Nur noch morgen… 25/02/2010
Posted by Hermione in Anästhesie, Bücher, Krankenhaus, misc, Notaufnahme, off topic, Praktika, Prüfungen, Schule.3 comments
…dann ist meine Zeit als Praktikantin wieder vorbei.
Wow, ich hätte nicht gedacht dass die beiden Monate so schnell vergehen würden. Kaum zu glauben, dass ich ab Montag wieder jeden Tag nach Schulstadt pendeln werde.
Und dann hab ich ja auch nur noch fünf Wochen Unterricht, und in schon sieben Wochen ist meine Abschlussprüfung.
Meine Abschlussprüfung! Hallo, wo kommt die denn jetzt auf einmal her!? Ich hab doch eben erst angefangen, dass kann doch nicht schon alles vorbei sein? *fassungslos bin*
Nun, ich freu mich sehr drauf, wieder zur Schule zu gehen und darauf, was als nächstes auf mich zukommt. Trotzdem werd ich dieses Krankenhaus wahnsinnig vermissen (auch die Notaufnahme ein bisschen, denn ohne sie ist es ganz nett da, wenn auch nicht ansatzweise mit der Großartigkeit der Anästhesie zu vergleichen *g*).
Aber es ist ja kein Abschied für immer, ganz bestimmt nicht.
Mal ganz von der tollen Möglichkeit, zum Intubieren vorbeizuschauen, abgesehen – ich werde sicher nochmal dorthin zurückkehren. Entweder als RAiP in Heimatstadt, oder ich gehe back to the roots und lande wieder ehrenamtlich hier bei [Hilfsorganisation], wo vor knapp zehn Jahren meine “Karriere” begonnen hat oder ich spül mal wieder nen Pizzateller ab und zerschneide mir die Hand und lande so in der Ambulanz, oder ich brech mir das Sprunggelenk, lande “bei uns oben” im OP und mein Lieblingsanästhesist macht mir ne PDA.
Ähm, ja. *g*
Jedenfalls war es die letzten beiden Tage echt deutlich besser in der Ambulanz. Anscheinend haben meine Worte einfach nur ein bisschen länger gebraucht, um zu wirken; die unfreundliche Schwester war jedenfalls deutlich freundlicher zu mir (in der einen Stunde, die wir uns jeweils gesehen haben).
Und das, obwohl ich dachte es mir endgültig bei ihr verscherzt zu haben, weil sie mit der Aussage eines Patienten “Ich hab das WPW-Syndrom” nichts anfangen konnte und ich es ihr kurz erklärt hab… (an dieser Stelle möchte ich noch einmal ausdrücklich das Buch “EKG endlich verständlich – alles, was man wissen muss” empfehlen *g*).
Glücklicherweise hat sie das nicht als Angriff auf ihre Kompetenz missverstanden. *g* Vielleicht hat ihr das ja gezeigt, dass ich echt nicht blöd bin, sondern mir wirklich viel Mühe mit dem gebe, was ich tu. : )
Aber über die ganzen spannenden Patienten will ich eigentlich morgen in einem meiner Abschlussartikel berichten. Jahaa, es gab auch spannende Patienten im Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen Heimatstadt! : )
Gedanken zum Mittwoch 24/02/2010
Posted by Hermione in Alltag, Anästhesie, Krankenhaus, misc, Notaufnahme, Praktika, Schule.2 comments
Noch ein paar Stündchen, dann muss ich los. Immerhin dürften die Chancen gut stehen, dass ich nur in der Übergabestunde mit meiner Lieblingsschwester zusammen da bin.
Wie auch immer, ich werd diesen Mist jetzt einfach so gut es geht ignorieren und, sollte es zu schlimm werden, meinen Praktikumsverantwortlichen (der echt nett ist!) um Vermittlung bitten. Auch wenn ich nur noch drei Tage (heute mitgezählt) da bin, ist es nicht der Sinn der Sache mich dumm anmachen zu lassen.
Ich will ja auch in der Ambulanz noch was lernen, und außerdem hab ich einfach ein Recht auf ein angenehmes Arbeitsklima. *find*
Es reicht doch schon, dass manche Patienten einfach nur krass drauf sind und ein Anspruchsdenken an den Tag legen, dass man glauben kann die checken gerade im Fünf-Sterne-Hotel ein, anstatt sich auf die Untersuchungsliege zu legen.
Vielleicht kann ich mich ja heute mal wieder kurz in den OP-Bereich davonstehlen (das ist mir bereits einmal für ein paar Minuten gelungen, als ich für ne BGA auf Intensiv musste *kicher*).
Jedenfalls werd ich die unangenehme Situation jetzt einfach als Chance nutzen, zu lernen, mit unfreundlichen Menschen zusammenzuarbeiten, ohne mir davon meine Laune runterziehen zu lassen oder irgendwas, was die Tante meint mir vorwerfen zu müssen, persönlich zu nehmen.
Nicht, dass ich arrogant oder selbstüberschätzend rüberkomme: Klar gibts noch vieles, was ich nicht oder nicht so gut kann, und da freu ich mich auch immer sehr, wenn ich es erklärt bekomme oder (freundlich!) korrigiert werde. Für konstruktive Kritik bin ich immer offen! Nur so kann ich mich ja weiterentwickeln und besser werden.
Aber wenn mir etwas vollkommen Richtiges als falsch vorgeworfen wird, fühl ich mich nicht für vollgenommen. Wobei, eigentlich könnte ich das auch als Lob werten, denn dann hat sie wohl sonst nichts gefunden, worin sie mich korrigieren könnte. *g*
Vielen Dank für eure ganzen lieben aufmunternden Worte unter meinem letzten Artikel, ihr habt mich damit echt wieder aufgebaut und mir dabei geholfen, meine Taktik für die letzten paar Tage zurechtzulegen.
Vielleicht erscheint mir die Situation auch nur deswegen besonders übel, weil die letzten zwei Monate in der Anästhesie so traumhaft waren und ich mit allen so wunderbar ausgekommen bin. Der Kontrast ist einfach zu krass. *g*
Oder, um es positiv zu formulieren: Jetzt weiß ich erst so richtig, was für ein Glück ich mit den ganzen tollen Kollegen hatte. : )
Und ein weiterer positiver Gedanke: Dadurch, dass ich mein Anästhesiepraktikum um eine Woche verlängert habe, und meine bezahlten sieben Wochen damit ausschließlich “da oben” war, bezahle ich strenggenommen wenigstens nichts für die Woche in der Ambulanz. Das würde mich ja noch richtig ärgern! *g*
(Und es geht positiv weiter: Mein “alter” Praktikumsverantwortlicher hat mich beiseite genommen und mir mitgeteilt, dass sowohl er als auch der anästhesiologische Chefarzt nichts dagegen hätten, wenn ich ab und zu mal Lust hätte, nen Tag zum Intubieren und Zugänge legen vorbeizukommen. Ich solle dann nur nen Tag vorher per Mail bescheidsagen, und bezahlen müsste ich dafür natürlich auch nicht. Cool! Das Angebot werd ich sicher gerne annehmen und freu mich schon drauf.)
Übrigens: Gestern kam die Einladung meiner Schule zum zweiten Unterrichtsblock. : )
Ich freu mich schon total, die ganzen Leute wiederzusehen (von den beiden Rettungsrambos mal abgesehen) und bin gespannt, wie der zweite, praxisorientierte Block so sein wird. Ist ja schon nächste Woche.
Unfassbar, dass das erste Jahr meiner Ausbildung fast rum ist. Es kommt mir vor, als hätte ich den Ausbildungvertrag erst gestern unterschrieben…
Man möchte brechen. 23/02/2010
Posted by Hermione in Krankenhaus, misc, Notaufnahme, Praktika.11 comments
Oder weglaufen. Das wär ich heute tatsächlich ein paar Mal gerne. Auf dem Weg vom Labor einfach rechts abbiegen und zurück in die Anästhesie… Hab ich leider nicht getan.
Stattdessen hab ich mich den ganzen Tag abwechselnd gelangweilt und zu Tode geärgert. -.-
Die meisten Mitarbeiter in der Ambulanz scheinen ja ganz nett zu sein, aber um mit ihnen rumzualbern kenn ich sie nicht gut genug (da vermiss ich doch die vielen lustigen Momente der letzten Monate doppelt so stark!), und die eine sehr unfreundliche Person reißt echt alles rum. Ich war lang nicht mehr (ich möchte fast sagen: noch nie) so sehr von einer einzigen Person angepisst wie jetzt. Noch nicht einmal in meinem “alten” Krankenhaus von Schwester Schraube, und die war ja schon der Horror.
Ob das wohl die Stutenbissigkeit ist, vor der eine der jungen Anästhesistinnen mich vor kurzem noch gewarnt hat? Jedenfalls ist diese Schwester nur zu weiblichen Personen so verdammt unfreundlich, zu den Jungs ist sie übertrieben freundlich. Gnaa. Hey, immerhin scheint es dann nicht explizit an mir zu liegen. *kicher*
Nein, ich bin wirklich genervt, ich hab keinen Bock mehr und war heute schon ein paar Mal kurz davor, meine Tasche zu schnappen und zu gehen. Ernsthaft.
Ich mag es nicht, behandelt zu werden als sei ich geistig minderbemittelt.
Ja, ich bin nur die Praktikantin, und ja, ich bin erst den zweiten Tag in der Ambulanz und hab noch nicht so richtig nen Überblick über alles gewonnen. Trotzdem bin ich nicht blöd.
Ich kann verdammt gut Zugänge legen, Blutabnehmen ist auch kein Problem (auch wenn eine gewisse Person vielleicht den Eindruck hat, nur weil ich gefragt habe welcher Sticker auf welches Röhrchen kommt – woher soll ich das denn auch wissen, verdammt!?), 12-Kanal-EKGs schreiben kann ich im Schlaf und wie man Blutdruck misst, muss mir auch nicht mehr erklärt werden (sie hat mich da tatsächlich vorm Patienten und seinen Angehörigen in einem unmöglichen Tonfall korrigiert, obwohl ich das nun wirklich schon seit fast zehn Jahren kann und da bis jetzt noch nie jemand was zu meckern hatte…).
Nein, bitte: Es gibt keinen Grund, mich zu behandeln wie einen durchgedrehten Ersthelfer, der mit rostigem Taschenmesser und Kugelschreiber eine Koniotomie durchführen will. *g*
Ich weiß was ich kann und das tu ich dann auch, und wenn ich was nicht kann oder mir nicht sicher bin, dann frag ich nach.
Aber auch das ist falsch. Wie bereits erwähnt, ich bin erst den zweiten Tag da. Wenn ich frage, wo ich etwas finde, ist ein patziges “Da, wo es immer liegt!” vielleicht nicht die hilfreichste aller möglichen Antworten. Und wenn ich sicherheitshalber nochmal nachfrage, ob ich beim Patienten XY schonmal Blut abnehmen soll, wäre es vielleicht freundlicher, einfach nur “Ja, bitte!“ zu antworten als genervt die Augen zu verdrehen und “Dafür hab ich Dir doch gesagt, dass Du mitgehen sollst” zu motzen.
Auch das klärende Gespräch, das ich am späten Nachmittag mit ihr gesucht habe, hat nicht viel gebracht – außer dass ich hinterher noch genervter war und ihr am liebsten Desinfektionsmittel in die Augen gesprüht hätte… Nicht falsch verstehen, ich bin wirklich ein friedliebender Mensch und ich versuche auch soweit es geht, mit allen Kollegen gut klarzukommen. Aber mit dieser einen Person geht es leider echt nicht, und das Problem liegt nicht auf meiner Seite.
Meine Konsequenz wird sein, dass ich ihr in den nächsten drei Tagen so gut es geht aus dem Weg gehen werde und mich schon auf das Ende meines Praktikums freue. Ich zähle quasi schon die Stunden. Schade.
Hm tja. 22/02/2010
Posted by Hermione in misc, Notaufnahme, Praktika.7 comments
Was soll ich sagen? Der heutige Tag war einfach nur blöd. : (
Es fing schon morgens damit an, dass die Tante in der Kleiderkammer mir unterstellen wollte, dass ich sie anlüge, um an Krankenhauskleidung ranzukommen. Die war echt durch nichts zu überzeugen, hat sogar im Krankenhaus rumtelefoniert um sich zu vergewissern, dass ich eine Betrügerin bin. -.-
Der Tante am Telefon durfte ich mich dann auch kurz vorstellen, und als ich sagte dass ich Praktikantin bin, riss die Kleidertante mir den Hörer aus der Hand und sagte zur Telefontante “Na, wenn die das mal gleich gesagt hätte dass die ne Praktikantin ist!” – ähm, das hab ich ja nur ungefähr dreizehn mal erwähnt.
So startet man schonmal schön genervt in den Tag… In der Ambulanz selber war recht wenig los und ich hab mich eigentlich den ganzen Tag nur gelangweilt. Ein paarmal durfte ich Blut abnehmen und Zugänge legen, aber dazwischen hab ich nur rumgesessen und mich geärgert, dass ich mir kein Buch mitgenommen habe. Morgen nehm ich mir auf jeden Fall ein Fachbuch mit, um die wahnsinnigen Wartepausen irgendwie sinnvoll zu überbrücken. Und meinen eigenen Stauschlauch (ne liebe Freundin und Ex-Krankenschwester hat mir ihren vermacht) werd ich auch mitnehmen, dort gibts nämlich leider in keinem Raum einen und ich müsste jedesmal jemanden um seinen bitten. Wie blöd ist das denn?
Hm tja. Mal schaun, vielleicht sieht das alles morgen schon wieder anders aus und ich leb mich da doch noch ein.
Meine Praktika in Stichworten 24/08/2009
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Hier gehts mal um die ganzen Kleinigkeiten, die bis jetzt wohl eher unter den Tisch gefallen sind, die ich aber trotzdem erwähnenswert finde.
Krankenhaus – Ein (fast) ganz normaler Arbeitsplatz
Notaufnahme – kann auch mal langweilig sein
Professionelles Auftreten – in irrsinnig komischen Situationen: tatsächlich möglich! *stolz*
Patienten - wer am lautesten jammert, ist am wenigsten verletzt
Patienten – besitzen manchmal keinen gesunden Menschenverstand
Schwestern/Pfleger - verdienen höchsten Respekt für ihre Arbeit (!)
Ärzte – sind auch nur Menschen
Ärzte – sind größtenteils weniger hierarchieversessen als manche Oberschwestern ; )
Intensivstation – ist auch gar nicht so dramatisch
MRSA – wer hat’s denn nicht? *g*
Schweinegrippe – lasst mich bloß in Ruhe mit eurem Hype!
Mundschutz – ganz schön heiß drunter
Vollschutz – sieht ganz schön behämmert aus *g*
Handschuhe – streben nach der Weltherrschaft
Handschuhe – man kann nie genug dabeihaben
Patienten waschen – doch nicht so schlimm wie gedacht
Bettpfannen entfernen – tatsächlich nicht mein Fall
Blutdruckmessen – hat mir tatsächlich Hornhaut an der rechten Hand beschert xD
EKG – gar nicht so kompliziert wie befüchtet
Crocs – sind eigentlich doch ganz cool
Blutabnehmen/Zugänge legen – ich würde sogar dafür Geld bezahlen, das tun zu dürfen! : D
Rettungswagen – riesige Dinger sind das! *lach*
Hämatome - jetzt fester Bestandteil meines rechten Oberschenkels
Schlaf - wird überbewertet ; )
Übergewichtige Patienten – wohnen natürlich im obersten Stockwerk eines Altbaus ohne Aufzug und können nicht laufen
Die Polizei – Dein Freund und Helfer : )
Nervigstes Geräusch ever – warum ist die Deckenhöhe sämtlicher RTW-Einfahrten der Welt so niedrig, dass die Antennen schleifen?
Mittagessen – kann man auch in 20 Sekunden. xD
Kaffee – Lebenselixier. Punkt.
Kaffee - wirkt auch kalt
…to be continued
Z.n. Tellerspülen 12/07/2009
Posted by Hermione in Alltag, Krankenhaus, Notaufnahme.add a comment
So, leider doch nicht so simpel wie ich gehofft hatte. : (
Die beiden tiefsten Schnittwunden auf meinem Handrücken wurden mit insgesamt 5 Stichen genäht – aber leider hat der Scheißteller es geschafft, mir die Strecksehne des Ringfingers einmal längs aufzuschlitzen. Morgen früh gehts zum Handchirurgen…
Das Positive: Ich konnte mir meine Sehne durch das kleine Fensterchen, das ich mir in die Hand geschnitten hab, ansehen. Cool! : )
Das Negative: Ich bin vorerst eine Woche arbeitsunfähig – sollte sich das verlängern, kann ich meinen Zeitplan nicht mehr einhalten. Eine Woche Verzögerung wäre gerade noch drin, wenn’s mehr wird, verschiebt sich auch mein Rettungswachenpraktikum nach hinten… Und damit dann auch mein RS-Abschlusslehrgang.
Ich bin grad mal vorm Haus, mir die Wut aus dem Leib schreien. Bis später… -.-
Bin mal eben auf dem Weg in die Notaufnahme… 12/07/2009
Posted by Hermione in Alltag, Krankenhaus, Notaufnahme.add a comment
…hab mich nämlich grad beim Tellerwaschen verletzt, diverse Wunden auf meinem Handrücken müssen wohl genäht werden. xD
Ich berichte genauestens nach meiner Rückkehr xD
Nachschlag 10/07/2009
Posted by Hermione in Krankenhaus, Notaufnahme, Praktika.add a comment
Die letzten Tage waren richtig gut. Viel zu tun, und vieles durfte ich auch selbst machen.
Ich bin endlich dazu gekommen, einem Patienten eine Kanüle in die Vene zu rammen. xD
Und der Patient hat es gut überstanden, er hat mich sogar gelobt wie sicher und souverän ich zugestochen hätte. Schön schön, das war mal ein ordentlicher Push für’s Selbstbewusstsein. : )
Zwar hab ich es nur dieses eine Mal gemacht, aber die Scheu ist jetzt komplett weg – soooo kompliziert ist das ja gar nicht. Gut, mein Patient hatte wirklich kooperative Venen, aber ich hoffe dass ich mit ein bisschen Übung (die ich hoffentlich in den nächsten zwei Wochen auf der Intensivstation erlangen kann) auch schwierigeren Kandidaten ne Viggo legen kann.
Und auch sonst gab’s viele interessante Fälle. Neben dem gefühlt 5497754548. geschriebenem EKG habe ich in den letzten Tagen auch eine Infusion nach der anderen vorbereitet und angeschlossen. Und das, ohne nach dem Entfernen der Mandrin ein Blutbad anzurichten! xD
Letzte Woche hatten wir auch einen Patienten, der beim Sex mit thorakalem Schmerz zusammengebrochen ist. Als die Ärztin am Ende der Untersuchung noch seine Leistenpulse tasten wollte, öffnete er seine Jeans mit den Worten “Ich trag aber keine Unterwäsche”. Und ich bin nicht vor Lachen zusammengebrochen, sondern habe einen äußerst professionellen Gesichtsausdruck hinbekommen – zumindest, solange ich noch im internistischen Untersuchungsraum war.
Der Patient hatte übrigens keinen Herzinfarkt oder etwas ähnlich Schlimmes, also kein Grund wegen des Grinsens ein schlechtes Gewissen zu bekommen…
Außerdem haben mir drei Patienten noch einmal vor Augen gehalten, wie wichtig es ist eine Patientenverfügung zu verfassen. Sobald ich in den nächsten Tagen ein bisschen Zeit habe, werde ich recherchieren, was da am Besten alles reinmuss und wie ich meinen Willen eindeutig formulieren kann. Auch wenn ich Demenzkranken und Apallikern das Recht zu Leben keinesfalls absprechen möchte, muss ich doch für mich selbst klar sagen dass ich unter keinen Umständen “so enden” will oder möchte, dass in diesem Zustand bei mir lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen werden.
Mein letzter Arbeitstag mit Sr. Schraube heute (ähm, gestern…) war übrigens ganz entspannt. Ich hab einfach erledigt, was so an halbwegs medizinischem Kram anfiel und hab sie gar nicht erst in die Situation gebracht mir irgendwelche dämlichen Aufgaben zuteilen zu können. Und ja, ich freu mich sehr darüber, dass unsere Wege sich trennen. ; )
Wie sagt man so schön? Wenn ich jetzt schlafen gehe, kann ich noch ganze 3 Stunden und 40 Minuten schlafen.
Gute Nacht!
Affinität. 09/07/2009
Posted by Hermione in Krankenhaus, misc, Notaufnahme, Praktika.add a comment
Mein rechtes Schienbein und die Sauerstoffflasche. Ein Drama in drei Akten. Die Mutter aller Hämatome. Schmerz.
Keine Ahnung, was da los ist, aber wenn man es innerhalb einer Woche dreimal schafft, sich die Sauerstoffflasche gegen exakt dieselbe Stelle zu knallen, muss es entweder unglaubliche Ungeschicktheit oder schlicht Schicksal sein.
Halbzeit. 09/07/2009
Posted by Hermione in Krankenhaus, Notaufnahme, Praktika.add a comment
Sodele, die erste Hälfte meines Klinikpraktikums liegt nun hinter mir.
Ich wollte gar nicht gehen, als ich Feierabend hatte… Schade, dass ich nicht länger in der Notaufnahme bleiben kann, ich hab mich dort richtig eingelebt in den letzten zwei Wochen. : )
Ebenso liegt auch die Zeit des Ausschlafens erstmal hinter mir. Ab morgen hab ich nicht mehr Zwischen-, sondern Frühdienst. Und der fängt um 6.20Uhr an. Ja genau, um sechs Uhr zwanzig. Für mich bedeutet das, dass mein Wecker um kurz nach 4 klingelt. Für meinen Kaffeekonsum bedeutet das, dass er sich etwa verdreifachen wird. xD







