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Es trägt seine Handschrift. 13/04/2016

Posted by Hermione in Medizinstudium.
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Ich habe mich ja schon öfter über die schlechte Organisation und Koordination hier aufgeregt, aber an Tagen wie heute werden völlig neue Maßstäbe gesetzt.

Wenn eine wichtige Vorlesung nicht nur für Mediziner, sondern auch noch für Zahnmediziner und Humanbiologen stattfindet, hey, lass uns doch dafür den kleinsten Hörsaal belegen, der sich im Stadtgebiet finden lässt. Dann müssen die Leute, die erst zwanzig Minuten vor Vorlesungsbeginn ankommen, halt auf dem Boden sitzen. Oder draußen vor der offenen Tür.

Offen bleiben muss die Tür sowieso, denn auch schon bei normaler Bevölkerung dieses Hörsaals sind innerhalb weniger Minuten eine Temperatur von ca 40°C und eine Luftfeuchtigkeit von 85% erreicht.

Eigentlich ein Wunder, dass wir nach dieser Vorlesung nicht nur Zeit für eine Mittagspause in der Mensa hatten, sondern danach sogar in einem ausreichend großen Hörsaal untergebracht wurden.
Die Handschrift der Koordinators wird aber wieder sehr deutlich, wenn man direkt danach zwei Stockwerke runter und wieder in den Saunahörsaal rennen darf, der auch nur mit Medizinstudierenden schon überbelegt ist.
Entsprechend gut ist dann auch die Stimmung, und entsprechend aufmerksam sind wir in der Lage, dem Dozenten zu folgen.

Ein Blick auf den Stundenplan, und man weiß direkt, wessen Verdienst es ist, dass wir an manchen Tagen für nur eine einzige Vorlesung mitten in der Nacht aufstehen müssen und freitags für eine einzige Veranstaltung am Ende der Welt erst einen halben Tag später in unsere Heimatstädte aufbrechen können.

Schön sind auch die Tage, an denen wir bereits um 8 Uhr die erste Vorlesung haben, und um 20 Uhr mit dem letzten Seminar durch sind. Ich bin gerne 12 Stunden in der Uni. Meine Konzentrationsfähigkeit steigt dabei ins unermessliche, und besonders gut kann ich nach solchen Tagen abends zuhause alles nachbereiten.

Manchmal glaube ich, er macht das mit Absicht.

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Kommentare»

1. Jungmann 30+ - 17/04/2016

Das Problem mit den übervollen Hörsälen gabs bei uns auch. Dann war plötzlich mal ein Student bei der Freiwilligen Feuerwehr und sehr gewissenhaft. Er zeigte die Uni wegen Verstoßes gegen die Brandschutzbestimmungen an, da (a) der Hörsaal überbelegt war und (b) durch die sitzenden Studenten alle Fluchtwege versperrt waren.

Das gab ein riesen Theater auf der Chefetage. Und danach hat die Raumkoordinatorin etwas gewissenhafter gearbeitet.

Dennoch: Das Problem gibts glaub ich an jeder Uni. Genauso Vorlesung 07:00-08:30, 11:00-12:30,15:00-16:30, 19:00-20:30. Sinnlos zwischenzeitlich heim zu gehen.

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Hermione - 17/04/2016

Teilweise hat man echt das Gefühl, die machen das alles zum ersten Mal und vor allem ohne Hirn…

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Hermione - 17/04/2016

Und wie witzig, dass ich beim Aufräumen meiner Blogroll zufällig über diesen sechs Jahre alten Beitrag auf einem anderen Blog gestoßen bin.
NC hin oder her, wenn man für die Studierenden, für die man theoretisch Platz hat, dann aber nicht einen Hörsaal belegt der für die Semesterstärke ausreichend ist, sondern sie gemeinsam mit Studierenden anderer Fächer in einen Saal stopft, der selbst nur mit uns schon überfüllt ist, läuft es einfach falsch.
Klar, andere Fachbereiche brauchen auch viel Platz und der Audimax ist nicht nur für uns da, aber so fühle ich mich nur noch von der Uni verarscht.
Sicher setzen die auch drauf, dass ab der zweiten, dritten Woche eh viele nicht mehr die Vorlesung besuchen, aber das kann doch auch nicht sein.

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Jungmann 30+ - 18/04/2016

Ich fand die Aktion, so blöd sie auch war, im Nachhinein klasse. Es hat was gebracht.

Und ja, die Raumplanung ist sehr problematisch. Gerüchteweise wird sie an unserer Uni von einer Person durchgeführt (keinem Programm, einem Menschen). Ich frage mich ja, ob man sowas mit einem Programm nicht optimieren könnte.

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Hermione - 18/04/2016

Ganz ehrlich, ich find das überhaupt nicht blöd, sondern wirklich super! Muss ja sonst immer erst was passieren, damit dann alle sagen können „wie hat das nur passieren können?“

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Jungmann 30+ - 18/04/2016

Dadurch dürfen auch bei Konzerten nur exakt so viele in den Hörsaal, wie Sitzplätze finden. Früher durften wir auch auf den Treppen sitzen. Es gibt da halt nicht nur Vor
teile…

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