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Nachschlag 10/07/2009

Posted by Hermione in Krankenhaus, Notaufnahme, Praktika.
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Die letzten Tage waren richtig gut. Viel zu tun, und vieles durfte ich auch selbst machen.

Ich bin endlich dazu gekommen, einem Patienten eine Kanüle in die Vene zu rammen. xD
Und der Patient hat es gut überstanden, er hat mich sogar gelobt wie sicher und souverän ich zugestochen hätte. Schön schön, das war mal ein ordentlicher Push für’s Selbstbewusstsein. : )

Zwar hab ich es nur dieses eine Mal gemacht, aber die Scheu ist jetzt komplett weg – soooo kompliziert ist das ja gar nicht. Gut, mein Patient hatte wirklich kooperative Venen, aber ich hoffe dass ich mit ein bisschen Übung (die ich hoffentlich in den nächsten zwei Wochen auf der Intensivstation erlangen kann) auch schwierigeren Kandidaten ne Viggo legen kann.

Und auch sonst gab’s viele interessante Fälle. Neben dem gefühlt 5497754548. geschriebenem EKG habe ich in den letzten Tagen auch eine Infusion nach der anderen vorbereitet und angeschlossen. Und das, ohne nach dem Entfernen der Mandrin ein Blutbad anzurichten! xD

Letzte Woche hatten wir auch einen Patienten, der beim Sex mit thorakalem Schmerz zusammengebrochen ist. Als die Ärztin am Ende der Untersuchung noch seine Leistenpulse tasten wollte, öffnete er seine Jeans mit den Worten „Ich trag aber keine Unterwäsche“. Und ich bin nicht vor Lachen zusammengebrochen, sondern habe einen äußerst professionellen Gesichtsausdruck hinbekommen – zumindest, solange ich noch im internistischen Untersuchungsraum war.
Der Patient hatte übrigens keinen Herzinfarkt oder etwas ähnlich Schlimmes, also kein Grund wegen des Grinsens ein schlechtes Gewissen zu bekommen…

Außerdem haben mir drei Patienten noch einmal vor Augen gehalten, wie wichtig es ist eine Patientenverfügung zu verfassen. Sobald ich in den nächsten Tagen ein bisschen Zeit habe, werde ich recherchieren, was da am Besten alles reinmuss und wie ich meinen Willen eindeutig formulieren kann. Auch wenn ich Apallikern das Recht zu Leben keinesfalls absprechen möchte, muss ich doch für mich selbst klar sagen dass ich unter keinen Umständen „so enden“ will oder möchte, dass in diesem Zustand bei mir lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen werden.

Mein letzter Arbeitstag mit Sr. Schraube heute (ähm, gestern…) war übrigens ganz entspannt. Ich hab einfach erledigt, was so an halbwegs medizinischem Kram anfiel und hab sie gar nicht erst in die Situation gebracht mir irgendwelche dämlichen Aufgaben zuteilen zu können. Und ja, ich freu mich sehr darüber, dass unsere Wege sich trennen. ; )

Wie sagt man so schön? Wenn ich jetzt schlafen gehe, kann ich noch ganze 3 Stunden und 40 Minuten schlafen.

Gute Nacht!

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