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Das böse Sch-Wort 17/09/2009

Posted by Hermione in Alltag, misc.
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Ich war zugegebenermaßen fasziniert, welche Auswirkungen die Sch…grippe auf die Arbeit für [größter deutscher Jugendreiseveranstalter] hatte.

Zuerst mal fand ich’s schon geil, dass das Wort an sich verboten war. Jeder Teamer (= Jugendreiseleiter), der das Sch-Wort vor den Teilnehmern gesagt hat, durfte sich direkt über eine Abmahnung freuen. Geilst. *lach*
(Nein, ich habe es auch dieses Jahr ohne Abmahnung wieder nach Hause geschafft, und das obwohl ich in einer Nacht wirklich ganz kurz davor war… xD)

Zwei weitere Neuerungen gab es, im Vergleich zu den vorherigen Sommern.

In jedem Hotel hatten wir mindestens ein Quarantänezimmer, um Teilnehmer mit Grippesymptomen isolieren zu können. Wie geil ist das denn? Quarantänezimmer, ich hab zuerst gedacht ich bin im falschen Film.
Wenn ich an dieser Stelle noch eine kleine Insiderinformation in die Welt hinausposaunen dürfte: Diese Quarantänezimmer erfreuten sich unter den Teamern großer Beliebtheit, vor allem wenn man ein wenig ungestört sein wollte. *hüstel*
(Teamer werden üblicherweise in Mehrbettzimmern untergebracht, da ist keine traute Zweisamkeit möglich)

Neben den Einzelzimmern für (potentielle) Sch-Wort-Patienten gab es gleich noch ein völlig neues Jobprofil: Krankenhausteamer. Die Aufgabe dieser Teamer war es, den ganzen Tag im Krankenhaus rumzuhängen und dort die Teilnehmer zu betreuen. Wie geil ist das denn? Als ich das erste Mal davon gehört hab, dachte ich, meine Kollegen wollen mich verarschen. Aber nein, diese Krankenhausteamer gab es wirklich – Gott sei Dank, bei all den kranken Teilnehmern. Es wäre wirklich nicht möglich gewesen, die kranken Teilis aus jeder Desti durch normale Teamer zu betreuen und nebenbei noch das normale Programm durchzuziehen.

Von meinen Teilnehmern sind natürlich auch total viele krank gewesen, die armen. Und die arme Hermione, die, bewaffnet mit dem Fieberthermometer, so einige Kilometer auf den Hotelfluren zurückgelegt hat, ständig Extratouren aus den Discos nach Hause laufen musste, weil Teilnehmer in der Disco gemerkt haben, dass es ihnen nicht gut geht (danke!) und den Weg zum Ärztezentrum irgendwann auch im Halbschlaf mit geschlossenen Augen gehen konnte.

Immerhin musste ich dieses Jahr nur ein einziges Mal einen Teilnehmer von mir ins Krankenhaus bringen, und den Rettungsdienst musste ich diesmal (im Gegensatz zum letzten Jahr) gar nicht rufen.
Und: Wir haben alle überlebt. Ich würde sagen, damit hab ich das Wochenziel erreicht. xD

Auch an sonstigen Unfällen gab es nicht soviel wie letztes Jahr. Es wurde z.B. in der Zeit, in der ich da war, keine einzige Wasserleiche an unseren Strandabschnitt gespült. Auch ist dieses Jahr niemand vor meinen Augen vom Hotelbalkon aus dem 7. Stock in den Tod gestürzt. Sehr rücksichtsvoll, vielen Dank! : )

Keine Entführung dieses Jahr, keine Morde dieses Jahr – es war fast schon langweilig. Aber dafür hatten wir ja das böse Sch-Wort.

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Kommentare»

1. Momoko - 18/09/2009

Mein Gott! Klingt als wärst du in nem Dritte-Welt-Land gewesen! In dem Sinne, willkommen daheim!

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Hermione - 18/09/2009

Ach, eigentlich lief es recht zivilisiert ab. Nur einmal hab ich mich wie in der Wildnis gefühlt, als es mir wirklich schlecht ging und ich vor der Wahl stand, 4 Stunden auf das Ende der Siesta zu warten oder einmal quer durch die ganze Stadt zur Notapotheke zu laufen…
Beim nächsten Mal nehm ich halt noch mehr Medikamente mit.

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