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Meine RS-Prüfung 26/09/2009

Posted by Hermione in Prüfungen, Schule.
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Und wieder mal ein schrecklich kreativer Titel. Ich bin echt gut in sowas, gell? ; )

Also, nach dem frühen Aufstehen, dem frühen Duschen, dem frühen Kaffeetrinken und dem frühen Bloggen bin ich glücklicherweise rechtzeitig zum Bahnhof gekommen. Meine Bahn übrigens nicht.
Ich liebe es, wenn die DB meine Pläne durchkreuzt…
Die Anschlussbimmelbahn in Lieblingsstadt hab ich dennoch bekommen. Während der Fahrt nach Schulstadt habe ich es mir nicht nehmen lassen, noch ein wenig in meinem Lehrbuch (das ich übrigens vergessen habe, wieder zurückzugeben – ups!) zu blättern und mir das ein oder andere Thema nochmal anzugucken. Das Buch hab ich aber nach ner halben Stunde wieder weggepackt, weil ich mich damit nur noch nervöser gemacht hab.

An der Schule angekommen (um 6.35Uhr!) , war ich erstaunlicherweise nicht die Erste. Zusammen haben wir dann vor verschlossener Tür am Parkplatz gestanden und ausgelassen rumgealbert. Insgesamt war die Stimmung deutlich entspannter als vor der letzten Prüfung. Anstatt uns gegenseitig wie bescheuert nervös zu machen, haben wir uns so gut es ging abgelenkt oder die bevorstehende Prüfung mit Humor genommen. Meine Lieblingsidee war, sich bei der Reanimation vor Nervosität aufs Gesicht der Puppe zu übergeben, damit der Teampartner mal real absaugen kann (und dafür vielleicht einen Extrapunkt bekommt…).
Hat aber keiner von uns dann tatsächlich umgesetzt. ; )

Die schriftliche Prüfung hatten wir zuerst. 100 Fragen in 120 Minuten. Ich war nach knapp einer Stunde fast fertig, und konnte mir deswegen für die Fragen, die ich nicht beantworten konnte und erstmal ausgelassen habe um sie später in Ruhe hundertmal durchzulesen und dann zu beantworten, ewig Zeit lassen. Genauer gesagt hätte ich mir pro Frage knapp 10min nehmen können. Hab ich aber (mit einer Ausnahme) nicht getan.

Schade finde ich, dass wir keine Auflösung bekommen haben. Ich wüsste gern, was ich richtig und was ich falsch beantwortet habe (und wo ich beim Lottospielen Glück hatte).

Nach der schriftlichen Prüfung saßen wir eine Weile alle gemeinsam im Aufenthaltsraum für Ungeprüfte, während wir darauf gewartet haben zur praktischen Prüfung abgeholt zu werden. Es wurden immer drei Zweierteams gleichzeitig abgeholt, die jeweils die Reanimation, das internistische Fallbeispiel und das chirurgische Fallbeispiel absolvieren mussten.

Mein Teampartner und ich mussten eine Stunde warten, bis wir abgeholt wurden. Die Zeit haben wir uns damit vertrieben, mit den anderen rumzuwitzeln, uns gegenseitig ans Blutzuckermessen und den Wärmeerhalt zu erinnern und den ein oder anderen Notfall in meiner Algorithmen-Chart für den Rettungsdienst nachzuschlagen. Der Euro bei ebay hat sich echt gelohnt! : )

Als erstes Fallbeispiel hatten wir den chirurgischen Notfall. Eigentlich fand ich, das wir recht gut reagiert haben. Wir haben unseren von der Leiter gestürzten Patienten sofort mit Stifnek und Schaufeltrage/Vakuummatratze immobilisiert, haben das komplette Monitoring inklusive eines meiner Meinung nach mustergültigen kompletten Bodychecks durchgeführt und auch nicht vergessen, zu fragen wie es zu dem Sturz kam (durch Stolpern, Schwindel, Schwächeanfall…).

Als wir damit fertig waren, mussten wir eine Weile im Raum warten, bis wir abgeholt und zum nächsten Fallbeispiel gebracht wurden. Frei bewegen durften wir uns im hinteren Teil der Schule (es gab tatsächlich eine Absperrung zum vorderen Teil, in dem sich die Ungeprüften aufhielten), nicht, damit wir den anderen nichts verraten konnten.

Das nächste Fallbeispiel war der internistische Notfall. Schon beim Checken des Notfallkoffers vor der verschlossenen Tür war mir klar, in welche Richtung der Hase läuft. Ich hatte nämlich noch nie zuvor eine Hyperventilationsmaske in einem unserer Schulkoffer gesehen. Fieserweise stand uns aber kein Pulsoxymeter zur Verfügung (wir waren als KTW wegen „Atemnot beim Tokio Hotel Konzert“ alarmiert) und eine Sauerstoffflasche hatten wir auch dabei.
Unsere Teamarbeit war wirklich super. Kann ich anders nicht beschreiben. Unser Patient hatte ziemlich eindeutig hyperventiliert, das war uns beiden sofort klar (auch wenn mein Teampartner sich versprochen und Asthma gesagt hatte – ich hab ihm dann sofort meine Arbeitsdiagnose mitgeteilt, das hat uns sicher nochmal nen Punkt für Kommunikation im Team gebracht *g*). Also schnell die Hyperventilationsmaske ausm Koffer geholt, den Patienten darüber informiert dass man ihm das Ding jetzt vor Mund und Nase halten wird und dass es ihm dann gleich besser gehen wird, und ab die Post.
Talk-down haben wir auch betrieben, wie aus dem Lehrbuch. *g*

Ein anderes Team hat, wie ich später erfahren habe, den Fehler gemacht, dem Patienten hochdosiert Sauerstoff zu geben…
Auch nach diesem Fallbeispiel mussten wir eeeeeewig warten, bis wir zur Reanimation abgeholt wurden.

Die Reanimation lief superentspannt ab. Kein Vergleich zur letzten Prüfung, wirklich nicht. Echt krass, wie sehr sowas doch vom Teampartner abhängt. : )
Die Fehler, die er gemacht hat, hab ich schnell und unkompliziert korrigiert (z.B. hab ich die fehlende Absaugbereitschaft hergestellt, als er am Beatmen war und ich ne kurze Pause vom Drücken hatte) und er beim zweiten Durchgang umgekehrt ebenso bei mir (ich hab noch nie vorher den Guedeltubus vergessen… *g*).
Es gab bei der Rea zwei Durchgänge, damit jeder im Team einmal zuerst am Kopf und einmal zuerst an der Seite des Patienten ist. Je nachdem, wo man bei der Rea ist, hat man nämlich unterschiedliche Aufgaben. Der Kopfhelfer kümmert sich darum, den Notarzt nachzualarmieren, das EKG einzuschalten und die Fastpatches für den Defibrillator anzubringen, legt den Guedeltubus ein, stellt die Absaugbereitschaft her und, wer hätte das erwartet, beatmet den Patienten mittels Maske und Ambubeutel (und Sauerstoff, full flow, 15l/min). Der Seitenhelfer spricht den Patienten an (um rauszufinden, ob er bewusstlos ist), überprüft ob die Atemwege frei sind (und macht sie ggf frei), prüft ob der Patient atmet und Puls hat, und beginnt dann, wenn der Patient bewusstlos, pulslos und ohne Atmung ist, mit den Thoraxkompressionen, also der ‚Herzdruckmassage‘.

Nach fünf Durchgängen (30x drücken, dann 2x beatmen) wird das erste Mal mit dem EKG eine sogenannte Rhythmusanalyse durchgeführt. So wird überprüft, ob der Rhythmus schockbar oder nichtschockbar ist. Darauf geh ich aber ein andermal näher ein, sonst wird meine Gutenachtgeschichte hier noch länger. *g*
Während das Gerät analysiert, tauschen der Kopf- und der Seitenhelfer die Plätze. 

Wenn es sich um einen schockbaren Rhythmus handelt (und das Gerät einem mitteilt, dass ein Schock empfohlen ist), vergewissert der neue Kopfhelfer sich sorgfältig, dass niemand den Patienten berührt, sagt laut „Alle weg vom Patienten, ich schocke!“ und löst dann, mit Blick auf den Patienten, den Schock aus.

Direkt nach dem der Schock abgegeben wurde (und das Gerät es einem mit einem „Schock – abgegeben“ mitteilt *g*), fängt der neue Seitenhelfer sofort wieder mit den Thoraxkompressionen an. Es ist extrem wichtig, die Kompressionen nur zu den zwei Beatmungen pro Durchgang und zur Analyse/Elektrotherapie alle fünf Durchgänge zu unterbrechen. Warum, erklär ich ebenfalls in einem anderen Post.

Wir haben es nach dem dritten bzw zweiten Schock geschafft, unseren Patienten ins Leben zurückzuholen und mussten dann die sogenannte Postreanimationsphase durchgehen. Während ich den Patienten weiter beatmet habe, hat mein Teampartner Blutdruck gemessen, dem Patienten die Coolpacks aufgelegt (erklär ich ebenfalls später mal) und den venösen Zugang vorbereitet.

Wie gesagt, die Rea lief super. Schade, dass mein Teampartner nicht auch den Rettungsassistenten machen wird, ich hätte gern auch in der wichtigsten Abschlussprüfung ever mit ihm zusammengearbeitet. : )

Nach langem Warten wurden wir dann wieder abgeholt und in den Aufenthaltsraum für bereits Geprüfte gebracht. Auch dort war die Stimmung wieder sehr locker und entspannt. Wieder mal das komplette Gegenteil zur letzten Prüfung. Viel angenehmer. : )

Dann wurde es langsam ernst. Die mündliche Prüfung stand uns bevor. Auch hier wurden wir zusammen mit unserem Teampartner aufgerufen und hereingebeten. In der Prüfungskommission saßen zwei unserer Dozenten, einer als Prüfer und einer als Protokollant, und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst.
Mein Partner und ich mussten über vier Stunden warten, bis wir dran waren (einige von uns mussten sogar acht Stunden warten). Die Wartezeit haben wir damit verbracht, rumzualbern, zu telefonieren, zu essen und zu lernen.
Wobei lernen nicht ganz richtig ist, wir haben einfach nochmal die wichtigsten Themen durchgeguckt und sie uns gegenseitig erklärt, um zu gucken ob wir alles hinbekommen.

Als wir dann endlich aufgerufen wurden, hatte ich die Tachykardie meines Lebens. Ernsthaft. Während mein Teampartner zuerst geprüft wurde, saß ich am Tisch und konnte meinen Herzschlag in jeder Zelle meines Körpers hämmern fühlen. Teilweise hab ich sogar allen Ernstes befürchtet, dass ich damit den Tisch zum Wackeln bringen könnte. *g*

Nachdem mein Teampartner (der übrigens mein Wunschthema gezogen hatte! Grr…) fertiggeprüft war, war ich dran. Ich musste eine Karte ziehen, auf der zwei Themen standen, ein Hauptthema (10min) und ein Nebenthema (5min). Ich werde nicht näher darauf eingehen, was genau ich hatte, aber mein Hauptthema befasste sich mit der Lunge (ausgerechnet!! Ich habs aber trotzdem ziemlich gut hinbekommen und konnte überraschenderweise richtig viel dazu erzählen) und mein Nebenthema war etwas, was ich mir vor knapp drei Monaten das letzte Mal angeguckt hatte… -.-
Trotzdem war ich auch beim Nebenthema nicht völlig hilflos und konnte ein paar Basics erzählen.

Im Großen und Ganzen hab ich mich auch in der mündlichen Prüfung gut geschlagen, auch wenn ich vor Nervosität ein paarmal echt Scheiße gelabert hab. *g* Immerhin konnte ich das ausgleichen, indem ich stellenweise richtig geiles Detailwissen ausgepackt hab.

So, und nun zum Wichtigsten.

Direkt nach unserer mündlichen Prüfung wurden wir nach kurzer Beratungszeit einzeln noch einmal vor die Prüfungskommission gerufen, die uns dann das Ergebnis unserer Prüfungen mitteilte.

Meine Noten im Einzelnen:

Schriftlich Drei (knapp an der Zwei vorbei, verdammt!), Praktisch hatte ich im internistischen Fallbeispiel und in der Rea jeweils ne Eins und im chirurgischen Fallbeispiel ne Vier (und wüsste echt gern, was wir falschgemacht haben!!), insgesamt also ne Zwei im Praktischen, und in der mündlichen Prüfung auch eine Zwei.

Gesamtnote ist bei mir also ne Zwei.

Ist okay, hätte besser sein können. Beim nächsten Mal laber ich in der mündlichen Prüfung einfach gar keine Scheiße, sondern punkte nur mit Fachwissen, rate in der schriftlichen Prüfung immer richtig und mach in der praktischen Prüfung besser, was auch immer ich schlecht gemacht haben sollte. *g*

Alles in allem: Ich bin zufrieden. : )

Mit diesem Zeugnis kann ich es durchaus wagen, mich frühzeitig auf meiner Lieblingswache für mein Anerkennungsjahr als Rettungsassistentin zu bewerben. *find*

So, jetzt hab ich aber echt genug gelabert. Zeit, die Logorrhoe wieder in den Griff zu kriegen! ; )

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Kommentare»

1. Lele - 26/09/2009

Hey,

ich les seit einiger Zeit deinen Blog. Ich find’s echt toll, wie du blogst.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

Irgendwann werde ich diese Prüfung auch machen (will RA werden 🙂 ), deshalb hat mir der Beitrag echt geholfen. Ist gut einfach mal zu wissen, wie das so alles abläuft und dass man echt viel Zeit zwischen den Prüfungen hat 😉 , das hat mich aber schon ein bisschen geschockt, da ich genau weiß, dass ich dann richtig nervös werde. War das bei dir nicht so?

Danke für deine tollen und sehr hilfreichen Beiträge 🙂

LG
Lele

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Hermione - 26/09/2009

Hi Lele, tausend Dank!!

Ich hab mich dazu entschieden, die Prüfung so furchtbar detailliert zu beschreiben, weil ich mir vorstellen kann dass es für viele, die diese Prüfung noch vor sich haben, sicher interessant und hilfreich ist, sich schonmal ein Bild zu machen. Find ich persönlich jedenfalls angenehmer, als ins kalte Wasser geschmissen zu werden.
Allerdings gibts da sicher Unterschiede, je nachdem an welcher Schule Du bist und in welchem Bundesland das Ganze stattfindet.

Die Wartezeiten waren so enorm, weil unser Kurs die Maximalgröße an unserer Schule (15 Teilnehmer) hatte. Mit weniger Leuten wäre es schneller gegangen und hätte auch nicht zu so einer gruseligen Tageszeit angefangen. *g*

Während der Wartezeiten war ich fast gar nicht nervös, weil die Atmosphäre in der Gruppe so genial war und wir uns gegenseitig komplett abgelenkt haben. : )
Kurz vor den einzelnen Prüfungen wurde ich dann aber schon zunehmend nervös, das hörte aber jeweils auf, sobald ich dann im Raum drin war und es endlich richtig losging. Außer bei der mündlichen Prüfung, da blieb es schlimm, aber ich hatte auch nix anderes erwartet. *g*

Mein wichtigster Tipp: Lass Dich nicht verrückt machen. Wenn in Deiner Gruppe keine entspannte Stimmung herrscht und ihr euch alle gegenseitig nervös macht, verlass lieber den Raum (wenn das möglich ist) oder bitte die anderen, nicht so nen Stress zu machen. Wenn die Gruppe gut ist, ist man nur halb so gestresst wie bei einer Panikmache-Gruppe. Ernsthaft.

Wann ist es denn bei Dir soweit, Ausbildung schon angefangen? : )

LG, Hermione

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Lele - 26/09/2009

Ich habe noch nicht angefangen. Bin noch viel zu jung dafür.
Habe erst meine Prüfung zum Schulsani hinter mir und bin aber schon entschlossen, dass ich RA werden will. Der Kurs hat mir echt Spaß gemacht und auch die Zeit momentan im Schulsanitätsdienst macht mir echt Spaß. Einfach anderen helfen zu können.. das verstehen nicht viele. Auch mein Berufswunsch verstehen wenige. Da es halt auch 24-Stunden Schichten gibt und die Bezahlung auch nicht die Beste ist. Doch ich finde es viel wichtiger, dass der Beruf einem Spaß macht.

Warum hast du dich eigentlich für den Beruf entschieden?
Hast du auch schon vorher was in dieser Richtung gemacht?

LG

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Hermione - 26/09/2009

Cool, ich war früher auch Schulsani!! : )
Damit fing auch alles an, werd ich in naher Zukunft (jetzt hab ich ja erstmal massig Freizeit) mal erzählen.

24-Stunden-Schichten find ich eigentlich cool, ich hatte wirklich Riesenspaß dabei und war jedesmal nach 12 Stunden schon total traurig, dass die Hälfte der Schicht schon um war.
Sicher wird das mit der Zeit nachlassen, da mach ich mir keine Illusionen, und sicher werde ich irgendwann nicht mehr enttäuscht, sondern glücklich sein, wenn eine Nacht im Dienst mal völlig einsatzfrei war – aber trotzdem sind das für mich einfach Zeichen, dass ich hier richtig bin.
Ich seh es genauso, dass der Beruf einem Freude bereitet und man mit Leib und Seele dabei ist, ist viel wichtiger als ein hohes Gehalt. Solange es zum Leben reicht, ist es für mich okay. Ich will nicht um jeden Preis reichwerden, mir ist es wichtiger, dass ich glücklich bin mit dem, was ich mache.

Dass ich mich so mit Begeisterung im Schulsanitätsdienst und bei meiner Hilfsorganisation engagiert habe, konnten damals auch die wenigsten meiner Mitschüler und Freunde verstehen. Ja und? Ich konnte bei vielen Leuten auch nie nachvollziehen, warum sie dieses oder jenes Hobby ausübten oder sich für ihren Beruf entschieden haben. *g*

LG : )

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2. Lele - 26/09/2009

Ich kenn das. Ich bin auch immer traurig, wenn der Tag halb rum ist. Oder auch, wenn ich Sandienste mitmache.
Bis jetzt war ich erst an einem Tag froh, dass er rum war. An dem Tag mussten wir 4-Mal einen RTW rufen und wir hatten insgesamt 10 Patienten. Das war bis jetzt aber echt das einzige Mal. Und ich hoffe das bleibt so. An meiner Schule ist es leider ziemlich schwierig mit den Lehrern, weil die immer meinen, wir haben eine schlechte Ausbildung. Auch Gespräche mit der Schulleitung haben nichts gebracht. Das ist sehr schade und erleichtert uns die Arbeit nicht wirklich.
Aber um so mehr freue ich mich, wenn ich endlich die Ausbildung machen kann und richtig helfen kann.

LG

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ämpee - 27/09/2009

Zuerst einmal: Hermione, ich bin beeindruckt von deinen stählernen Nerven… 😀 Gratuliere!
Und jetzt noch zu eurer angeregten Diskussion… 🙂
Ich hab da so ein paar Fragen zum Schulsanidienst.
Bei uns gibt es das nicht und ich habe auch sonst allgemein das Gefühl, dass fast niemand (also Lehrer, Schüler, Hausmeister o.ä.) eine Ahnung von erster Hilfe hat.
Wenn etwas passiert, wird zuerst die eher ETWAS ältere Sektretärin geholt. (1min)
Sie koooooooooooooooooomt. (5min)
Dann bemerkt sie, dass man ja Verbände o.ä. braucht (ehrlich gesagt, sieht sie Blut und denkt Pflaster oder so)
geht sie holen und kommt wieder (6 min),
darauf merkt, oh welch ein Wunder, dass das Beinchen ja gebrochen ist und will alarmieren… (Hab ich leider schon gemacht und kurz darauf waren die Leute von SRZ da)…

Manchmal verzewifle ich einfach an unserer Schule… Die einzigen LehrerInnen die etwas (aber auch nur ein gaaaaanz wenig) von 1.Hilfe verstehen sind die Sportlehrer. (Blut geht übrigens nicht —> Nasenbluten ist SCHRECKLICH :S)

Wie funktioniert so ein Schulsanidienst eigentlich?
Was macht ihr da für Ausbildungen? Und lohnt sich das für eine Schule mit ca. 600 Schülern überhaupt???
Freue mich über eure Antwort(en) 🙂

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Hermione - 27/09/2009

Danke erstmal. : )

Dann muss ich sagen, dass das ja nicht so doll klingt, was Du da über die Situation an Deiner Schule erzählst… : /

Ich hatte das Glück, an meiner damaligen (katholischen Privat)schule mit etwas mehr als 1000 Schülern einen richtig tollen Schulsanitätsdienst zu haben, der AG-mäßig betrieben und von einem sehr engagierten Lehrer geleitet wurde/wird.

Wir haben erstmal keine spezielle Schulsani-Ausbildung gemacht, sondern einen normalen EH-Kurs (in Hinblick auf unseren bevorstehenden Führerschein) bei besagtem Lehrer (der nämlich auch EH-Ausbilder ist) in der Schule, allerdings nicht in Crashkurs-Form an einem Wochenende, sondern über ein paar Wochen verteilt an je einem Nachmittag die Woche. Ich fands gut so, weil man da viel mehr Gelegenheit hatte alles zu wiederholen, zu üben und Fragen zu stellen. Ich hab ja den Vergleich zu „normalen“ EH-Wochenendkursen.

Nachdem wir den Kurs absolviert haben, hat er uns gefragt, ob wir nicht Lust hätten, im Sanidienst unserer Schule mitzumachen, und einige von uns hatten. Ich eben auch.

Nach einiger Zeit im Sani hat er uns dann mal zu nem Abend bei [Hilfsorganisation] mitgeschleppt. Wir alle waren begeistert und sind gleich dort geblieben, und haben da dann unsere Sanhelfer gemacht. : )

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ämpee - 27/09/2009

nein gut ist die situation an unserer Schule wirklich nicht…
Tja, auch die „guten und offiziellen Klassenapotheken“ für Ausflüge sind schrecklich:
(1 „sterlie“ Abdeckung (auf der Seite aufgerissen), KEINE Handschuhe, alles ABGELAUFENE Medikamente (99-04), einen halb dreckigen Verband und drei (?!) Dreieckstücher).
*heftig kopf schüttlen*
Aber, denkst du, dass ein solcher Sanidienst in der Schweiz überhaupt möglich ist???
Ich wäre nämlich mit Feuer und Flamme dabei!!! Möchte eben auch mal Rettungssanitäterin (= dt. RA) werden und könnte das ja mal als schnuppern gebrauchen (wie deinen Blog… 😀 )

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Hermione - 27/09/2009

Lele, ich find echt schade, dass engagierten Schülerinnen und Schülern noch Steine in den Weg gelegt werden, anstatt dieses Engagement zu fördern und andere dazu zu ermutigen, auch mitzumachen. : (

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Lele - 27/09/2009

@ämpee: das kenne ich auch. Bei uns klauen die Sektretärinnen immer das Verbandsmaterial um selbst alles zu verbinden… wir werden noch nicht mal alamiert, wenn eine Person bewusstlos ist. Ich hasse es.
Wir haben so einen Saniraum, da können Schüler rein, denen es nicht so gut geht, aber nach denen wird nicht geguckt.
Lehrer meinen immer, wir können das alles nicht und ich habe schon etliche Einträge im Klassenbuch, weil ich zu spät komme und mein Lehrer meint, dass der Sanidienst keine Entschuldigung ist…
Also, wir haben eine Ausbildung zum Sanhelfer gemacht mit extra Zusatz zum Schulsani. Das waren 3 Monate Samstags immer von 8- 16 Uhr Ausbildung + schriftliche und mündliche Prüfung und Fallbeispiel. Das waren auch noch mal 2 Wochen. Aber es war eine echt geniale Zeit und ich hoffe, es gibt mal wieder eine Fortbildung 🙂
Also wer die Chance hat da mitzumachen, der sollte das echt tun!!!
@Hermione: Ja leider, aber man kann echt nichts dagegen tun. Die Schulleitung mag uns auch nicht, weil der Sanidienst von irgendwem höherem bestimmt worden war, da wir so viele Schüler an der Schule sind. Aber an anderen Schulen im Umkreis klappt das echt super und das beneide ich immer. Ich mein, es geht nicht da drum, dass wir schwänzen wollen. Es geht da drum, dass von der Hilfe manchmal Menschenleben abhängen. Aber das versteht echt keiner. Vielleicht bessert sich das Ganze, wenn nächstes Jahr die Schulleitung wechselt. *hoff*

LG

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3. ämpee - 27/09/2009

@Lele, herzlichen Dank für deine Antwort.
Wir haben auch ein Sanizimmer. Naja wohl eher ein Zimmerchen, mit einem Bett?! Und KEINER Apotheke… 🙂
Muss mich mal informieren, welchem Niveau der Sanhelfer hier in der Schweiz entsprechen würde…
Das Problem ist, dass es bei uns dieses System der Schulsanis (so viel ich weiss) gar nicht gibt, und ich nun auch schon in der 11 bin und in zwei Jahren die Schule verlassen werde. Da stellt sich natürlich die Frage ob es sich überhaupt lohnen würde, noch zur (eher es was sturen) Schulleitung zugehen und kämpfen…

Dir wünsche ich auf jeden Fall viel Spass beim „arbeiten“, eine gute neue Schulleitung und schliesslich auch alles Gute bei deiner Berufswahl resp. bei der Durchführung deines Traumberufes… 😀

Und wenn du irgendwann mal in der Schweiz (Zürich??? 😀 ) abeiten möchtest, informiere mich doch… 🙂 Vielleicht bin ich dann ja auch im RD und wir lästern mal gemeinsam über Sektretärinnen, Lehrer und Schulleitungen… 😀
Glg

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Lele - 27/09/2009

Gute Idee. Ich wollte eh ein Jahr oder so im Ausland leben/ arbeiten. Da man dadurch viel lernt und es wahrscheinlich auch riesen Spaß machen wird.
Ich werde dich dann auf jeden Fall informieren 😀

LG

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4. ämpee - 27/09/2009

hihi, das wäre lustig! 😀
In welcher Klasse bist du? Und wann könnt ihr eigentlich mit der Ausbildung zum RS/RA beginnen?
Bei uns geht das fühstens ab 20… Also noch geschlagene 3 Jahre… =(
Also dann bis in ein paar Jahren „i Züri oder suscht irgenwo ide Schwiiz“ 😀
Lg

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Lele - 27/09/2009

😀

Ich bin erst in der 9. 😦
Aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wann man bei uns anfangen kann. Ich habe da mehrere Infos. Die einen sagen ab 18 und die anderen sagen ab 21. Das wäre jetzt eine Frage an Hermione….
Auf jeden Fall dauert es für mich noch zu lange 😦

Aber wäre echt lustig. 😀

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Hermione - 27/09/2009

Du musst zum Ausbildungsbeginn 18 sein.
Zumindest ist das momentan noch der Stand der Dinge. Es steht aber (unter anderem) das Mindestalter zur Diskussion, soweit ich weiß soll es auf 21 angehoben werden. *nicht ganz sicher bin*

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Lele - 27/09/2009

ah okay, danke. 🙂

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5. Momoko - 27/09/2009

Hi Hermione!
Ich gratulier dir herzlich zur bestandenen Prüfung!
Haben sie euch noch gesagt, was ihr beim chirurgischen Notfall falsch gemacht habt? Wär ja schon noch interessant zu wissen, nur so lernt man.
LG! Momoko

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Hermione - 27/09/2009

Dankeschön! : )

Nee, leider haben wir nicht erfahren, was wir falsch gemacht haben. Sehr sehr ärgerlich. Ich würde es auch gern wissen, damit ich meine Fehler in Zukunft nicht wiederhole.
Wenn ich in einem Monat mit dem RA-Lehrgang beginne, werd ich nachfragen (die haben ja alles protokolliert).

LG : )

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Katja - 28/09/2009

Faende ich eigentlich sinnvoll – und noetig!
Ich mein, Du weisst nicht, was falsch gelaufen ist und machst es im Ernstfall ggf wieder so. Wuerden sie Dir sagen, was falsch war, dann wuerdest Du DAS ganz sicher nicht mehr vergessen.

Klingt nach einem echt harten Tag …
Was bin ich froh, dass ich wohl nie wieder grosse Pruefungen machen muss *glaub* ;).

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Hermione - 28/09/2009

Ja, seh ich genauso. *schulternzuck*
Ich werd auf jeden Fall nachfragen, wo da der Fehler lag.

(was werd ich froh sein, wenn ich die letzte Prüfung endlich hinter mir hab… *g*)

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6. Chris - 27/09/2009

Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!
Ich glaube bei solchen Wartezeiten wäre ich vor Nervosität ausgerastet 😉
Und interessant zu lesen, was ihr so alles habt. Hyperventilationsmasken, Coolpacks bei der Rea,… Gibts bei uns leider nicht.

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Hermione - 28/09/2009

Vielen Dank!! : )
Naja, so ne Hyperventilationsmaske kann man auch leicht mit ein bisschen Improvisation ersetzen, wenn’s sein muss. Ich hab auch schon Mädels ne (unbenutzte) Butterbrottüte vors Gesicht gehalten…
Aber Coolpacks habt ihr gar nicht auf dem RTW (oder aufm NEF)? Das wundert mich.

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7. specialagentgibbs - 04/10/2009

Zwar ein bisschen später, aber vorher leider keine Zeit: Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung 🙂 !

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Hermione - 04/10/2009

Vielen Dank! : )

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8. Defibrillation « rescue blog - 06/10/2009

[…] zur Zeit nichts Spannendes über meine Ausbildung erzählen kann, widme ich mich mal den in meinem Prüfungs-Post versprochenen ‘Erklärungen für medizinische Laien’ zur cardiopulmonalen […]

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9. Hermione lernt… Die Hypothermie « rescue blog - 20/12/2009

[…] habe ich jetzt auch gleich einen zweiten „Ich erklär das später“-Punkt aus meinem RS-Prüfungs-Artikel abgearbeitet. […]

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10. Martin - 09/10/2013

Voller Rechtschreib- und Grammatikfehler und absolut unsachlich geschrieben…

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Hermione - 23/12/2013

Fick dich. ❤

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