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„Wie schaffst du das nur?“ 22/08/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Krankentransport.
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Ein Satz, den ich letzte Woche von einer Kollegin gehört habe.

Nein, es ging nicht darum, wie ich es schaffe neben dem Medizinstudium genug zu arbeiten um nicht zu verhungern, oder wie ich neben der Arbeit genug Zeit für die Uni finde um nicht durch alle Prüfungen zu fallen.
Es ging auch nicht darum, wie ich es schaffe, Arbeit und Uni mit Fernbeziehung und Haustier unter einen Hut zu kriegen.
Sie bezog sich auch nicht darauf, dass ich anscheinend ein Abo für Personalgespräche und Stellungnahmen habe, und zwar nicht für die wirklich üblen Sachen, die ich so anstelle, sondern für die blöden Kleinigkeiten, die jede(r) macht und die weder schlimm sind noch bei irgendwem anders dazu führen, zum Chef zitiert zu werden.

(Das wären alles legitime Anlässe für diese Frage gewesen, weil das alles Sachen sind, die echt an mir zehren und mir das Leben unnötig schwer machen, die ich aber nicht zufriedenstellend ändern kann.)

Nein, es ging um etwas völlig anderes.

Wir haben an dem Tag einen KTW besetzt, hatten also nen halbwegs entspannten Tag ohne Notfallrettung, und das schlimmste Problem das wir lösen mussten war ne größere Baustelle mit Umleitung in der Nähe eines der Altenheime.

Meine Kollegin sagt vorher zwar immer, dass sie [beliebiges aktuell vorliegendes Szenario einfügen] lieber hat als [anderes beliebiges Szenario einfügen], aber währenddessen oder hinterher merkt man davon nicht so viel.

„Ich hab bei dem Wetter lieber nen enspannten KTW-Tag, als mich aufm RTW abzuhetzen“ – und dann wird den ganzen Tag darüber gemeckert, wie scheiße es ist die Leute zu schleppen und dass sie dafür eh überqualifiziert ist.

Und ähnliches.

Wir beide fahren gern, aber da wir sehr unterschiedlich groß sind und beide keine Lust hatten, ständig alles zu verstellen (Lenkrad, Sitzhöhe, Spiegel) haben wir uns darauf geeinigt, dass wir uns tageweise abwechseln anstatt zwischendurch.

Am KTW-Tag ist sie gefahren und ich war hinten bei den Patienten. Wir hatten auch eigentlich nur richtig nette, angenehme Patienten und Angehörige.
Keine 30 Koffer, die unbedingt mit müssen, keine Matratze, die mitgenommen werden soll, keine Verwechslung mit einem Umzugsunternehmen.
Niemand, der uns für minderbemittelt hält, weil wir nen Krankenwagen fahren, niemand der gefragt hat ob ich gerade ein Praktikum mache oder ob ich hier meinen Zivildienst absolviere, niemand der wegen der Unibücher auf dem Beifahrersitz gefragt hat, ob ich gerade mein Abitur nachmache (das wurde ich tatsächlich einmal gefragt).

Wir hatten eine niedliche alte Patientin, die echt Angst hatte und zudem auch noch schwerhörig und leicht dement war. Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die dann aus dem Fenster gucken und die Patienten ignorieren, sondern hab halt ungefähr fünf mal (es war ne recht kurze Fahrt) erklärt, was jetzt gerade passiert, wo sie ist und wo es hingeht, und was da als nächstes passieren wird. Kein Ding.

Meine Kollegin meinte hinterher „Wie schaffst du das nur? Ich hätte da gar nicht die Geduld für, mich mit den Leuten auch noch zu unterhalten und alles tausendmal zu erklären. Da sitz ich lieber vorne und fahre, da hab ich meine Ruhe.“

Äh, Beruf verfehlt?

Klar, unser Hauptaufgabengebiet ist tatsächlich die Notfallrettung, aber auch da sollte man (neben dem medizinischen Fachwissen, analytischem Denken, der Fähigkeit in Stresssituationen Ruhe zu bewahren und manchmal auch in absurden Situationen schnell ne Lösung zu finden) in der Lage sein, mit Patienten zu reden, geduldig zu erklären, zu trösten und zu beruhigen … sowas halt. Talk-down wird von vielen immer noch unterschätzt, aber ich habe es mal geschafft eine ACS-Patientin auf normale Vitalparameter runterzureden und sie war, als wir in der Notaufnahme angekommen sind, echt entspannt und nicht mal halb so gestresst wie vorher (und ich habe einiges über den Hund ihrer Nachbarin erfahren).

Ich hab schon ein paar Kollegen erlebt, die keinen Bock auf die Kommunikation mit unseren Patienten haben, und ich bin jedes Mal überrascht. Klar interessiert mich auch nicht immer die komplette Lebensgeschichte von jemandem, den ich gerade mal seit drei Minuten kenne und den ich in zehn Minuten vielleicht nie wieder sehen werde, aber man kann ja durchaus auch interessiert zuhören (oder zumindest so wirken) und hinterher (oder währenddessen) alles wieder vergessen.

Und manchmal erfährt man tatsächlich echt interessante Sachen, die man sonst nie erfahren hätte. Wir haben die Möglichkeit, nen teilweise sehr tiefen Einblick in ein fremdes Leben zu bekommen, und das ist eigentlich eine wahnsinnige Gelegenheit, etwas neues zu lernen.

Ein besonders blöder Kollege (die Antipathie beruht auf Gegenseitigkeit) wollte mir sogar mal „verbieten“, mit meiner ängstlichen dementen Patientin zu reden, und sagte ich solle lieber zwanzig Minuten aus dem Fenster gucken, die könne sich später eh nicht dran erinnern.
Was soll man da sagen außer „mein Tanzbereich, dein Tanzbereich“? Ich red ihm nicht unangemessen rein, wie er fahren soll, und er soll mir nicht vorschreiben, wie ich hinten mit den Patienten umgehe.

Wie haltet ihr das? Redet ihr mit euren Patienten, hört ihr zu, oder guckt ihr ausm Fenster?
Und wenn ihr eher auf der „Patientenseite“ steht: erzählt ihr anderen gern aus eurem Leben? Nicht nur im Krankenwagen, sondern auch in anderen Alltagssituationen (Friseur, Taxi, Bäcker, …).

Kommentare»

1. Darth Merkel - 22/08/2016

Ich bin eigendlich jemand der meistens beim Friseur o.ä. Nur still da sitzt und alles über sich ergehen lässt.

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Hermione - 22/08/2016

Beim Friseur bin ich auch eher ruhig, da will ich die Konzentration nicht stören und am Ende mit nem ungewollt asymmetrischen Schnitt rauskommen – und ich finde es unhöflich, zu reden während ich jemandem den Rücken kehre, vielleicht hält das mich zusätzlich zurück.😀

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turtle of doom - 22/08/2016

Als kleines freiwilliges Sanitöterchen muss ich immer mit den Patienten reden. Ausser sie ziehen es vor, zu schweigen. Aufdrängen sollen wir uns eben nicht.🙂

Bei einem Verletzung während einem Reitsportanlass fragte ich die Reiterin darüber aus, wie man es den Pferden eigentlich beibringt, über diese Hindernisse zu hüpfen. Und ob das Pferd oder der Reiter entscheidet, wann es zu springen hat.

Wenn die Leute ohnehin zur Beobachtung warten müssen, kann ein Gespräch Gold wert sein. Das lenkt die Leute wunderbar ab.

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turtle of doom - 22/08/2016

Komisch, dieser Kommentar sollte eigentlich anderswohin. o.O

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Hermione - 23/08/2016

Vielleicht hatte er seinen eigenen Kopf😀

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2. sephigruen - 22/08/2016

Ich erzähle furchtbar gern, auch fremden Leuten, gerade weil die das nicht interessiert und die nichts damit anfangen können, aber los bin ich es dann ja trotzdem. Allerdings nur auf Nachfrage, weil ich schlecht in Konversation bin, bis man mich auf geeignete Themen bringt, und ich auch niemanden damit nerven möchte. Wenn sie fragen, sind sie selbst Schuld😛
Und hier in der Bibliothek, wo wir nur einen geschlossenen Nutzerkreis haben (Behörde, hauptsächlich Leute aus dem Haus), bekommt man auch schon mal Zeug erzählt und wird in Gespräche verwickelt. Gehört dazu bei Kundenkontakt. Das hör ich mir auch gern an (und verwende das in abgewandelter Form für meine Schreibprojekte …)

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Hermione - 22/08/2016

Das halte ich auch so, wenn jemand fragt (und dann noch weiter nachhakt), erzähle ich auch mehr.😀

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3. Ruben - 22/08/2016

Ich versuche eigentlich herauszufinden, ob die Person reden möchte oder lieber selber aus dem Fenster schauen möchte. Früher empfand ich Schweigen als sehr unangenehm. Ganz besonders, wenn ich der Dritte bin/war und mein Vorgesetzter Protokoll schrieb.. Immerhin ist es mein Job, den Patienten zu bespaßen/ zu betreuen. Ich war jedenfalls der Meinung, dass das von mir verlangt wurde.

Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es eben beide Typen gibt. Die einen, die lieber ihren eigenen Gedanken her hängen und die anderen, die aus vielen Gründen reden. Manchmal rede ich auch nicht gerne. Was solls?

Ob ich aber rede oder schweige: Ich muss meinen Patienten im Blick halten. Rausschauen und Patienten ignorieren ist einfach nicht. Es gehört einfach zum Job dazu. Genau wie das Putzen danach.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Diese bestimmte Sorte Stammkunden-Taxi-Fahrten, z.B. zur Dialyse. Da gibts Kollegen, die setzen sich auf den Beifahrersitz und lassen den Patienten in Ruhe. Mittlerweile sehe ich auch da kein Problem mehr dabei.

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4. Chris - 22/08/2016

Schwieriges Thema, da es solche Kollegen sicherlich überall gibt. Ich meine, ich habe sicherlich auch ab und zu mal nen schlechten Tag, aber auch dann lasse ich es nicht am Patienten aus. Es gibt auch hier Kollegen, die sich grundsätzlich auf den Stuhl hinter der Trage setzen, damit sie nicht mit den Patienten reden müssen. Kollegen, denen sehr sehr schnell der Geduldsfaden reißt und die dann schnell pampig werden. Kollegen, denen ihr Handy auch im Patientenraum wichtiger ist als der Patient. Oder Kollegen, denen man deutlich anmerkt, dass sie nur Aushilfe sind und deren einziges Ziel es ist, möglichst einfach Geld zu verdienen. Die Patienten sind da ziemlich egal. Aber da kannst du dir auch den Mund fusselig reden, die werden nichts an ihrem Verhalten ändern.

Aber es gehört denke ich zu unserem Job dazu, nicht nur zu transportieren, sondern auch für die Patienten da zu sein und ein offenes Ohr zu haben. Je nachdem, was die Patienten im Vorfeld erlebt haben besteht da nun mal auch ein erhöhter Gesprächsbedarf und wie du schon sagst, manchmal ist es auch einfach nötig, die Patienten zu beruhigen und eine wesentlich entspanntere Atmosphäre zu schaffen. Vieles kann man durch einen netten Umgang und ein paar nette Worte lösen, was für manche Kollegen aber sehr schwierig ist. Das hast du aber in vielen anderen Berufen auch.

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5. __E__ - 22/08/2016

Beim Frisör o.ä. erzähl ich eigentlich nie von mir aus. Und wenn nachgefragt wird, finde ich es auch echt schwer was zu erzählen. Ich stelle mir das ziemlich nervig vor, sich den ganzen Tag Geschichten aus fremden Leben anzuhören und werde bei der Vorstellung dann untypisch schüchtern.

Beim Arzt hingegen nervt es mich gewaltig, wenn da überhaupt kein Interesse an mir als Person zu spüren ist. Vor allem, weil Hintergrundinfos ja oft für die Behandlung wichtig sind und man als Patient leider nicht immer abschätzen kann, welche das sind.
Ich war bis jetzt zum Glück nur einmal in einem KTW und kann mich da nicht genau dran erinnern. Vermutlich wäre es mir aber schon unangenehm da ziemlich hilflos rumzuliegen während jemand neben mir sitzt und auf seinem Handy rumtippt.
Daher mein Dank an alle Rettungsdienstler, die sich mit den Patienten auseinander setzen. Ich hoffe ich brauche es nie, aber wenn, dann möchte ich bitte jemanden von Euch neben mir haben.

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6. BRC_MEDIC - 22/08/2016

Normalerweise hinten sitzen und reden. Besonders bei aelteren Maennern hat man immer ein Thema – Armee, Urlaub, Deutschland. Es gibt allerdings auch den anderen Fall, wo man einfach nur stumm da sitzt weil das Gegenueber aus irgend einem Grund nichts zu sagen hat. Passiert.
Aber meist ist das Eis gebrochen wenn man gegen 0100 rausfindet, dass wir Freiwillige sind und vorher noch nen „normalen“ 8 Std Tag hatten🙂

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7. Minisani - 22/08/2016

Bei uns ist das ganze noch ein bisschen anders, weil ich noch zu der Nachwuchsfaktion gehöre. Hier im JRK und im Schulsanitätsdienst fährt einfach noch keiner Rettung, wir sind fast ausschließlich Ersthelfer und haben auch nur EH-Material, da ist Betreuung dementsprechend noch wichtiger.

Im JRK lernen schon die Kleinsten, dass es wirklich wichtig ist, einfach mit dem Verletzten zu reden, damit der keine Angst hat und sich nicht alleine fühlt. Auf den Wettbewerben wird auch viel Wert auf Betreuung gelegt, ganz wichtig, dass man auch mit Bewusstlosen reden soll.

Auch im Schulsanitätsdienst ist das ein wichtiger Teil unseres Tuns, oft ist die Angst und die Unsicherheit wegen einer Verletzung schlimmer als die Verletzung selbst. Auch wenn dann mal ein kleinerer Patient weint, hilft es eigentlich immer, wenn man mal einen Arm um ihn legt und etwas erzählt, das lenkt ab, und oft werden die Schüler dann ruhiger und erzählen beispielsweise selbst Geschichten von irgendwelchen Lehrern.

Ein Patient beispielsweise hatte unsichere Frakturzeichen am Arm, heißt wir haben etwas gekühlt, den Arm ruhiggestellt und betreut, derjenige hat nach fünf Minuten schon wieder gelacht und ist dann mit seiner Mama ins Krankenhaus gefahren. Zwei Tage später hat er uns erzählt, Elle und Speiche waren durch und er musste operiert werden, aber der Arm habe wirklich nicht mehr arg wehgetan. Und das ist dann einfach unser Vorteil, wenn wir so nichts mehr machen können, was der Verletzung des Patienten großartig hilft, haben wir immer noch unsere Wunderwaffe Betreuung🙂

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8. chaosschatzi - 22/08/2016

Wenn jemand Angst hat,versuche ich ihm, die zu nehmen. Wenn jemand reden möchte, reden wir über dies und das und ich höre mir die Dinge wirklich gerne an. Ist halt spannend🙂
Wenn jemand lieber nicht reden mag, ist das allerdings genau so in Ordnung. Hängt immer vom Patient ab.

Wer allerdings in unserem Beruf keinen Bock auf Kommunikation hat, hat ganz klar bei der Berufswahl was verfehlt.

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9. meinekleinechaoswelt - 22/08/2016

Ich bin da eher zurückhaltend

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10. blaulichtengel - 22/08/2016

Ich rede generell recht gerne und viel.
Am Anfang (als ich noch Dritte war) war ich zunächst recht still und musste zur Kommunikation aufgefordert werden. Doch dies hat sich bald gelegt (damals haben mich auch meine Kollegen dazu ermutigt, was ich toll fand, denn nur so lernt man es).
Ich spreche mit gern mit meinen Patienten, dies gehört einfach dazu.
Klar, wenn jemand nicht reden will, dann schweige ich auch und beobachte eben einfach im Hintergrund.
Ich finde es auch wichtig, einfach manche banale Dinge zu erklären, sei es das Protokoll schreiben oder einfach mal über die schlechten Straßen zu schimpfen😉
Bei manchen Patienten erfährt man sehr viel von der Lebensgeschichte, doch teilweise auch von wichtigen Erkrankungen und einigen mehr. Somit finde ich gerade das aktive Zuhören im Rettungsdienst sehr wichtig.

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Hermione - 23/08/2016

Oh ja, über die schlechten Straßen mach ich auch immer gern nen Witz, das bricht oft das Eis und es schadet ja nicht, die Patienten mal zum Lachen zu bringen.😀

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11. xayriel - 22/08/2016

Ich kenn nur die Patientenseite und das zum Glück bisher sehr selten und erzähle dann den anderen nur etwas, wenn sie fragen oder unterhalte mich über allgemeine Sachen wie Wetter oder den letzte Bundesligaspieltag, je nach Interessenlage. Stattdessen höre ich viel lieber zu, lass mir gern Lebensgeschichten erzählen oder mach den Blitzableiter, wenn mal jemand dringend seinen Frust loswerden will und bin nicht umsonst bei uns im Büro die Kummerkastentante😉
Von daher weiß ich, wie wichtig das Zuhören und „Kümmern“ ist und wie vergleichsweise einfach man damit gestresste und aufgeregte Menschen wieder auf halbwegs Normalnull runterbringt.

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12. Thea - 22/08/2016

Bin ich der Kunde, bin ich auch eher der ruhige Mensch.
Bin ich aber im Krankentransport oder im KH unterwegs versuche ich schon mit den Leuten zu reden (an besten nach dem ersten Kaffee, dann habe ich bessere Laune, weil wach).

Wichtig finde auch ich, die ruhigen von den gesprächigen Typen zu unterscheiden. Gerade im KTW. Ich kann das auch total nachvollziehen, da kennst du die Sanis erst seit 5 Minuten und schon labern sie dich voll, fände ich auch komisch.
In der Klinik sehe ich das anders, hier habe ich ja auch längeren Patientenkontakt und da taut eigentlich jeder auf, wenn man wertschätzend und freundlich mit ihnen umgeht.

Nur im KTW versuche ich meist, noch schnell mein Schriftkram fertig zu machen, bevor ich das vergesse…

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13. angelsdevilblog - 23/08/2016

Ich war bis jetzt auf der Patientenseite und habe beides erlebt. Einmal hat man mit mir so gut wie gar nicht gesprochen, nur meine Vitalwerte überwacht. Ein anderes Mal waren die Herren beide sehr nett und haben sich in der Wohnung beide mit mir unterhalten und bei der Fahrt ins Kh hat sich der Rettungshelfer hinten weiter mit mir unterhalten. Erst fragte er das Übliche für seine Unterlagen ab und dann haben wir uns so unterhalten. Das hat mir dann ein bisschen die Angst genommen, wobei diese dann im Kh direkt ziemlich dolle wiederkam, da wurde mit mir nämlich nur extrem kurz geredet und ich bekam zu hören, dass ich mich nicht so anstellen solle. (Egal wie alt der Patient ist, man hat dem sowas nicht zu sagen!)

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Hermione - 23/08/2016

Stimmt, das ist extrem unhöflich! Und selbst wenn es alles „nicht so schlimm“ ist, das kann man immer noch einfühlsamer rüberbringen, vielleicht sogar in einer Art, die dem Patienten dann die Angst nimmt.

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14. Benedikt Vogel - 23/08/2016

Meistens versuche ich, ein Gespräch anzufangen. Wenn der/die Patient*in darauf einsteigt, ists gut, ansonsten habe ich auch kein Problem damit, die Fahrt schweigend zu verbringen.
Mit geschichten aus meinem Leben bin ich eher zurückhaltend, bei sympatischen Patient*innen kommts aber schon auch mal vor, dass ich was von mir erzähle.

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