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Scheiße. 23/09/2012

Posted by Hermione in Rettungswache.
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Es ist soweit. Ich glaube, ich hatte jetzt den einen Einsatz, an dem ich ganz schön lang zu knabbern haben werde und von dem ich mich emotional nicht lösen kann.

Ich kann grad nicht aufhören, zu heulen, und Einschlafen funktioniert seit dem Einsatz auch nicht mehr so, wie es soll.

Wir haben den Einsatz ausführlich nachbesprochen, hatten PSU, ich weiß ganz genau, dass nichts was ich getan oder nicht getan habe etwas am Ausgang des Einsatzes geändert hätte – ich hätte nichts richtiger oder falscher oder einfach nur anders tun können, es wäre vollkommen egal gewesen …

Aber – ich – kann – nicht – aufhören – zu – weinen!
Ich krieg die Bilder nicht aus dem Kopf!
Und ich kann auch diese verfickte Gedankenspirale nicht stoppen!

Scheiße. Einfach nur scheiße. Verdammte Drecksscheiße!

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Kommentare»

1. Felix - 23/09/2012

Es gibt vermutlich nichts, was man sagen kann um dir das, was du erlebt hast von den Schultern zu nehmen. Es gibt vermutlich auch nichts, was man sagen kann, um dir zu zeigen wie du mit dem was du erlebt hast umgehen kannst.
Scheiße passiert. Es ist einfach so. Und du bist mit dem was du gerade durchlebst weder der Einzige, noch allein, auch wenn du dich so fühlst. Das Leben geht weiter. Und irgendwann findest du deinen Weg damit umzugehen. Und das du genau diesen Weg schnell findest, dafür drücke ich dir die Daumen.

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2. Archie Brain - 23/09/2012

Heulen ist Erstmal nichts Schlechtes. Es läßt den emotionalen Überdruck raus. Ich habe ebenfalls eine Einsatzsituation hinter mir, die mich 3 Nächte nicht schlafen ließ. Viele Kollegengespräche und ruhiges Nachdenken halfen mir bei der Verarbeitung. Wenn Dir das nicht gelingt, gibt es professionelle Hilfe, die Du in Anspruch nehmen kannst. Wenn Du aus der Region Ostwestfalen kommen solltest, kann ich Dir einen guten Tip geben.

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3. VonDa - 23/09/2012

Das ist tragisch.
Ich wünsche dir das du das Ereignis erfolgreich verarbeiten kannst, und ein Umfeld vorhanden ist welches dir bei der Verarbeitung hilft.

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4. Kormak - 23/09/2012

Reds dir von der Seele. Schreibs, umschreibs, veränder es… aber schreibs.
Guckst du beim meinem „Golf November“, das ist nichts anderes.

Oh, und heulen wie Schloßhund ist erlaubt. Sogar gefordert.

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c2h5oh1 - 23/09/2012

Ich wollte gerade was ähnliches schreiben.
Von der Seele bloggen kann sehr hilfreich sein.

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5. Nobelix - 23/09/2012

Rede darüber, schreib darüber…egal ob direkt oder umschrieben, egal ob in Bildern oder sonstwie. Wichtig ist nur, dass du redest. Verschließe dich nicht.

Zu heulen ist ganz und gar nicht schlimm…ganz im Gegenteil.

Grüße vom Nobelix,
der nicht immer groß und böse ist.

P.S.: du bist da nicht allein. Einst bin ich in einer einzigen Nacht um 10 Jahre gealtert.

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6. NK - 24/09/2012

Ich bin mir sicher, wenn er noch ein letztes Mal zurück kommen könnte – nicht als Patient als den ihr ihn kennengelernt habt, sondern als normaler, gesunder Mensch – um sich zu verabschieden, er würde sich der Reihe nach bei allen von euch bedanken, vom Ersthelfer bis zum Klinikpersonal. Er würde auch dir die Hand geben, vielleicht ein bisschen schüchtern lächeln und sich mit tiefem Respekt bedanken. Dafür, dass du das Menschenmögliche getan hast – für ihn, einen völlig unbekannten Fremden.

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7. Krangewarefahrer - 24/09/2012

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Versuche nicht, allein damit klar zu kommen. Das wird so nicht funktionieren. Schreib es Dir von der Seele und/oder suche dir jemanden, mit dem Du darüber sprechen kannst.
Wir denken alle an Dich.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Fühl dich gedrückt 😉

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8. Piepsi - 24/09/2012

Auch ich, als stiller Leser Deines Blogs, schließe mich meinen Vorrednern an! Kopf hoch, halt die Ohren steif, Du machst das schon. 🙂 Ein guter (!) Tropfen Wein hilft, noch besser natürlich Dein Partner und Deine Freunde. 🙂

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9. Kormak - 24/09/2012

Und noch was:
Ich kenne zwei RAs, die momentan wegen genau so etwas ausgefallen sind.

Und so schräg das klingen mag: Lieber zu früh mal einen Profi fragen als zu spät. Ob das nun einer vom KIT ist oder ein Psychologe.

Jeder in dem Job braucht eine Strategie um damit umzugehen. Und wenn die nicht mehr funktioniert (bei mir: http://holzhammer.wordpress.com/2010/10/28/fear-is-the-mindkiller/) muß eben auch mal professionelle Hilfe gesucht werden. Das ist keine Schande.

Mich wundert ohnehin, daß es nicht viel öfter passiert.

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10. alltagimrettungsdienst - 25/09/2012

sowas wünscht man keinem Kollegen und ich bin froh, dass ihr wohl ein gutes Team im Hintergrund habt. Falls du heute immer noch drunter leidest, lasst dir/euch jemand vermitteln, der das kann und geht dort hin! *fühl dich gedrückt*

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11. Hermione - 26/09/2012

Danke für eure vielen Kommentare und Nachrichten. Ihr habt mir damit wirklich geholfen, wieder ein bisschen mehr klarzukommen. 🙂

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