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Aufschrei 25/01/2013

Posted by Hermione in Krankenhaus, Praktika.
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Ja, auch ich hab etwas dazu zu berichten. Und es hat sogar was mit dem eigentlichen Thema dieses Blogs zu tun. Was es irgendwie noch trauriger macht.

Mein Anästhesiepraktikum für den RettAss war großartig. Die beste Zeit in meiner gesamten Ausbildung. Das würde ich ohne zu zögern unterschreiben.
Aber leider gabs auch Schattenseiten.

Warum ich darüber erst jetzt schreibe?

Weil ich einfach in einer unterlegenen Position bin/war. Auf der einen Seite der gutaussehende, charmante, erfolgreiche Oberarzt, auf der anderen Seite ich: die junge Praktikantin. Na? ; )

Ich fand ihn wirklich nett. Nicht auf die schwärmerische Art, sondern einfach menschlich. Er war eigentlich nie von oben herab, hat mir immer alles erklärt und jede meiner tausend Fragen beantwortet. Und er gehörte zu den Ärzten, die mich wirklich alles machen lassen haben. Einer der Gründe, warum sein Saal zu denen gehörte, in denen ich mich bevorzugt aufgehalten habe.

Er scheint das fehlinterpretiert zu haben. Vielleicht ist er es ja auch gewohnt, dass Praktikantinnen und Studentinnen ihn anhimmeln. Keine Ahnung.

Während einer Sectio stand ich vornübergebeugt unterm Narkosebügel bei der extrem aufgeregten Patientin und hab beruhigend mit ihr über Gott, die Welt und unsere Angst vor Zahnärzten geredet. Hat ihr sehr gutgetan und ich hatte das schöne Gefühl, ihr wenigstens ein bisschen zu helfen.
Angenehm ist diese Haltung auf Dauer nicht, also hab ich mich irgendwann kurz aufgerichtet um mich zu strecken, was von besagtem Oberarzt mit “Och nö, das war so ein schöner Anblick!” kommentiert wurde. Ähm. Ich habs ignoriert.

Später an diesem Tag, wir standen beide allein in der Einleitung, während ich den benutzten Laryngoskopspatel reinigte und in die Desibox legte, wurde er dann wirklich übergriffig.

Mit beiden Händen griff er mir an die Brüste und fragte mich, ob da alles okay ist. Dann langte er mir in den Schritt und fragte “Da auch?”.

Ja, ich weiß, ich hätte ihm eine scheuern sollen. Ich hätte das melden sollen, ihn anzeigen, wasweißich.
Ich hab es nicht getan. Warum? Ich war zu baff. Mit so ner Scheiße rechnet man doch nicht.

Und: mir hätte doch eh niemand geglaubt.

Wie gesagt, auf der einen Seite der gutaussehende, charmante, umschwärmte Oberarzt, auf der anderen Seite die kleine, junge, (naive?) Praktikantin.

Die ihn mochte.

Ich bin Pharmamas schlimmster Albtraum! 09/07/2010

Posted by Hermione in Alltag, Krankenhaus, misc, off topic, so bitte nicht.
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Und wenn nicht, dann hab ich mich soeben zumindest für den Kader der nervigen, nicht vorausschauenden Kunden qualifiziert.

Mir ist nämlich grad aufgefallen, dass ich ja doch ganz gern einige Medikamente mit nach [Sommercamp] mitnehmen würde.
Natürlich nicht für die Kids, sondern für mich.

Meinen wahnsinnig schmerzhaften Mückenstich in Hornissenstichgröße musste ich grad stümpferhaft mit einem “Diclofenac für die Nacht”-Präparat meines Mitbewohners behandeln. Zum Einnehmen. Und Einschlafen. Das ist doch peinlich. Immerhin erreicht das Zeug erst in drei Wochen sein Verfallsdatum…

Was ich alles brauche, aber nicht habe:

  • Ibuprofen
  • Cetirizin
  • B12-Injektionslösung inklusive “Fixer-Zubehör”
  • Paracetamol
  • ne Salbe gegen Mückenstiche -.-
  • tausend andere sinnvolle Sachen

Toll. Da les ich mehrmals die Woche Pharmamas Blog und bekomme immer wieder vor Augen gehalten, wie wichtig es ist, Medikamente rechtzeitig vor Reiseantritt zu besorgen – und dann versage ich selbst auf ganzer Linie…

Wer hätte auch ahnen können, dass ich heute zu nichts mehr komme?

Ich hab heute nicht einfach nur getrödelt, nein, ich hatte das ausgesprochene Vergnügen, meinen Opa ins Krankenhaus bringen zu dürfen. Vorerst nichts katastrophales, er ist im Badezimmer gestürzt und hat sich ne KoPlaWu zugezogen.

Leider gehört er zu der Sorte Mensch, die sehr, sehr unvernünftig sind und sich lieber drei Tage lang mit ner Beinvenenthrombose durch die Gegend schleppen, als auch nur in die Nähe jeglicher medizinischer Versorgung zu geraten.

Deswegen hat er meiner Oma auch, nachdem er wieder bei Bewusstsein war, verboten, den Rettungsdienst zu rufen. *head->desk*
Stattdessen hat sie mich angerufen, und auch das hat meinem Opa gar nicht gefallen (hab ihn im Hintergrund “mir fehlt nichts!” schreien hören, ähm ja).
Meinen tollen Überredungskünsten sei Dank hab ich ihn dann zumindest dazu gebracht, mal mit in die Notaufnahme zu kommen.

Stunden später… Wunde genäht, Tetanus-Erstimpfung (!) bekommen, von mir in die Radiologie geschippert (“Du kennst den Weg ja noch, ne?”), 12-Kanal-EKG geschrieben …wurde ihm geraten, zwei bis drei Tage zur Beobachtung dazubleiben. Wollte er nicht. Auf gar keinen Fall.
Seiner Meinung nach ist ihm nur schwarz vor Augen geworden, weil es so heiß ist. Mag ja sein, aber er ist in seinem Alter natürlich kein unbeschriebenes Blatt. Ein Apoplex (auch da wollte er nicht ins Krankenhaus!), nen Rechtsschenkelblock, Diabetes mellitus (Oma “Ich wollte ihm den Zucker messen, aber er sagt immer das wär nicht nötig”), …

Hoffentlich bekommt meine Mum ihn zumindest dazu, am Montag zu seinem Hausarzt zu gehen (jaaa, ich weiß – die Chance geht gegen Null!).

Wenigstens konnte ich die Wartezeit mit einer kleinen Wiedersehensfeier überbrücken. Schon toll, wem man so alles vor die Füße läuft, wenn man mal viereinhalb Stunden in der Ambulanz seines Ex-Krankenhauses rumhängt.

Jedenfalls haben jetzt hier keine Apotheken mehr auf, und mit meiner Riesenliste trau ich mich nicht zur Notdienstapotheke. Wirklich nicht. Das will ich denen nicht antun, und ich will auch nicht wie ein typischer Lastminutelebenswichtigemedikamenteshopper wirken…

Mein Plan: Ich werde morgen auf dem Weg nach [Sommercamp] an einem Bahnhof ne Apotheke plündern. Und hoffentlich alles bekommen. B12 hat nicht jede Apotheke immer da, wie ich schon mehrmals feststellen durfte… Drückt mir die Daumen ; )
Wenigstens ist nichts lebenswichtiges dabei; wobei ein Monat ohne B12 eigentlich nichts ist, was ich meinem Körper nochmal antun wollte, und ich ohne Antihistaminikum wahrscheinlich halbtot und handlungsunfähig im Erste-Hilfe-Zelt liegen werde anstatt mich um die Schürfwunden und Verstauchungen meiner kleinen Patienten zu kümmern.

Deswegen schwöre ich hiermit feierlich, dass ich das nächste Mal schon zwei Wochen vorher alle notwendigen Medikamente zusammentrage. Großes Indianerehrenwort.

Hat irgendwer noch ne Idee, was ich brauchen könnte? : D
Wenn ich morgen eh schon nen Großeinkauf in der Bahnhofsapotheke tätige…

Learn from my fail: Recapping 02/07/2010

Posted by Hermione in Anästhesie, Krankenhaus, learn from my fail, Praktika, so bitte nicht.
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Recapping ist verboten. Aber sowas von. Und das zu Recht.

In meinem Krankenhaus ist es trotzdem üblich. Jeder weiß, dass man es nicht soll, und trotzdem macht es jeder. Hm.

Ich hab mich da leider auch nicht gerade mit Ruhm beleckert. Aber mit Blut. Und Fentanyl…

Es begab sich, dass ich morgens für die erste OP die Medikamente aufzog. Atropin, Akrinor, Fentanyl. Natürlich jedes mit einer neuen Kanüle, die dann fein säuberlich recapped die Spritze verschloss.
Bis auf die Kanüle, mit der ich das Fentanyl aufgezogen hab. Die ist nämlich beim Recappen in meinem rechten Daumen gelandet. Da, wo’s am meisten wehtut. Bis an den Knochen. Autsch.

Seitdem hab ich jede Kanüle direkt entsorgt und eine frische aufgesteckt.

Jaaaa, was das nicht alles kostet! Aber ohne Kanüle durfte ich nicht aufziehen, weil es nicht wirklich steril ist, und recappen wollte ich nicht mehr, nachdem ich vor Schmerzen durch den halben Saal gesprungen und im Laufe des Tages geschätzte 20 Handschuhe vollgeblutet hatte.

Ich hatte verdammtes Glück, dass ich mit der Kanüle nur was aufgezogen hab, und dass sie, bevor sie es sich in meinem Daumen bequem machte, in sonst niemandem gesteckt hat.

Deswegen kurz zusammengefasst: Es gibt Regeln, die sind schwachsinnig. Und es gibt Regeln, die haben ihre Gründe. Ich werd in meinem ganzen Leben nie wieder recappen.

Fettnäpfchen… 02/07/2010

Posted by Hermione in Anästhesie, Krankenhaus, misc, Praktika, WTF.
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Und ich bin nicht reingetrampelt! xD

Eine nicht näher zu bezeichnende OP, eine Gruppe Medizinstudenten ist zum Zugucken dabei. Sie sind das erste Mal bei einer OP dabei und die meisten von ihnen sind sehr interessiert und stellen viele Fragen.

Nach etwa ner halben Stunde wendet sich einer der Studenten an die Anästhesistin und fragt:

“Müsste hier nicht eigentlich auch ein Anästhesist anwesend sein?”

Sie hatte das perfekte Pokerface, mein Grinsen wurde glücklicherweise vom Mundschutz verdeckt, und dem Studenten war es furchtbar peinlich.
(Nach der OP haben wir uns aber weggeschmissen vor Lachen…)

Wochenrückblick 25/06/2010

Posted by Hermione in Anästhesie, Krankenhaus, Praktika.
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Jawoll, ich hatte ziemlich sicher die coolsten zwei Wochen von euch allen. : P

Jemand *räusper* durfte sich nämlich wieder im Krankenhaus austoben.
Und auch wenn fast nur OPs durchgeführt wurden, die ich mir schon Anfang des Jahres dort zuhauf angucken konnte, war es echt toll. : )

Jetzt hab ich erstmal wieder ein bisschen Freizeit, kümmer mich um meine Nebenjobs und ums Geldverdienen, und in ein oder zwei Wochen mach ich wieder die Operationssäle ‘meines’ Krankenhauses unsicher. xD
Hach, herrlich. Schön, wieder dort zu sein, die ganzen Leute wiederzusehen und Sachen machen zu dürfen, die ich normalerweise nicht tun darf.

Learn from my fail: i.v.-Zugänge 09/06/2010

Posted by Hermione in Anästhesie, Krankenhaus, learn from my fail, misc, Praktika, so bitte nicht, WTF.
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Hui, eine neue Kategorie. : D

Jeder macht Fehler, und jeder macht manchmal richtig dumme Fehler. Manchmal sogar mehrfach die gleichen… Vielleicht können ja wenigstens andere aus meinen Fehlern lernen, denn ich werde es vermutlich niemals tun. *seufz*

Los gehts mit einem beliebten Fehler, der mir immer mal wieder beim Zugänge-Legen unterläuft:

Egal ob die Venenverhältnisse zu wünschen übrig lassen oder geradezu vorbildlich sind, irgendwann trifft es jeden: man trifft einfach nicht.
Einfach nur danebenzustechen ist hier eine Sache; durch die Vene durchzustechen ist schon frustrierender. Da hat man womöglich nur eine Vene halbwegs gut darstellen können, und dann hackt man dem Patienten die Kanüle einmal quer durch den Arm. Gnaah.

Gut, sowas passiert nun mal. Was dann aber wirklich blöd ist, ist wenn man die Viggo nach dem Fehlversuch reflexmäßig wieder aus dem Arm rauszieht, ohne vorher den Stauschlauch zu lösen.

Das Resultat: Eine blutige Fontäne. In der Theorie mag das recht hübsch klingen *g*, in der Praxis ist es ziemlich scheiße. Vor allem, wenn der Patient ein stadtbekannter Junkie ist und das komplette Hepatitis-Alphabet vorzuweisen hat. Und der anästhesiologische Chefarzt zufällig neben einem steht und innerlich wahrscheinlich die Hände überm Kopf zusammenschlägt über soviel Dummheit.

So wäre es richtiger gewesen: Viggo stecken lassen und sich ne neue Vene suchen. Oder erst den Stauschlauch lösen, dann die Viggo ziehen – nach Möglichkeit vielleicht auch erst, nachdem man sich ein paar Tupfer und ne Rolle Pflaster bereitgelegt hat.

Übrigens hat niemand was von dem spritzenden Blut abbekommen, der Patient ist nicht entsetzt aufgesprungen (er war ja auch bereits in Narkose und sollte nur noch nen zweiten, großlumigeren Zugang kriegen) und der Chefarzt mochte mich danach trotzdem noch. Nachdem ich das Chaos beseitigt hatte durfte ich es sogar nochmal versuchen, dann auch mit Erfolg und ohne ein Blutbad anzurichten. *g*

Und nun? 20/04/2010

Posted by Hermione in Alltag, Anästhesie, Bücher, blogosphere, Krankenhaus, misc, off topic, Praktika, Prüfungen, Schule.
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Prüfung bestanden, ausgiebigst gefeiert – und nun?

Jetzt werd ich erstmal ein paar Tage damit verbringen, meine neue Freiheit zu genießen und aktiv zu faulenzen. Wenn ich mich genügend ausgetobt habe, werde ich brav meine (nicht gerade kleine) To-Do-Liste in Sachen “Berufliche Zukunft” abarbeiten.
Hoffentlich funktioniert da alles so wie geplant, wenn nicht… *schluck*

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht einen tollen Plan B hätte. Genauer gesagt sogar zwei. Also Plan B1 und Plan B2.
Plan B2 ist der langweiligere und ödere, aber zumindest der, der mir finanziell weiterhilft. Ich werd mir einfach wieder irgendnen blöden Nebenjob suchen. Ich hab zwar wirklich keine Lust mehr auf blöde Nebenjobs, aber es muss halt sein (ich kann und will finanziell nicht von meinen Eltern abhängig sein, und bevor ich ne Lücke im Lebenslauf hab verkauf ich lieber wieder Brötchen in ner Bäckerei oder sowas).
Plan B1 ist ein bisschen cooler und geht auch mehr in die Richtung “Dinge, die ich gerne mach”: Ich will wieder Kontakt zu der Ortsgruppe meiner HiOrg aufnehmen, bei der ich früher ehrenamtlich war, und mich denen quasi wieder zur freien Verfügung stellen. Zwar seh ich das ein wenig zwiegespalten (ich will jetzt nicht auch noch in die “Ehrenamtliche RD’ler nehmen den Hauptamtlichen die Arbeitsplätze weg”-Kerbe schlagen, finde es aber problematisch in der Stadt ehrenamtlich (also gratis) als Rettungssanitäterin (denn genau das bin ich ja offiziell trotz bestandener Rettungsassistentenprüfung noch) RTW zu fahren, die mich als RAiP (also als bezahlte Kraft) nicht nimmt), aber trotzdem wäre das (bis ich eine Zusage für’s RAiP hab und es endlich “losgeht”) für mich die einzige Möglichkeit, rettungsdienstmäßig nicht allzusehr aus der Übung zu kommen. Und das wär ja ziemlich schlecht.
Wow, so viele (teilweise verschachtelte) Klammern in einem Satz. Sorry. xD

Also, wie bereits erwähnt, ich werde ein paar wichtige Dinge in Angriff nehmen und hoffentlich schnell und problemlos erledigen können.

Davon abgesehen, werd ich aber auch trivialere Dinge angehen und nachholen. Ich hab seit ungefähr nem halben Jahr immer wieder gesagt, wenn der ganze Prüfungs- und Lernstress vorbei ist, hol ich mir eine neue Ausrüstung zum Ölmalen. Das kann ich nämlich ziemlich gut, habs nur eeeewig nicht mehr getan und deswegen auch keinen einzigen Pinsel und keine Tube Ölfarbe mehr. Dafür fehlt mir zur Zeit nur das Geld, womit wir wieder bei Plan B2 wären… *g*
Ich will auch endlich wieder mehr Zeit für meine Freunde haben, sie öfter sehen und einfach mal nicht nur abends kurz übers Internet kommunizieren. Den Anfang macht ein cooles Mädelswochenende mit meiner besten Freundin, ich freu mich schon total auf Freitag. :’)
Und auch online werd ich wieder mehr Zeit ohne schlechtes Gewissen mit dem Lesen und Kommentieren der Blogs aus meiner Blogroll verbringen. Das hat mir schon sehr gefehlt in den letzten Wochen, und ich hab auch immer mal wieder ein bisschen geschmökert, aber leider nie so ausgiebig wie ich’s gern getan hätte.
Es stehen auch noch ein paar versprochene Artikel an. Meine Organsammlung möchte ich schon gern nach und nach vervollständigen (das liest sich, als wär ich ein verrückter Serienmörder…) und auch meine Krankheiten sollen noch zunehmen (das klingt, als wär ich Hypochonder aus Leidenschaft…).
Und aus meinem Krankenhauspraktikum schreien noch soooo viele interessante Fälle nach ausführlichen Berichten! : )

Wo wir grad beim Thema Krankenhaus sind: Da werd ich in den nächsten Tagen auch mal wieder vorbeischauen und mich angemessen für die tolle Zeit, die tolle Ausbildung und das vorzügliche Daumendrücken bedanken. Die komplette Anästhesie (sogar die Leute, mit denen ich nie “zusammengearbeitet” habe!) und alle Menschen der anderen Fachrichtungen, mit denen ich dort in Berührung gekommen bin, haben mich nämlich an meinen Prüfungstagen mental unterstützt.
Damit wäre nun endgültig klargestellt, wer hier die cooleren Daumendrücker hatte. Der Rettungsgott wollte nämlich vor mir mit den ganzen SMS angeben, die er (angeblich) von den Ärzten aus seinem Krankenhaus bekommen hat.
Pah! Ich hatte euch, zwei meiner Lieblingsforen und die komplette erste Etage meines Krankenhauses, die für mich die Daumen gedrückt haben. Dagegen hatte keine andere Mental-Unterstützungs-Gruppe auch nur den Hauch einer Chance! ; )

Genug angegeben. *lach*

Hey, meine Großeltern haben mir übrigens 50€ für mein gutes Zeugnis in die Hand gedrückt, wenn das nicht mal cool ist. : )
(Mal schaun, vielleicht investier ich das Geld in Fachbücher… *g*) (Wo ich grad Fachbücher erwähne, ich könnte mein Bücherregal mal updaten)

So, aber jetzt hab ich auch genug geschrieben. Der Artikel geht bestimmt einmal komplett über die erste Seite… *g* Morgen ist auch noch ein Tag (genaugenommen ist bereits morgen), und jetzt muss ich erstmal einen weiteren Punkt auf meiner Liste abhaken: Die ganze Nacht damit verbringen, Monk zu gucken. Ohne den Wecker zu stellen. Und ohne schlechtes Gewissen oder Termindruck.

Gute Nacht! : D

Rettungsgötter und andere Komplikationen. 09/03/2010

Posted by Hermione in Anästhesie, Krankenhaus, Lernen, misc, off topic, Praktika, Schule, WTF.
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Ich hab ja bereits davon erzählt, dass wir zwei Rettungsgötter in unserem RA-Lehrgang haben. Die beiden haben ja echt alles drauf. Denken sie jedenfalls…

Mein Teampartner und ich amüsieren uns göttlich über die Heldentaten der beiden und über die üblen Fehler, die sie machen. Okay, das ist vielleicht ein wenig gemein. Aber wenn einer der beiden Götter das Laryngoskop allen Ernstes mit rechts hält und den Tubus mit links einführt – und mir dann noch erklären will, dass das so richtig ist… *hüstel*

Der andere Rettungsgott (a.k.a. Rettungsrambo) war am selben Nachmittag fast noch cooler. Erzählt erst in unserer Gruppe lautstark davon, was er in seinem Anästhesiepraktikum alles tun durfte und natürlich perfekt beherrscht hat: ZVKs legen, Arterien legen, PDAs… (Ähm, sicher. Mein Teampartner und ich haben da nur kurz nen Blick getauscht und dann ganz schnell in andere Richtungen geguckt). Tja, und dann intubiert er das Phantom dreimal hintereinander in den Ösophagus. An dieser Stelle mussten wir uns beide wegdrehen, weil wir uns das breite Grinsen einfach nicht verkneifen konnten.

Sowas liebe ich ja. Erst lang und breit darüber prahlen, was man angeblich alles für tolle Sachen kann, und dann noch nicht mal das blöde Phantom mit der “Jedes Kleinkind könnte mich perfekt darstellen”-Epiglottis und der Scheunentor-Stimmritze anständig intubieren können.
(Haha, ich war allerdings schon ziemlich erleichtert, dass ich es auf Anhieb hinbekommen habe. Wär mir sonst echt peinlich gewesen. Weil dieser Plastikmensch wirklich leicht zu Intubieren ist)

Eieiei. Unser heimlicher Traum wäre es ja, wenn die beiden zusammen ein Prüfungsteam bilden würden. *kicher*
Tun sie leider nicht, also werden zwei Unschuldige darunter leiden müssen.

Ich hab mich ja schon während des Praktikums ein paarmal gefragt, was der Rettungsrambo  der beiden Götter uns alles für Geschichten auftischen wird, und ich muss sagen: ich wurde nicht enttäuscht, und ich lag nicht daneben. *g*
Wenn ich nicht mit ziemlicher Sicherheit wüsste, dass das garantiert gelogen ist, wär ich ja vielleicht sogar neidisch. Aber allein mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass niemand, der einigermaßen bei Trost ist, einen Praktikanten eine Peridualanästhesie durchführen lassen würde – und vor allem nicht diesen Praktikanten.
Außerdem hatte ich eh den besten Praktikumsplatz der Welt <3 und die ganzen Kawumms-OPs, von denen die Ex-Praktikanten aus den Häusern der Maximalversorgung so berichten, ändern da gaaaaar nix dran. Ich hab mit meinem Haus der Minimalversorgung Kreiskrankenhaus und vor allem den tollen Menschen dort einfach den Jackpot geknackt. Das ist durch nichts zu übertreffen.
Ehrlich nicht. : )

Joah. Ich würde sagen, das war jetzt genug mieses Karma für heute Abend. *g*
Muss mich nun auf ein weiteres Hardcore-Repetitorium vorbereiten. Und schlafen. Dringend.

Feeeeeeerien!! 26/02/2010

Posted by Hermione in Krankenhaus, misc, Praktika.
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So, das war’s, fertig mit dem Praktikum! : )
Jetzt hab ich erst mal Ferien Wochenende, und ab Montag gehts frisch ausgeruht und hochmotiviert mit der Schule weiter.

Der letzte Tag in der Ambulanz war halbwegs spannend, aber leider wie immer mit blöden und viel zu langen Leerlaufzeiten durchzogen, in denen ich nicht viel mit mir anzufangen wusste und ein bisschen was nachgelesen habe.
Schon ein bisschen schade, dass mein Praktikum vorbei ist und dass es so zuende gegangen ist.

Der Abschied von den Kollegen in der Ambulanz war zwar freundlich, aber trotzdem eher unterkühlt. Wenn ich dass mit dem Gruppenknuddeln und dem kollektiven Heulen vor einer Woche vergleiche… *schulternzuck*

Egal, es ist vorbei und ich seh nach vorne, freu mich auf das, was als nächstes auf mich zukommt und behalte dabei immer im Hinterkopf, dass ich auch in Zukunft in der Anästhesie dieses Krankenhauses ein gern gesehener Kurzzeitpraktikant sein werde. : )

Und nun hefte ich das Ambulanzpraktikum unter “Es war einmal und ist nicht mehr”ab:


Ruhe in Frieden, Praktikum. : )

Nur noch morgen… 25/02/2010

Posted by Hermione in Anästhesie, Bücher, Krankenhaus, misc, Notaufnahme, off topic, Praktika, Prüfungen, Schule.
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…dann ist meine Zeit als Praktikantin wieder vorbei.

Wow, ich hätte nicht gedacht dass die beiden Monate so schnell vergehen würden. Kaum zu glauben, dass ich ab Montag wieder jeden Tag nach Schulstadt pendeln werde.
Und dann hab ich ja auch nur noch fünf Wochen Unterricht, und in schon sieben Wochen ist meine Abschlussprüfung.

Meine Abschlussprüfung! Hallo, wo kommt die denn jetzt auf einmal her!? Ich hab doch eben erst angefangen, dass kann doch nicht schon alles vorbei sein? *fassungslos bin*

Nun, ich freu mich sehr drauf, wieder zur Schule zu gehen und darauf, was als nächstes auf mich zukommt. Trotzdem werd ich dieses Krankenhaus wahnsinnig vermissen (auch die Notaufnahme ein bisschen, denn ohne sie ist es ganz nett da, wenn auch nicht ansatzweise mit der Großartigkeit der Anästhesie zu vergleichen *g*).
Aber es ist ja kein Abschied für immer, ganz bestimmt nicht.
Mal ganz von der tollen Möglichkeit, zum Intubieren vorbeizuschauen, abgesehen – ich werde sicher nochmal dorthin zurückkehren. Entweder als RAiP in Heimatstadt, oder ich gehe back to the roots und lande wieder ehrenamtlich hier bei [Hilfsorganisation], wo vor knapp zehn Jahren meine “Karriere” begonnen hat oder ich spül mal wieder nen Pizzateller ab und zerschneide mir die Hand und lande so in der Ambulanz, oder ich brech mir das Sprunggelenk, lande “bei uns oben” im OP und mein Lieblingsanästhesist macht mir ne PDA.

Ähm, ja. *g*

Jedenfalls war es die letzten beiden Tage echt deutlich besser in der Ambulanz. Anscheinend haben meine Worte einfach nur ein bisschen länger gebraucht, um zu wirken; die unfreundliche Schwester war jedenfalls deutlich freundlicher zu mir (in der einen Stunde, die wir uns jeweils gesehen haben).
Und das, obwohl ich dachte es mir endgültig bei ihr verscherzt zu haben, weil sie mit der Aussage eines Patienten “Ich hab das WPW-Syndrom” nichts anfangen konnte und ich es ihr kurz erklärt hab… (an dieser Stelle möchte ich noch einmal ausdrücklich das Buch “EKG endlich verständlich – alles, was man wissen muss” empfehlen *g*).
Glücklicherweise hat sie das nicht als Angriff auf ihre Kompetenz missverstanden. *g* Vielleicht hat ihr das ja gezeigt, dass ich echt nicht blöd bin, sondern mir wirklich viel Mühe mit dem gebe, was ich tu. : )

Aber über die ganzen spannenden Patienten will ich eigentlich morgen in einem meiner Abschlussartikel berichten. Jahaa, es gab auch spannende Patienten im Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen Heimatstadt! : )

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