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Fake it until you become it. 23/07/2016

Posted by Hermione in #medlife, Lernen, Manage Mischief, Medizinstudium, Prüfungen, Prokrastinationsscheiße.
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Heute möchte ich ein YouTube-Video mit euch teilen, das mich in der Prüfungsphase sehr inspiriert hat.

Tiny tweaks can lead to big changes.

Zwei Minuten. Zwei Minuten lang eine “High Power Pose” (im Video sind einige Beispiele gezeigt) einnehmen, bevor man in eine Prüfung, ein Vorstellungsgespräch, eine sonstwie wichtige Situation geht.
Ich hab’s ausprobiert, und in Bezug auf meine mündliche Prüfung war es wirklich ein Game Changer. Anstatt wie sonst in mündlichen Prüfungen sehr unsicher zu wirken, zu zittern und zu stottern, war ich wirklich ruhig. Ich habe einen sicheren Eindruck gemacht und konnte zeigen, was ich weiß und dass ich wirklich hart auf diese Prüfung hingearbeitet habe. Klar, ich hatte auch Glück dass ich als erstes Präparat das Organ hatte, das ich am intensivsten vorbereitet hatte und für das ich die meiste Zusatzrecherche betrieben hab.
Aber ich glaube, diese kleine Übung hat tatsächlich den größeren Anteil daran, dass ich diese Prüfung gemeistert hab. Ich habe mich sicher gefühlt. Ich wusste, dass ich das schaffen werde. Und ich habe der Prüferin das Gefühl gegeben, dass ich weiß was ich tu. Das war vom ersten Moment an ein wirklich guter Eindruck, den ich da hinterlassen habe, und der mir dann beim zweiten Präparat, das ich wirklich nicht gut vorbereitet hatte, wirklich geholfen hat (Stichwort Halo-Effekt).

Und nicht nur den Rat mit den High Power Posen finde ich großartig. Auch den (ich nenne es mal) “zweiten Teil” des Videos finde ich sehr inspirierend.

Fake it ’til become it

Ja, verdammt! Nicht nur in Bezug auf die Körpersprache. Ich hatte (vor allem im ersten Semester) oft das Gefühl, dass ich diesen Studienplatz eigentlich gar nicht verdient habe, dass meine Leistungen nicht gut genug sind und dass ich es einfach nicht schaffen kann, weil es zuviel ist und weil ich schon zu lang aus der Schule raus bin und …

PFFFFFFFRRRRR!!

Nichts da! Alles eine Frage der Einstellung. Wenn ich mir sage, dass ich etwas schaffen kann (oder dass mich ein Thema interessiert, selbst wenn ich mich dafür anfangs dreimal am Tag anlügen muss), dann läuft das auch.
Ich habe auch nicht immer Lust, zu lernen. Ich weiß aber, dass es sein muss. Da kann ich doch besser gleich Spaß daran finden oder es mir zumindest so angenehm wie möglich machen. Es wird in den nächsten vielen Jahren ein elementarer Teil meines Lebens sein.

Ich habe inzwischen den Punkt erreicht, an dem ich mich nach dem Lernen richtig gut fühle. Braves Belohnungszentrum. Wenn ich mal keine Motivation verspüre, fake ich sie einfach. Das geht. Und zwei oder drei Pomodori kriegt man wirklich hin. Das fühlt sich nicht nach viel Zeit an, ist aber doch über ne Stunde Lernzeit, und man kann richtig viel in der Zeit schaffen.
Irgendwann läuft es von alleine.

Und bis dahin fake ich meine Motivation, wenn sie einfach nicht vorhanden ist, beginne meinen Tag mit zwei Minuten Dominanzgehabe und habe ein neues Mantra für stressige Situationen:

I can handle this.

(Probiert es aus!)

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Kommentare»

1. „Fake it until you become it“ – noch mehr von Amy Cuddy [Inspiration] | rescue blog - 14/08/2016

[…] Ich hab vor nicht zu langer Zeit bereits über die High Power Poses gebloggt und ich empfehle diesen TED Talk auch in den Sozialen Netzwerken und im Real Life weiter, wann immer sich die Gelegenheit bietet. […]

Gefällt mir

2. Want to sound like a leader? Start by saying your name right! [Inspiration] | rescue blog - 18/09/2016

[…] Unsere Körpersprache haben wir ja inzwischen optimiert und damit auch unsere Ausstrahlung; heute sind Tonfall und Stimme dran. […]

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