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HistYOLOgie Grundlagen: Gewebe 02/05/2016

Posted by Hermione in Hermione lernt..., HistYOLOgie, Lernen, Lernmarathon, Medizinstudium.
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Was ist denn überhaupt ein Gewebe?
Nun, es gibt wahnsinnig viele unterschiedliche Zellen im Körper, aber als Gewebe bezeichnet man einen Verband von Zellen, die gleich sind (man spricht da auch von “gleichartig differenziert”) – nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrer Funktion.

Gewebe kann man grob in vier Arten einteilen:
Epithelgewebe
Bindegewebe (das ist das Gewebe, dass in Frauenzeitschriften gerne gedisst wird) und Stützgewebe
Muskelgewebe
Nervengewebe

Gewebe können sich an veränderte Anforderungen anpassen.

Wir alle haben schonmal erlebt, wie unsere Muskeln wachsen, wenn wir mehr Sport machen. Die Anzahl der (Muskel)Zellen bleibt gleich, aber sie wachsen und das Gewebe (der Muskel) wird dadurch größer. Es ist also eine Vergrößerung des Gewebes durch Vergrößerung der einzelnen Zellen.
 Das bezeichnet man auch als Hypertrophie.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass ein Gewebe durch Zunahme der Zellzahl wächst. Das bezeichnet man dann als Hyperplasie.
Wenn wir zu wenig Jod zu uns nehmen, passiert das mit unserer Schilddrüse: sie wächst, weil die Anzahl der Zellen zunimmt. Die einzelnen Zellen hingegen bleiben normal groß.

Gewebe kann aber nicht nur größer, sondern auch kleiner werden. Das bezeichnet man als Atrophie.
Es gibt zwei Arten von Atrophie.

Wie wir sicher auch schon einmal erlebt haben, können unsere Muskeln auch wieder schrumpfen, wenn wir weniger Sport machen (oder uns überhaupt weniger bewegen, das betrifft vor allem auch Menschen, die nicht mehr aus dem Bett aufstehen können).
Wenn die Zellen kleiner werden, aber ihre Anzahl gleich bleibt, spricht man von zellulärer Atrophie.

Wenn das Gewebe kleiner wird, weil die Anzahl der Zellen abnimmt, spricht man von numerischer Atrophie.
Das passiert in den Gehirnen von Menschen, die an Alzheimer leiden. Die Nervenzellen in den Gehirnen sterben einfach, verschwinden, und sorgen dafür, dass die Betroffenen alles vergessen, sogar, wer sie sind.

Glücklicherweise haben unsere Gewebe die Fähigkeit zur Regeneration.
Das passiert in jeder Sekunde überall in unseren Körpern, wenn Zellen sterben, weil sie zu alt geworden sind. Der programmierte Zelltod (auch Apoptose genannt) ist wichtig, weil alte und kranke Zellen so durch neue Zellen ersetzt werden können.
Das bezeichnet man als physiologische Regeneration, und die können wir besonders gut an unserer Haut beobachten: wenn wir die alte Zellschicht runtergepeelt haben, wartet schon eine neue auf uns.

Es gibt auch eine pathologische Regeneration. Die findet statt, wenn wir uns verletzen. Die Wundheilung ist nichts anderes als der Ersatz von (durch Verletzungen) zerstörtem Gewebe durch neues. Manchmal heilen Wunden vollständig, dann behält das Gewebe seine ursprüngliche Funktion bei, und manchmal entstehen Narben als Ersatzgewebe ohne die ursprüngliche Funktion erfüllen zu können. Bei Hautverletzungen ist das schon nervig genug, aber wenn z.B. Zellen nach einem Herzinfarkt durch Narbengewebe ersetzt werden, kann das gefährlich sein.

Gewebe kann sich außerdem in ein ganz anderes umwandeln, wenn es andauernd (chemisch, mechanisch oder durch Entzündungen) gereizt wird. Das bezeichnet man als Metaplasie.
Bei Rauchern verändert sich so im Laufe der Zeit das Gewebe in den Bronchien der Lunge und kann die ursprüngliche Funktion nicht mehr erfüllen.

Wenn ein Gewebe sich nicht in ein anderes umwandelt, aber trotzdem Funktionen verliert, spricht man vom Degeneration.

Wir haben den programmierten Zelltod (die Apoptose) angesprochen, da müssen wir auch noch kurz erwähnen, dass es auch noch einen durch äußere Einflüsse (also nicht von der Zelle selbst ausgehend) verursachten Zelltod gibt, die sogenannte Nekrose. Googlet das bitte nur, wenn ihr nicht empfindlich seid.

So, das waren die Basics.
Jetzt können wir uns als nächstes dem Epithelgewebe zuwenden (aber erst nach der nächsten Maus).

Womit lern ich HistYOLOgie? 02/05/2016

Posted by Hermione in Bücher, HistYOLOgie, Lernen, Lernmarathon.
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Weiter gehts.
Mein Blutcoffeinspiegel ist wieder annähernd hoch und stabil genug, um sich meinem Lernthema zu widmen, und meine Motivation … reden wir nicht drüber. Es ist aber das vorletzte lange Wochenende vor der Klausur, also muss ich heute noch so viel wie möglich schaffen und am besten noch mehr. *g*

Weil schon auf Twitter gefragt wurde, mit welchem Buch ich da gerade lerne, es ist ein Endspurt-Skript:

Endspurt Vorklinik Histologie

(mehr …)

Blogparade: Ohne Apotheke*r fehlt dir was 02/05/2016

Posted by Hermione in blogosphere.
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Ohne Apotheke fehlt dir was. Blogparade by Pharmama

Pharmama ruft zur Blogparade auf, und natürlich bin ich dabei.
Es sind schon einige Artikel zusammengekommen, folgt ruhig mal den Links in den Kommentaren und Trackbacks.

Eigentlich hatte ich vor, in diesem Artikel über mein Betriebspraktikum zu berichten, dass ich damals in der 11. Klasse in einer Großstadtapotheke gemacht habe. Das war aber ehrlich gesagt keine so schöne Erfahrung, weil eine der Mitarbeiterinnen mich von Anfang an gefressen hatte (obwohl ich damals wirklich schüchtern und zurückhaltend war und ihr bestimmt nicht auf die Füße getreten bin), eine andere den ganzen Tag nur über alles und jeden meckerte und lästerte und der Apotheker selbst mir meine Fragen nicht beantworten wollte (die ich für meinen Praktikumsbericht beantwortet haben musste). Naja.

Schwamm drüber.

Das ist die einzige negative Erfahrung, die ich in meinem Leben je mit ner Apotheke gemacht hab, also kann ich es unter „Menschliche Differenzen“ abheften.

Die positiven Erfahrungen überwiegen, und darauf kommt es an.

Der freundliche Notdienstapotheker, der mir damals spätabends mein Medikament gab, weil mein Stressmagengeschwür doch schlimmer war als ich mir tagsüber einreden wollte.
Die unheimlich süße und knuffige Apothekerin in Hogsmeade, die sich offensichtlich jedes Gesicht merken kann, denn sie wusste dass Jamie und ich noch nie bei ihr waren, und schenkte jeder von uns einen schönen Kugelschreiber („Als Studentin muss man viel schreiben!“) nachdem sie Jamie ausführlich beraten hat und ihr das am besten geeignete Medikament raussuchte.
Der mit der Masse an unterschiedlichen Pillen, Kapseln und Tabletten überforderte Rentner, dem zur Not zwanzig Mal erklärt wird, dass bei dem neuen Medikament einfach nur die Schachtel anders aussieht als vorher, dem man die Medikamente in diese Morgens-Mittags-Abends-Packungen einsortiert, nen Medikamentenplan in Großschrift dazugibt und sagt, er könne jederzeit anrufen wenn er sich nicht mehr sicher ist wie er die Sachen nehmen muss.
Meine Lieblingsapotheke, die auch Tierarzneimittel hat und die mir, weil sie mich kannten, mal am Sonntag die Augentropfen für Herr Haustier netterweise so mitgegeben haben (und ich das Rezept am Montag nachreichen konnte), damit ich mit dem kleinen Kerl nicht erst in die Nachbarstadt zum Notdienst muss. DANKE!
Einmal habe ich für meinen Kollegen und ich ne Handvoll Bonbons und Traubenzucker geschenkt bekommen, als ich aus dem Krankenwagen schnell in die Apotheke gehüpft bin um das Rezept für unsere Patientin einzulösen, die leider nicht mehr so gut zu Fuß war.

Der Wahn, es immer billiger haben zu wollen und dabei möglichst an Personalkosten zu sparen, hat in unserem Gesundheitssystem schon genug angerichtet.
Das darf jetzt nicht auch noch wegen ein paar Euro, die man bei ner Versandapotheke vielleicht spart, dazu führen dass die Apotheken in unseren Städten wegsterben.

Thieme ist bei dir. 02/05/2016

Posted by Hermione in #medlife, Lernen, Medizinstudium.
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Heute mal ein kleiner, schneller Tipp.

Thieme hat diese unfassbar praktischen kleinen Notizbüchlein (ca DIN A6) im Sortiment. Die eignen sich wunderbar dazu, Formelsammlungen anzulegen, Molekülstrukturen zu katalogisieren, Vokabelsammlungen für Termi anzulegen, …

Kleine Notizbücher von Thieme

 

Ich hab inzwischen eins für jedes Fach und finde die ganz großartig. Sie wiegen so gut wie nix, sie passen perfekt in die Seitentasche meiner Rettungsdiensthose (praktisch, wenn man im Dienst lernen möchte, ohne den Block immer mit rumzuschleppen) oder meine Handtasche (wenn man auf Familienbesuchen mal ne Auszeit braucht) und ich kann Sachen, die ich mir überhaupt nicht merken kann, wieder und wieder reinschreiben bzw reinzeichnen – Seiten sind nämlich mehr als genug vorhanden.

Wo es die Schätzchen gibt?

Notizbuch anfordern unter studenten@thieme.de

Erster Tag HistYOLOgie. 01/05/2016

Posted by Hermione in HistYOLOgie, Lernen, Lernmarathon, Medizinstudium.
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Okay, ich hab nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe, aber immerhin den größten Teil.
Auch so ein Satz, den ich sehr oft sage und schreibe. xD

Mit den Grundlagen war ich schnell durch (Zytologie hab ich dabei mal übersprungen, das hab ich bei Prokrastinationsscheiße schon genug gebüffelt und werde es ein paar Tage vor der Prüfung nochmal grob wiederholen).
Die Epithelien haben recht lange gedauert. Was gibts da auch so ne Riesenauswahl von?
Morgen früh mach ich noch die Drüsenepithelien fertig, auf die hab ich heute wirklich keine Lust mehr, und dann kommen auch schon die Artikel zu den Basics und den Epithelien. Ist das nicht aufregend?

Als kleinen Vorgeschmack gibt’s ein neues Motivationsbildchen:

Das Leben ist wie ein mehrreihiges Plattenepithel: Alle Zellen berühren die Baselmembran, aber nicht alle erreichen die Oberfläche.

 

Oh nein, ich hätte vor Spoilern warnen sollen!

Episch wird Lernen übrigens mit diesem Soundtrack von Spotify (falls du auch zu den Menschen gehörst, die sich mit leiser Instrumentalmusik im Hintergrund besser konzentrieren können):

 

Lernt mit mir: HistYOLOgie 01/05/2016

Posted by Hermione in HistYOLOgie, Lernen, Lernmarathon, Medizinstudium.
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Die Wortspielkasse quillt bald echt über, wenn das so weiter geht.

Nachdem Prokrastinationsscheiße (hier im Blog und auf Twitter) so erfolgreich war (bezogen auf meine Motivation, meine Lernerfolge und mein Durchhaltevermögen) (und es haben auch einige mitgemacht und ihre eigenen Lernprojekte durchgezogen, toll!❤ ), versuche ich es jetzt noch einmal. Diesmal aber, verrückt verrückt, nicht erst zwei Tage, sondern etwas mehr als zwei Wochen vor der ersten Klausur.

Wie man am kreativen, hippen Namen erkennen kann, steht dieses Mal Histologie auf dem Plan.

Es wird möglicherweise wie auch schon bei der Prokastinationsscheiße ab und zu mehrere Beiträge am Tag geben, vor allem wohl in der heißen Phase. Hoffentlich fühlt ihr euch davon nicht allzu sehr gestört. Mich motiviert es halt, über meine Lernetappen zu berichten, weil es mich dazu zwingt, wirklich dranzubleiben.

Heute stehen die Grundlagen und die Epithelgewebe auf dem Plan, morgen kümmere ich mich um Bindegewebsarten.

Freut euch auf fabulöse Zeichnungen und viele, viele Kaffeepäuschen.
So ätzend, wie das jetzt möglicherweise klingt, ist das Fach gar nicht. Vielleicht kann ich euch ja dafür begeistern. Vielleicht kann ich ja sogar mich selbst dafür begeistern!

Rettungsmaedchen und Doktor ohne Doktor. 01/05/2016

Posted by Hermione in Blogempfehlungen am Mittwoch, blogosphere.
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Hallo zusammen!

Nachdem ich vor wenigen Wochen das Lernen damit prokrastiniert habe, meine Blogroll nach über vier Jahren endlich mal von den ganzen toten Blogs zu befreien, prokrastiniere ich heute damit, neue Blogs zu suchen und zu lesen.
Läuft bei mir! (Aber hey, Blogs lesen macht halt ein bisschen mehr Spaß als Histo zu lernen…)

Damit für jeden Geschmack was dabei ist, stelle ich euch heute einen Rettungsdienst- und einen Arztblog vor.

Das Rettungsmaedchen bloggt nicht nur über ihren Notfallsanitäter-Aufbaukurs, sondern auch so aus ihrem Rettungsdienst-Alltag. Der Blog ist erst wenige Monate alt, aber die Beiträge sind toll geschrieben und die Inhalte machen Lust auf mehr.
Schaut unbedingt mal vorbei, wenn ihr noch mehr Geschichten aus dem Rettungsdienst lesen wollt und die „üblichen Verdächtigen“ bereits durch habt!

Der Doktor ohne Doktor ist Hausarzt und bloggt (das werdet ihr jetzt nie erraten!) Geschichten aus dem Alltag einer Hausarztpraxis. [mind->blown]
Die Geschichten sind gut und nachvollziehbar geschrieben, kurzweilig, und ich hab gerade den halben Blog gefressen um den Drüsen zu entkommen, aber ich glaub auch ohne Histo im Nacken hätte ich das getan.
Für mich am tollsten: Die Erkenntnis, dass unsere „Schätzchen“ nicht nur im Rettungsdienst eine seltsame Anspruchshaltung haben und rund um die Uhr vollversorgt werden möchten, sondern auch bei ihren niedergelassenen Ärzten Zeit stehlen. Läuft!

Weitere Blogempfehlungen nehme ich natürlich auch gern entgegen und stelle mein neues Lesefutter hier dann in unregelmäßigen Abständen vor.:)

(Ja, ich weiß, dass heute nicht Mittwoch ist. YOLO!)

Ich habe Parasiten. 30/04/2016

Posted by Hermione in #medlife, Ich habe Parasiten, Lernen, Medizinstudium.
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Das ist ein Satz, den ich in letzter Zeit sehr häufig sage.

Jamie ebenfalls. Nein, der Ravenclawturm ist nicht ganz so schlimm befallen. Das ein oder andere Krabbelvieh gibts durchaus mal, aber in unseren Körpern haben sie sich bis jetzt noch nicht eingenistet. *toi toi toi*

Nein, es liegt an unserem neuen Lieblingsspiel.

Die Firma Weltquartett hat dieses wunderbare Seuchen-Quartett im Programm. Wir sind darüber gestolpert, als wir in der Medizin-Ecke des Fachbuchladens unseres Vertrauens stöberten, und dank unser „Heute wird gelebt!“-Einstellung an dem Tag hab ich es spontan adoptiert – zusammen mit einer Dualen Reihe und drei Endspurten, da ist es dann auf die 10€ mehr oder weniger auch nicht mehr angekommen.

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Schmeckt dir die Milch? 30/04/2016

Posted by Hermione in Medizinstudium, Rettungsdienst.
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Es gibt ja so gewisse Rettungsdienst-Anekdoten, die manche Retter öfter mal zum Besten geben.

Geschichten, die angeblich auf jeder Rettungswache mal passiert sind. Komisch, komisch.
Sehr beliebt ist die Story mit der jungen Patientin, die sich angeblich eine leere Weinflasche (wahlweise auch Wasser oder Bier, je nachdem wer das Märchen erzählt) eingeführt hat und sie dann durch das Vakuum (das bitte woher kommen soll??) nicht mehr alleine rausbekommen hat und den Rettungsdienst rufen musste.
Kompletter Schwachsinn.

Klar, Leute führen sich wirklich ALLES vaginal, rektal und (besonders gruselig) in die Harnröhre ein, kriegen das dann nicht raus, und rufen dann Feuerwehr oder Rettungsdienst und sorgen in Notaufnahmen und OPs für heitere Stimmung, aber das Muschivakuummärchen ist ne dumme Story, mit der in der Regel dienstältere Retter sich vor jüngeren, unerfahrenen Rettern brüsten wollen. Wo soll der halbe bis ganze Liter Luft denn hin? Ne Gebärmutter ist zwar ein kleines Muskelpaket, aber Luft aus Flaschen saugen gehört nicht zu ihren Aufgabengebieten.

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Lernwochenende 29/04/2016

Posted by Hermione in #medlife, Kaffee, Medizinstudium.
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Ich sterbe vor Lachen!

In den letzten zwei Tagen sind so viele lustige Sachen passiert (zumindest für mich), und ich kann einfach nicht darüber bloggen (zumindest nicht momentan).
Wie blöd man doch angeguckt wird, wenn man in der Öffentlichkeit lacht. Als wäre es was Unanständiges, gute Laune zu haben.

Endlich Wochenende!

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