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Fehlinformiert? 02/11/2010

Posted by Hermione in Ferienlager, misc, WTF.
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Einer der skurrilsten Momente im Ferienlager…

Wir haben von jedem Kind eine sehr ausführliche Elterninformation vorliegen, in denen Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente, Telefonnummer vom Haus- bzw Kinderarzt usw. drinstehen.
Also wirklich sehr ausführlich.

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Insulin 23/10/2010

Posted by Hermione in Ferienlager, misc, WTF.
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Gehört ihr auch zu den Menschen, die immer irgendwas zu Hause vergessen, wenn sie wegfahren?
Als ich ins Ferienlager gefahren bin, hab ich jede Menge relativ wichtige Sachen nicht mitgenommen. Bei einem längeren Zwischenstopp an einem großen Bahnhof in einer großen Stadt hatte ich immerhin die Gelegenheit, mir Duschgel und eine neue Zahnbürste zu kaufen.
Im Ferienlager angekommen, war dann eine meiner ersten Handlungen, jemanden aus dem Küchenteam darum zu bitten, mir in der nächstgelegenen Stadt ein Handtuch zu kaufen.

Mit anderen Worten: Ja, auch ich bin echt schusselig, wenn’s um’s Kofferpacken geht.

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Z.n. Freizeitpark 23/09/2010

Posted by Hermione in Alltag, Ferienlager, misc.
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Rollercoaster of Love

Image by Thomas Hawk via Flickr

Was für ein Feriencamp wären wir gewesen, wenn wir mit unseren Kids nicht auch in so einen Bespaßungspark gefahren wären?

Freizeitparks sind toll!

Ja, die Fahrgeschäfte sind auch ganz nett, aber wirklich klasse sind die Erste Hilfe-Stationen, die es auf dem ganzen Parkgelände gibt und auf die ich unsere kleinen, verletzungsgefährdeten Monster abwälzen konnte. *fies grins*
Wobei es ja schon Momente gab… Wenn ein Betreuer mich vor einer Hüpfburg fragt, ob ich mal ein Coolpack für nen umgeknickten Teilnehmer hab, dann frag ich mich, ob der noch alle Tassen im Schrank hat.
Natürlich, sowas trag ich doch immer in der Hosentasche mit mir rum! ; )

Weil auf unsere wohlerzogenen Kinder ja Verlass war, und sie sich alle brav in Dreiergruppen übers Gelände bewegt haben, konnten wir den Tag im Freizeitpark auch genießen.
Ich zum Beispiel habe zusammen mit unseren beiden Animateuren eine todesmutige Tour über sämtliche Achterbahnen gemacht; wir sind dabei bis an unsere Grenzen (und darüber hinaus…) gegangen.

Als wir uns dann alle gemeinsam wieder am Treffpunkt versammelt haben, ging es uns dreien richtig schlecht… *g*
Ich hab dort dann relativ schnell festgestellt, dass es doch besser wär wenn ich mich freiwillig hinsetze, bevor der Boden von selber näher kommt, und hab mich elegant neben die leichenblasse, wimmernde Animateurin auf den Boden gesetzt.

Während wir gemeinsam darauf warteten, dass die Welt endlich aufhört sich zu drehen, sah ich aus dem Augenwinkel jemanden in leuchtroter Kleidung auf mich zukommen.
Und genau in dem Moment, als ich lügen sagen wollte “Mir gehts gut, ich brauch keine Hilfe!”, wurde ich mit einem freundlichen “Na, ihr seid ja auch hier!” begrüßt. Einige verwirrte Sekunden später erkannte ich ihn dann als ‘unseren’ Rettungsassistenten wieder. Wie klein die Welt doch ist. : )

Ein Glück, dass ich die Klappe gehalten hab. Wie blöd ist das denn, wenn Du einen Bekannten begrüßen willst und er Dir mit “Ich brauch keine Hilfe!” ins Wort fällt. xD

Wespengift 19/09/2010

Posted by Hermione in Alltag, Ferienlager, misc.
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Tja, und dann war da noch der Junge, der wirklich allergisch war.
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“Hier ist Dein Schild!” 17/09/2010

Posted by Hermione in Alltag, Ferienlager, misc, WTF.
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Ohne Witz, diesen Satz hätte ich mir für’s Sommerlager auf ein T-Shirt drucken lassen sollen.
Es hätte sich echt gelohnt.

Ich hab ja bereits erwähnt, dass manche Betreuer nicht die ganz großen Leuchten waren, und dass viele ihre Teilnehmer wegen Kopfschmerzen zu mir geschickt haben (die ich dann, nachdem ich nen Sonnenstich weitgehend ausschließen konnte, wieder weggeschickt hab). Schmerzmittelchen gab’s bei mir nämlich natürlich nicht, auch wenn ich oft danach gefragt wurde. Wer Glück hatte, dem hatten die Eltern was mitgegeben, das er dann nehmen konnte. Wenn nicht: Pech gehabt. ; )

Das Schild in der Kategorie “Hast Du nicht ein Mittelchen gegen…” hat sich nun ganz klar der Betreuer verdient, der mit seinem Kopfschmerzkind zusammen bei mir war, und auf mein “Nein, ich geb Dir keine Medikamente!” diskutieren wollte und geantwortet hat (ja, der Betreuer, nicht das Kind!):

“Aber in der Apotheke kann man das ja auch einfach so kaufen.”

Danke, Du Idiot. Hier ist Dein Schild.

Wenn ein Achtjähriger nicht einsehen will, dass ich keine lustigen, apothekenpflichtigen Sachen unters Volk bringe – eine Sache. Wenn ein Neunzehnjähriger da in Anwesenheit des Kindes anfängt zu diskutieren – head->desk

Best of “Erste Hilfe-Workshop” 05/09/2010

Posted by Hermione in Ferienlager, misc, so bitte nicht, WTF.
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Zu den wirklich coolen Momenten im Sommerlager zählten die einstündigen Erste Hilfe-Workshops, die jede Woche standardmäßig für die Kinder angeboten werden (so wünscht es sich die Chefreiseleitung) und an denen sie bei Interesse teilnehmen können.
Die Workshops hab ich zusammen mit einem der Betreuer gemacht, wir haben den Kindern ein paar altersgerechte Basics beigebracht und hatten alle jede Menge Spaß.

Die meisten Kinder, die dran teilgenommen haben, waren mit Begeisterung dabei und wollten gar nicht mehr aufhören, sich gegenseitig zuzupflastern, den Betreuer und mich in die Seitenlage zu bringen, uns mit Druckverbänden auszustatten, und, das kleine Highlight am Schluss des Workshops, uns den Blutdruck zu messen (bis uns fast die Arme abgestorben sind… xD). (Blutdruckmessen hat natürlich strenggenommen nix mit Erster Hilfe zu tun, aber bei einer kleinen Gruppe voller begeisterter Kinder bot es sich einfach an und wurde von den Kids auch dankbar aufgenommen)

Es gab aber auch in diesen Workshops regelmäßig kleine Spezialisten, die knuffige Sachen rausgehauen haben…

Wusstet ihr, dass man bei einer bewusstlosen Person ein Stück Kreide zücken und die Umrisse des Patienten auf den Boden malen soll? Nein? Ich weiß es auch erst seit diesem Sommer.

Damit ein bisschen verwandt ist die Idee, die bewusstlose Person mit einem Bettlaken zuzudecken (so wie im Fernsehn…)

Außerdem muss man einem blutenden oder bewusstlosen Patienten nicht helfen, wenn es sich um einen Dieb handelt. Den lässt man nämlich einfach sterben. Hat er nicht anders verdient. (Was das süße kleine Mädchen mir leider nicht erklären konnte, ist, wie man einen Dieb von einem Nichtdieb unterscheiden kann)
Was man allerdings auf jeden Fall tun muss, ist die Polizei zu rufen und den Dieb schon mal zu fesseln und ihm, wenn möglich, die Fingerabdrücke abnehmen.

Faszinierend fand ich die Idee, einer bewusstlosen Person Mund und Nase zuzuhalten, damit sie sich erschrickt und davon wieder aufwacht. Würd ich im wahren Leben trotzdem ungern ausprobieren. xD

Trotz allem muss ich aber sagen, dass die meisten Kinder echt gut Bescheid wussten, wie man einen Notruf richtig absetzt, und das auch in unseren kleinen Rollenspielen super hinbekommen haben! (Da kann sich sicher mancher Erwachsene ne fette Scheibe von abschneiden…)

Sommerlager in Zahlen 26/08/2010

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Zeit, mal mein Notizbüchlein durchzugehen und den Sommer zusammenzufassen. *g*

In den 5 Wochen habe ich 8 mal den Rettungsdienst gerufen,

4 mal jemand anders, davon 1 mal komplett überflüssigerweise.

Ich bin 6 mal mit dem RTW mit ins Krankenhaus gefahren

17 mal ohne RTW…

…habe ca 30 Stunden in der Notaufnahme gesessen

und 5 Nächte und 3 Tage in 2 verschiedenen Krankenhäusern verbracht.

Unsere Kinder hatten insgesamt etwa 2000 Mückenstiche,

1000 Bremsenstiche

und 23 Wespenstiche

davon 3 bei insgesamt 2 Kindern mit (richtiger *g*) Wespengiftallergie.

Die Kinder hatten Fieber von zusammengerechnet etwa 236,4°

den Rekord hält ein Mädchen mit 41,2°.

In meinem Medikamentenschrank lagerte Ritalin mit einem Schwarzmarktwert von insgesamt ca 5000€, *g*

3 verschiedene Psychopharmaka,

geschätzte 200 Schachteln Paracetamol,

geschätzte 200 Schachteln Loratadin & Cetirizin,

1 Packung Vitamintabletten (wtf??),

etwa 4 Liter Fenistil,

8 Liter Hustensaft,

2 Liter Antibiotikum

und 1 Ampulle Glukagon.

Wir hatten 5 Kinder mit V.a. Appendizitis,

davon bestätigte sich bei 3 Kindern der Verdacht.

4 Kinder haben es geschafft, sich Kreuzband, Innenband oder nen Meniskus zu reißen und damit ihren Urlaub vorzeitig beendet.

Es gab insgesamt bei den Kindern 7 Frakturen (am exotischsten war dabei die Patellafraktur),

etwa 400 Schürfwunden (meist am Knie)

und etwa 40 Holzsplitter (davon etwa 15 unter den Fingernägeln *autsch*)

Geschätzte 47269 mal wurde ich unnötig beim essen, schlafen oder duschen gestört… *g*

Es gab nach Einschätzung der Betreuer 14 sehr stark blutende Wunden,

davon bluteten 0 Wunden tatsächlich stark.

4 Kinder haben ins Zelt gekotzt,

1 Kind in eine Mülltonne.

Ich habe etwa 24 Liter Kamillentee gekocht

ca 300 mal ein Coolpack rausgegeben

und etwa 20 mal ein Hotpack.

Wir haben 6 Verbandkästen komplett ausgeschlachtet

und zusätzlich etwa 20 Verbandpäckchen

14 Mullbinden

12 sterile Wundauflagen

16 Packungen Pflaster-Strips

und 6 Steri-Strips verbraucht.

Unsere Mitarbeiter…

haben sich 8 mal tief in den Finger geschnitten

sich 1 mal ne Sepsis geholt

hatten 1 Salpingitis

1 Nephritis

und 1 mal ACS (das waren dann auch die wahrscheinlich längsten 6 Minuten meines Lebens)

Das war ein toller Sommer! : )

“Ich hab ne Wespengiftallergie” 24/08/2010

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Auch so ein schöner Satz, vor allem wenn man den von einem Kind hört, das gerade von einer Wespe gestochen wurde…

Also, was tun? Erste Frage (nachdem die Sachen von wegen “Bekommst Du gut Luft?” und so abgearbeitet waren): “Wo ist Dein Notfallset?”
Antwort: “Bei mir im Zelt.”

Ja, scheiße. Betreuer losgeschickt, schnell die Sachen zu holen. Kind kritisch beäugt, sicherheitshalber schon mal in Schocklage gebracht, Finger an der Radialis ruhenlassen “um nichts zu verpassen”, überlegt, jemanden ins Hauptgebäude zu schicken um den RD zu rufen (da hat man einmal sein Handy nicht dabei…) auf den Betreuer mit dem Notfallset gewartet und sich Sorgen gemacht.

Betreuer kommt an, reicht dem Kind das kleine, rote Täschchen – und was zieht die Göre aus der Tasche?

Fenistil Gel.

“Meine Mama hat gesagt, ich hab ne Wespengiftallergie und soll das immer draufschmieren, damit es nicht so rot wird.”

Wo ist die transportable Tischkante, wenn man sie braucht?

“Du musst mal GANZ SCHNELL mitkommen!” 22/08/2010

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Einer meiner Lieblingssätze. Hervorgepresst von einem atemlosen Betreuer, der einmal quer über das riesige Gelände gerannt ist, um mich zu holen. Große Panik. Großer Notfall.
Nein, genauere Infomationen, was eigentlich los ist, kann er mir nicht geben. Aber es ist furchtbar, und ich muss ganz dringend ganz schnell mitkommen.

Während ich dann mitgerannt bin, hab ich mich innerlich schon auf ne Rea, ne sprudelnde arterielle Blutung, oder frei umherliegendes Gedärm vorbereitet…

…und was war es letztendlich?

Nun, um es spannend zu machen, werde ich das erst in etwa 24 Stunden verraten.
Bis dahin dürft ihr gern in den Kommentaren mutmaßen, zu was für einem schrecklichen Notfall ; ) ich da gerufen wurde…

“Duhuuu, Ärztin…” 21/08/2010

Posted by Hermione in Alltag, Ferienlager, misc, WTF.
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Das ist der Satz, mit dem ich ungefähr zwanzig Mal am Tag angesprochen wurde. xD
Man merke: Acht- bis Zwölfjährige können mit dem Konzept “Sanitäter” anscheinend nicht viel anfangen.

Ein bisschen ungünstig waren nur die ganzen Situationen, in denen verletzte oder kranke Kinder mit ihren Eltern telefoniert haben, und Sätze gesagt haben wie “Die Ärztin hier hat gesagt, das ist nicht so schlimm” oder ähnliches. Je nach Krankheit/Verletzung hab ich dann kurz das Telefon an mich gerissen und die Eltern darüber aufgeklärt, dass ich kein Arzt bin – aber bei den ganzen Kleinigkeiten (Schürfwunden etc) war mir das ehrlich gesagt auch zu blöd. *g*

Einer meiner Favoriten war ein Mädchen, das nach dem Essen auf mich zukam und mich anspach mit dem Satz “Du bist doch einer der Ärzte hier?”.
Einfach nur goldig. Das Budget hat ja teilweise nicht mal für alle meine Verbandmaterialienwünsche gereicht (aber die Steri-Strips hab ich durchsetzen können, wenn auch nur deswegen, weil die sich damit die ganzen Krankenhausbesuche für Mitarbeiter (nicht für Kinder, natürlich!) mit Schnittverletzungen sparen konnten.), woher soll denn da ein Ärzteteam bezahlt werden? xD

Auch knuffig fand ich das grenzenlose Vertrauen in meine Kompetenz, das einige Kinder hatten.
So wurde ich zum Beispiel von ein paar Kindern zu irgendwelchen Gelenkschmerzen befragt, die sie ständig haben. Auf meine Antwort, dass sie das zuhause mal von nem Arzt angucken lassen sollen, meinten die nur “Wir waren schon bei mehreren Ärzten, aber die wissen auch nicht was das sein kann.”.
Süß, und ich mit meinem Röntgenblick stell dann die Diagnose. xD

Ein Junge hat mich auch gefragt, ob ich in meinem Sanzelt eigentlich auch “offene Brüche und tiefe Fleischwunden” versorgen kann. Muahaha.

Was mich allerdings echt genervt hat, waren die Betreuer, die bis zum Schluss nicht gecheckt haben, dass ich den Kindern keine Medikamente geben darf, und ihre Kinder mit Kopfschmerzen zu mir geschickt haben, damit ich denen “ein Mittelchen” gebe.

Näh. Is nich.  -.-

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