da ich sowieso nicht für das Praktikum bezahlt wurde, wäre meine Forderung wohl im Sande verlaufen. xD

Fast alle Patienten wurden heute auf Normalstation verlegt, das hat mich richtig für sie gefreut, und der Abschied von den Langzeitpatienten war auch ganz herzlich. Eine Patientin hat mir zum Abschied noch Bonbons geschenkt und sich tausendmal “für alles” bei mir bedankt. Süß. : )
Der Abschied von meiner Lieblingspatientin ist mir doch ein bisschen schwer gefallen und ich musste mir tatsächlich ein Tränchen verkneifen. Wenigstens erfolgreich, ich kann doch nicht nahezu grundlos anfangen zu heulen. xD
Hoffentlich wird sie schnell (oder wenigstens überhaupt…) wieder gesund, ich würde es ihr wirklich sehr wünschen.
Und jaaaaaa, ich weiß dass ich nicht so emotional sein darf, wenn es um meine Patienten geht. Da werd ich in Zukunft schon drauf achten. Außerdem war das im Krankenhaus ja echt ne Ausnahmesituation, weil ich mit einigen Patienten fast zwei Wochen lang täglich über viele Stunden hinweg zu tun hatte. Wenn die dann noch wirklich nett sind, schließt man sie nunmal ein wenig ins Herz.

Schön, dass ich die Gelegenheit hatte, den Alltag im Krankenhaus so genau kennenzulernen. Schön, dass es jetzt wieder einen Schritt weitergeht in meiner Ausbildung.
Gegen Ende wurde ich dann doch noch ein bisschen melancholisch, aber im Großen und Ganzen finde ich es okay, weiterzuziehen und freu ich mich wahnsinnig auf Montag. 

Eine neue Erkenntnis bzw Einstellung gab’s auch für mich: Der Satz “Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben” ist sowas von wahr! Da freu ich mich doch schonmal auf alle neuen Aufgaben, die die Zukunft so für mich bereithält. : )

Endspurt 01/08/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, Praktika.
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Heute ist mein letzter Tag im Krankenhaus.

Bin mal gespannt, ob heute noch etwas Interessantes passiert und ich noch einmal die Gelegenheit habe, dort ein bisschen was zu lernen.
Wirklich traurig, dass es vorbei ist, bin ich nicht. Vielmehr freu ich mich total auf das, was jetzt noch vor mir liegt und dass es endlich weitergeht, auch wenn ich doch ein wenig nervös bin. Aber ich denke, das ist ganz normal. : )

Vielleicht werden heute zwei unserer Langzeitpatienten auf Normalstation verlegt, das wäre schön. Würde ihnen wirklich guttun.

Und jetzt verlege ich meine Aktivitäten ein Stockwerk tiefer und hol mir noch einen Kaffee, bevor ich zur Bahn renne. xD
Bis später!

Tracheotomie 30/07/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, Lernen, Praktika.
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Einer meiner Langzeitpatienten musste sich heute morgen diesem Eingriff unterziehen. Viel hat er davon aber (dank Propofol…) nicht mitbekommen – ich dafür umso mehr, denn ich durfte quasi in der ersten Reihe stehen und mit perfekter Sicht sowohl auf den Hals des Patienten als auch auf den Monitor des Endoskops zugucken. Cool!
Zwischendurch hab ich mich gefragt, ob ich so langsam zum Gaffer mutiere, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht zusehen wollte in der Hoffnung, das Blut ordentlich spritzen zu sehen, sondern weil ich es aus medizinischer Sicht interessant fand und finde. 
Spritzendes Blut gab es übrigens glücklicherweise nicht, dafür jede Menge interessanter Eindrücke für mich und eine schicke Trachealkanüle für meinen Patienten. Hoffentlich klappt es jetzt besser mit dem Beatmen, der Patient neigt nämlich dazu sich ungefähr dreimal am Tag selbst zu extubieren…

Dieses Ereignis heute hat mir den Endspurt im Krankenhaus nochmal ein wenig versüßt; ehrlich gesagt hab ich aber so langsam keine Lust mehr auf dieses Praktikum. An den Schwestern und Pflegern liegt es natürlich nicht, ich fühl mich total wohl auf der Intensivstation. Mit meinen Aufgaben dort hab ich auch kein Problem. Ich glaub, es liegt einfach daran, dass ich endlich weiterkommen will, wieder was Neues und was Anderes (kennen)lernen möchte.

So spannend, erkenntnisreich und eindrucksvoll die Zeit im Krankenhaus bis jetzt auch war, langsam hab ich’s satt und freu mich darauf, dass das Praktikum dort bald vorbei ist und ich endlich auf die Rettungswache darf.

Liest sich jetzt wahrscheinlich wesentlich unfreundlicher, als es gemeint ist. 
Ich freu mich jedenfalls auf mein fast-freies Wochenende – eeeeeendlich mal wieder Ausschlafen und danach all die Alltäglichkeiten erledigen, zu denen ich in den letzten Wochen einfach nicht gekommen bin. : )

Propofol 30/07/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, misc.
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Heute war einfach der ultimative Propofol-Horror-Tag. Es fing schon heute früh bei meinem morgendlichen Rippenspreizer-Besuch an…

Und auch im Krankenhaus wurde ich ständig mit dem Zeug konfrontiert, sei es durch die Propofol-Perfusoren der drei beatmeten Patienten,  durch die Propofol-Info-Mappe am Schwarzen Brett (die gestern ganz bestimmt noch nicht dort hing!), beim Einräumen der Apotheke oder auch durch den Satz “Zieh bitte nochmal soundsoviel Propofol auf”…

Uahh, eigentlich hat Propofol mir persönlich nichts* getan, aber da ich Michael Jackson sehr verehre, ist das Zeug mir irgendwie verdammt unsympathisch.
Ich werd mir Mühe geben, es nicht so nach außen zu tragen. : (

Immerhin hat der Propofol-Terror heute auch einen positiven Nebeneffekt gehabt: Ich hab mir den ganzen fetten Info-Aushang aufmerksam durchgelesen und dabei jede Menge gelernt.

*wenn man mal von einer recht traumatisierenden Vollnarkose vor etwa 10 Jahren absieht. Meine zukünftigen Ärzte wird’s freuen, denn das war die erste und garantiert auch letzte Vollnarkose, der ich zugestimmt habe. ; ) 

Herz-an-Herz-Rennen 26/07/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, Praktika.
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Heute Vormittag hatten wir drei ziemlich tachykarde Patienten bei uns. Über die Monitore in unserer Küche konnten wir das “Wettrennen” der drei ziemlich gut verfolgen – es war aber auch ungemein spannend, die haben sich ständig gegenseitig überholt. xD
Gewonnen hat übrigens ‘Patient 2′ mit stolzen 195 bpm (und ein paar Extrasystolen). Herzlichen Glückwunsch! *g*

Dummerweise hab ich jetzt diesen Ohrwurm:

Ich hatte wieder die selben beiden Patientinnen wie gestern, also quasi alte Bekannte. Ich mag beide, die sind echt lieb. : )
Eine der beiden wird allerdings seit gestern invasiv beatmet und ist deswegen sediert, da war sie halt nicht ganz so gesprächig wie gestern Vormittag. ; ) Ihre Lunge ist leider nicht ganz so fit, ich hoffe sehr dass sie (die Lunge und die Patientin) sich wieder erholt.
Die andere Patientin hat sich schon richtig gut erholt, im Vergleich zu gestern ist sie echt gut drauf und hat endlich wieder Appetit. Weiter so! 

Seit heute Mittag haben wir übrigens einen Patienten mit MRSA auf der Station, ich hatte aber noch keinen Kontakt mit ihm und ehrlich gesagt auch kein Interesse daran, sein Zimmer zu betreten. xD

Und ich hab’s wieder geschafft, totalen Schwachsinn zu lesen. Auf dem BGA-Wisch hab ich statt “Blutgas Ergebnis” aus welchen Gründen auch immer “Blutiges Ergebnis” gelesen und mich gefragt, was der Scheiß soll. Wenn ich eine Spritze mit arteriellem Blut analysieren lasse, ist natürlich Blut mit im Spiel… xD Auf dem zweiten Blick hat sich das Missverständnis dann aber aufgeklärt. Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, meine Brille öfter zu tragen. Oder mehr Kaffee trinken. Oder mehr Schlaf ansteuern.

Sodele, jetzt werd ich ein bisschen chillen und dabei hoffentlich nicht einschlafen, denn in vier Stunden endet eine ebay-Auktion auf ein Fachbuch, das ich unbedingt ersteigern will. *hüpf*
Bis jetzt wäre es noch ein echtes Schnäppchen, hoffen wir mal dass es auch so bleibt.

Senile Handschuhe 25/07/2009

Posted by Hermione in Intensivstation, Krankenhaus, Praktika, WTF.
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WTF!? Eigentlich wollte ich sterile Handschuhe sagen. Hab mich dann auch recht schnell korrigiert – der Arzt hat es leider trotzdem mitbekommen und ein wenig irririert (aber schmunzelnd) geguckt.
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass es relativ früh am Morgen passiert ist. xD
 

OhrthermometerÜberhaupt war heute ein leicht chaotischer Tag. Ein Pfleger hat sich am frühen Vormittag das Ohrthermometer wie ein Telefon ans Ohr gehalten und “Hallo? Hallo??” gerufen, was die in dem Moment vorbeigehende Schwester grinsend mit “PsychKG” kommentierte… xD

Eine Patientin hat es geschafft, sich den ZVK rauszureißen. Eigentlich wollte sie “nur das Pflaster abmachen”, weil es sie beim Haarekämmen gestört hat… Naja, und bei der Gelegenheit hat sie dann auch gleich mal kräftig gezogen und *schwupps*, raus aus der Vene, rein ins Bett. xD

Ebenfalls gezogen haben eine Schwester und ich heute den Schlauch einer Redon-Drainage (nicht aus der Wunde, nur diesen aufsteckbaren, auswechselbaren Teil),  und zwar ausversehen beim Bettwäschewechsel. Der blöde Schlauch stand einfach zu sehr unter Spannung, die Steckverbindung löste sich, und ein netter Schwall Wundsekret ergoss sich über meine Hose und den Fußboden. Sauber! -.-

Sehr interessant und lehrreich war der Tag trotzdem, denn ich durfte bei einer Bronchoskopie zusehen. Es war schon ziemlich cool, sich mal ne Lunge von innen anzusehen.

So, morgen noch einmal Frühdienst, danach kann ich erstmal ein paar Tage richtig ausschlafen. Bin schon sehr gespannt, wie Spätdienste so sind.
Gute Nacht! : )

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