Morgens halb drei in Deutschland 03/06/2012
Posted by Hermione in Rettungswache, WTF.Tags: bekloppt, Nacht, Rettungsdienst
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Was in aller Welt ist nur mit dieser Uhrzeit los? ; )
Halb drei ist ein super Zeitpunkt, zu beschließen, dass die seit vier Tagen andauernden Bauchschmerzen doch mal lieber untersucht werden sollten. Halb drei ist außerdem der richtige Zeitpunkt für den Körper, jeglichen Widerstand gegen den steigenden Blutalkoholpegel aufzugeben und der Schwerkraft ihren Lauf zu lassen.
Es gibt keinen besseren Moment als halb drei morgens, um sich mit seinem Nachbarn zu prügeln, besonders, wenn es um so ein brisantes Thema wie “Du hast mir meine Zigaretten weggenommen!” geht.
Diese Stadt ist verhext. Es gibt immer einen Einsatz um halb drei, und es ist immer etwas total beklopptes, eigentlich überflüssiges, oder etwas, das locker noch bis zur regulären Sprechstunde des Hausarztes am nächsten Werktag hätte warten können.
Ich geb mir ja Mühe, sowas dann aus Patientensicht zu sehen. Starke Schmerzen sind beunruhigend; wenn der beste Freund vom Barhocker gen Kneipenboden segelt, macht man sich natürlich Sorgen; und wenn … nein, für irgendwelche Prügeleien hab ich ehrlich gesagt kein Verständnis. ; )
Habt ihr auch eine verhexte Uhrzeit, zu der ihr immer zu einem Kopfschütteleinsatz gerufen werdet? Oder liegt es womöglich doch an mir?
(Pulskon)trolle! 02/06/2012
Posted by Hermione in Rettungswache, WTF.Tags: Pettigrew, Puls, Rettungsdienst, Sinusryhtmus, WTF
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Ein WTF aus dem Hause Pettigrew. : D
Das Weltrettungsteam setzt sich zusammen aus Harry (ja, Potter! *g*) und mir, als Praktikant haben wir (Überraschung!) Pettigrew dabei.
“Das gibt jetzt mal keinen Pieks…” 25/05/2012
Posted by Hermione in Rettungswache, WTF.Tags: Angst, Blutzucker, Rettungsdienst
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Wollen wir nen Running Gag draus machen? Ratet mal die Uhrzeit …
Japp, wieder mal nachts um halb drei. Irgendwas stimmt nicht mit dieser Tageszeit. Haltet euch um diese Zeit besser von allem fern. Wer weiß, was euch sonst passieren könnte. ; )
Unser Patient gehört zu der Gruppe Mensch, die Samstagnacht in der Kneipe vom beinahe Stuhl kippen. Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt. Wir sind auch davon ausgegangen, dass er nen höheren Blutalkoholgehalt hat als unser Lieblingspraktikant Pettigrew IQ …
… hat er aber nicht. Der Gute ist nahezu nüchtern, ich würde seinen Zustand noch nicht einmal als “leicht angetrunken” bezeichnen.
Also mal nachgefragt, wie’s dazu gekommen ist. Er weiß es nicht. Während wir seinen Blutdruck messen und das Pulsoxy an seinen Finger klemmen, erzählen seine Freunde uns, dass er auf einmal total blass wurde und angefangen hat, zu zittern.
Der geneigte Retter schließt an dieser Stelle dann eine mögliche Hypoglykämie in den Kreis der möglichen Diagnosen mit ein, und möchte gern den Blutzuckerwert erfahren. Wir wollen das auch. Also nehm ich mir unser BZ-Messgerät und informier den Patienten darüber, dass ich gern seinen Blutzucker messen möchte, und ihn dafür ein bisschen pieksen müsste.
Unser Patient ist da aber anderer Meinung. Ich habe selten jemand so panisch und abwehrend reagieren erlebt, wenn es um den BZ ging.
Klar, angenehm ist es jetzt nicht unbedingt, aber es ist auch kein Schmerz, der einem den Verstand raubt.
Also nochmal behutsam erklärt, dass es nur kurz und leicht wehtut, und ebenso behutsam erklärt, warum es gerade wichtig ist, dass wir seinen Blutzuckerwert kennen. Kein Einsehen. Mein sehr einfühlsamer, sehr verständnisvoller Kollege versucht sein Glück. Ohne Erfolg.
Patient brüllt immer noch vor Angst, als das NEF eintrifft. Notarzt und Assistent müssen in dem Moment wirklich davon ausgehen, dass wir unseren Patienten im RTW zu Tode foltern … Nicht, dass man uns sowas zutrauen müsste. ; )
Die beiden versuchen es dann auch mal, mit dem Erfolg, dass der Patient sich nun auch noch weigert, mit ins Krankenhaus zu kommen, aus Angst, dass man ihm dort den BZ misst, ihm sonstwie Blut abnimmt oder ihm sogar nen Zugang legt.
Tja, jetzt werden wir nie erfahren, welche Ursache sein Beinahezusammenbruch hatte.
(Habt ihr auch so große Angst vor Nadeln?)
Das untere Ende der Skala … 24/05/2012
Posted by Hermione in Praktika, Rettungswache, WTF.Tags: Inkompetenz, Pettigrew, Praktikant, Rettungsdienst
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… und zwar jeder Skala, die man sich nur vorstellen kann.
Ich habe ja schon über unseren Praktikanten getwittert. Er hat jetzt im zweiten Anlauf mit Ach und Krach die Rettungssanitäterprüfung bestanden. Leider.
Ich bin wirklich kein missgünstiger Mensch, aber allein die Vorstellung, dass Peter Pettigrew mal aus dem RTW steigt, wenn ich, ein Familienmitglied, ein Freund oder sonst ein unschuldiger Mensch in Not ist, lässt mir vor Grauen die Nackenhaare zu Berge stehen.
Bevor er bei uns gelandet ist, wurde er bereits von zwei anderen Hilfsorganisationen nach kurzer Zeit hinauskomplimentiert, und ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass er es bei uns noch lange macht.
Sozialkompetenz, gesunder Menschenverstand, realistische Selbsteinschätzung? Fehlanzeige.
Ich bin ja eigentlich auch ein Freund von “Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit“, aber es gibt Momente im Rettungsdienst, da ist das absolut kontraindiziert.
Wenn man auch nach einem halben Jahr noch absolut null Überblick über den Notfallrucksack hat, dann ist das scheiße. Jeder normale Mensch würde sich in einer ruhigen Minute (und die gibt es ja durchaus) mal mit dem Ding hinsetzen und versuchen, sich einzuprägen, in welcher Tasche was zu finden ist. Allein schon durch das Checken bei Dienstbeginn müsste man doch im Laufe der Zeit mitbekommen, wo sich das verdammte Laryngoskop versteckt. Kann doch nicht sein, dass der im Einsatz erst anfängt, zu suchen …
Und dann beschwert er sich ernsthaft darüber, dass wir ihn nur noch zugucken lassen.
Ja, es gab schon so einige Gespräche. Er ist dann auch immer ganz einsichtig und gibt sich für ein paar Stunden richtig Mühe. Den berühmten Satz “Er war stets bemüht” könnte man ihm aber nicht ins Zeugnis schreiben. Dafür reicht es nicht.
Betrachtet dies als kleinen Einleitungsartikel, denn über den Kollegen Pettigrew werde ich noch viel erzählen … Ich habe bereits einige Artikel “auf Halde”.
Geschützt: Tablettenintox I 23/05/2012
Posted by Hermione in Praktika, Rettungswache.Tags: Intoxikation, Notarzt, Rettungsdienst, Suizid, Tabletten
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“Das hab ich ja noch nie gehört!” 29/03/2012
Posted by Hermione in Rettungswache, WTF.Tags: Diabetes, Glukagon, Glukose, Hypoglykämie, Notarzt
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Die seltsamsten Sachen erlebt man nachts. Schon komisch.
Umreißen wir einmal kurz die Situation:
Patient, mittelalt, Diabetiker. Hypoglykämie, aber keine neue Highscore (bzw Lowscore): Ehefrau hat dem Patienten bereits subkutan Glukagon gegeben.
Rot-weißer Partybus … 28/03/2012
Posted by Hermione in Rettungswache, WTF.Tags: Alkohol, Partybus, Rettungswagen
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… SCHALALA-LA-LA!
So oder so ähnlich muss unsere Lieblings-HiLoPe gedacht haben, als sie neulich Nacht (wann sonst) unseren Pflasterlaster sah.
Steigt ein, sieht sich kurz schwankend um, deutet auf die Schubladen und verkündet lautstark (und lallend):
“Ich nehm ein Bier.”

"Inner Life of a Bottle", Tobi 87, CC-BY-SA (Wikimedia Commons)
(Bier gabs dann leider nicht, aber ne Stadtrundfahrt ins Krankenhaus zwecks Kopfplatzwundenversorgung.)
Blaulichttaxi 21/03/2012
Posted by Hermione in Rettungswache, so bitte nicht, WTF.Tags: betrunken, Kneipe, Rettungsdienst, Taxi
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Dass manche Menschen eine etwas seltsame Vorstellung von den Aufgaben des Rettungsdienstes haben, ist ja nix Neues.
Es gibt aber Exemplare, die toppen wirklich alles …
Mein Wochenende in Fotos 18/03/2012
Posted by Hermione in Alltag, Kaffee, misc, Rettungswache.Tags: Fotos, Frühling, Kaffee, Rettungsdienst, Wochenende
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…und Tweets.
Wobei Wochenende jetzt nicht unbedingt mit “hurra, Freizeit!” gleichzusetzen ist… Naja.
Drei Tage, vier Fotos, sieben Tweets. : )
Z.n. 24h-Dienst 14/03/2012
Posted by Hermione in learn from my fail, Rettungswache, WTF.Tags: müde, Melder, Nyan Cat, Rettungsdienst
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Anders kann ich es mir auch nicht erklären.
Aber fangen wir doch von vorne an …







