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Namensschilder? 23/08/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Krankentransport, Rettungsdienst, Sommerloch.
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Heute inspiriere ich mich mal selbst zu einem neuen Artikel und einer Frage, die ich an euch richten möchte.🙂

Ich mache mein Namensschild aus Prinzip immer ab (und mein Chef macht es aus Prinzip wieder dran, wenn ich meine Jacke nach Dienstende in der Fahrzeughalle vergesse), weil ich einfach nicht möchte, dass jeder, mit dem ich im Einsatz in Kontakt komme, meinen Nachnamen kennt und mich auf Facebook oder sonstwo stalken kann.
Es gibt ja außerdem auch Einsätze (in der Regel solche mit polizeilicher Unterstützung), bei denen man aus gutem Grund nicht will, dass die „Kunden“ den eigenen Namen erfahren.

Ich stelle mich freundlich mit Namen und Position vor, wenn ich zu einem Einsatz komme, das muss reichen.

Bin ich da die einzige, die da ein Problem mit hat? Unter meinen direkten Kollegen gibts nur einen einzigen, der auch immer sein Namensschild abmacht (und deswegen auch schon unzählige Diskussionen mit dem Chef hatte).

In Krankenhäusern habe ich allerdings schon bei vielen Schwestern und Pflegern gesehen, dass sie ihren Nachnamen auf dem Schild mit nem hübschen Sticker (oder mit Leukoplast) abgeklebt haben. Auf Nachfrage habe ich oft gehört, dass sie auch keinen Bock haben, von ihren Patienten auf einmal Freundschaftsanfragen auf Facebook zu kriegen. Und man weiß ja nie, wie viele Leute einen online stalken, ohne dass man es mitbekommt.

Deswegen jetzt mal die Frage an alle (auch auf ähnliche Gebiete erweiterte) Berufskolleginnen und -kollegen: Tragt ihr im Dienst ein Namensschild? Wenn nein, warum nicht?
Und an alle Bürgerinnen und Bürger: Findet ihr es schlimm, wenn eine Retterin oder ein Retter kein Namensschild trägt (sich aber anfangs vorstellt)?

Kommentare»

1. turtle of doom - 23/08/2016

Ich Hobbysanitöterchen trage im Einsatz immer ein Namensschild. (Da ich mir furchtbar schlecht Namen merken kann, wäre ich froh, wenn wir diese auch vereinsintern benutzen würden…)

Namensschilder finde ich normal und anständig, denn wir fragen die Patienten (ausser bei offensichtlichen Bagatellen) immer um ihre Namen und teilweise auch um ihr Alter.

Probleme hatten wir damit allerdings noch nie.

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2. fabi - 23/08/2016

Hallo,

als nicht Retter hatte ich zum Glück erst zweinmal Kontakt mit dem Rettungsdienst als Betroffener. Ich finde es nicht Notwendig, dass die Mittarbeiter des Rettungsdienstes ein Namensschild tragen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal mehr ob die Retter damals Namensschilder anhatten. Was ich zumindest in einem Fall als angenehm empfunden habe war einen Namen genannt zu bekommen mit dem ich den Retter ansprechen konnte aber ob es wäre mir auch egal wenn der Retter einen anderen als den echten Namen nennt oder als Namensschild trägt um sich vor stalking zu schützen.
Wenn mir geholfen wird ist es mir egal wie der Retter heißt, Hauptsache er hilft mir und wenn ich Ihn mit einem Namen ansprechen kann kann das eventuell hilfreich sein finde ich.

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3. Manu - 23/08/2016

Aus politischeer Sicht: Ihr steht den Patienten gegenüber ja in einer besonderen Verantwortung und nehmt ja auch eine hoheitliche Funktion wahr. Da MÜSST Ihr identifizierbar sein. Aber da fände ich eine Dienstnummer sinnvoller als den Namen, Ihr habt ja auch ein Recht auf Persönlichkeitsschutz.

Privat: ich rede Menschen gerne mit Namen an. Bisher trugen alle Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die ich erlebt habe (ich hatte schon viel zu oft Kontakt zum Rettungsdienst…) ein Namensschild. Ich fand das praktisch und angenehm.

Wenn das Tragen eines Namensschilds zu einem Problem oder unangenehm wird, macht es bitte (!) weg.

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turtle of doom - 23/08/2016

Eine Dienstnummer finde ich heikel – sie ist sinnlos, wenn nur Zahlenfreaks sie sich merken können. Und wenn du eine Beschwerde hast und du dich an die Nummer nicht mehr erinnern kannst, dann können die Retter genausogut ohne Namensschild arbeiten…

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Hermione - 23/08/2016

Das stimmt, ne Zahlen/Buchstaben-Kombi könnte ich mir auch schlecht merken. Aber wenn es wirklich Grund ur Beschwerde gibt, reichen ja eigentlich auch Ort und Datum/Uhrzeit, da lässt sich ja nachvollziehen, wer das Fahrzeug besetzt hat.

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4. THW-Helfer - 23/08/2016

Ich trage an meiner THW-Uniform ein Namensschild. Im Normalfall habe ich wirklich kein Problem damit, dass „der Bürger“ meinen Namen kennt.

Manchmal kommt es allerdings schon vor, dass der Name in der Tasche landet. Wenn ich als Führungskraft eingesetzt bin, weise ich dann auch unterstellte Helfer an, Namensschilder abzulegen und Funktions-Rückenschilder wie „Gruppenführer“ durch neutrale „THW“-Schilder zu ersetzen. Ist aber wirklich selten, dass wir einen „brisanten“ Einsatz dieser Art haben.

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Dave - 24/08/2016

Bin auch im THW, trage ein Namensschild und käme auch nicht auf die Idee, das wegzumachen.

Was habt ihr denn für krasse Einsätze, dass man da Unterstellten sagt, sie sollen die Schilder wegtun?

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5. trish´n´chips - 23/08/2016

Zwar bin ich keine Berufskollegin, aber mein Name steht auf jeden Papier, das mein Büro verlässt sowie auf der Homepage (mit Bild). Ich finde das furchtbar.
Als Facebook mich zwang meinen Namen zu verwenden, war ich gezwungen mein Konto dort zu löschen um die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen.
Ich verstehe sehr gut, dass du das Schild abnimmst. Du kannst es immerhin. Ich täte es auch.

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6. 0x0d - 23/08/2016

Aus „meinem“ Krankenhaus kenne ich es so, dass Schwestern und Pfleger grundsätzlich nur mit Vornamen (und, wenn der mehrfach kommt, zur Unterscheidung noch den ersten Buchstaben des Nachnamens) auftreten.
Selbst in meinem Impfpass steht bei der Tetanusauffrischung „Sr. Petra“ drin.
Nur die Ärzte tragen ihren Nachnamen auf dem Namensschild.

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7. xayriel - 23/08/2016

Ich finde Namensschilder gut, da ich dann weiß, wie mein Gegenüber heißt und ich ihn/sie mit Namen ansprechen kann. Sich mit Namen vorstellen ist sehr höflich, aber ich habe es leider oft genug erlebt, dass der andere nuschelt oder die Hintergrundgeräusche zu laut sind oder direkt in mein schlechtes Ohr gesprochen wird oder ich nur halb zuhöre, weil ich damit nicht gerechnet habe. Manchmal frage ich nach, manchmal schenke ich mir das. In solchen Situationen würde ich ein Schildchen „retten“. Wenn Schwestern oder Pfleger den Nachnamen abkleben, finde ich das ok, bei Ärzten ist es eher doof, die spricht man ja nicht mit „Dr. Klaus-Dieter“ an😉
Andererseits würde ich nie auf die Idee kommen, andere, mir an sich fremde Menschen, auf Facebook oder so zu stalken *kopfschüttel*

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Panagrellus - 23/08/2016

@xayriel
Wenn man kein Problem hat, eine erwachsene Schwester mit „Ursula“ anzusprechen, wieso sollte man dann den Arzt nicht „Klaus-Dieter“ nennen?

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xayriel - 23/08/2016

Gewohnheit? Tradition? Schwester Ursula oder Pfleger Olaf sind einfach gebräuchlicher, genauso wie Dr. Müller. Ich käme mir jedenfalls sehr seltsam vor, einen Arzt nur beim Vornamen anzusprechen – völlig unabhängig davon, dass ich Schwestern, Pfleger, Sanitäter oder Ärzte grundsätzlich sieze.

Die Frage ergibt aber in der Tat einen interessanten Ansatz, denn mir wurde als Kind eingetrichtert, dass Ärzte Respektspersonen sind, vor denen man größte Hochachtung haben sollte und da geht mit Vornamen ansprechen gar nicht. Andererseits finde ich, dass sämtliches Personal im Gesundheitswesen (und nicht nur da) größtmögliche Hochachtung verdient hat. Was für Konsquenzen ergeben sich daraus? „Upgraden“ der Schwestern auf Nachname oder „Downgraden“ der Ärzte auf Vorname? Oder heben sich Ärzte durch die (vermeintlich) größere Verantwortung doch mehr ab?

Wie gesagt, spannende Frage und mich würde die Sichten der anderen dazu interessieren🙂

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8. @cutthroat - 23/08/2016

Ich finde es absolut nicht schlimm, sondern ganz im Gegenteil absolut verständlich, wenn Rettungskräfte im Einsatz (und auch Personal in Krankenhäusern) keine Namensschilder tragen bzw. nur ein Teil des Namens „zur Schau gestellt“ wird – unter anderem aus den von dir genannten Gründen.
Soweit ich weiß, tragen Polizeieinsatzkräfte auch keine Namensschilder (sondern Dienstausweise) aus ähnlichen Gründen, hauptsächlich aber Schutz der Privatsphäre und des Persönlichkeitsschutzes?

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9. Laszlo Riedl (@laszloriedl) - 23/08/2016

Ich kann das jetzt nur aus meiner Sicht als potentieller Patient sagen: Ich erwarte da kein Namensschild, und kann verstehen, wenn Du es nicht trägst. Ich könnte mir als Patient den Namen wahrscheinlich ohnehin nicht merken, und wäre wenn das Schild verdeckt ist eh nicht in der Lage, dich mit Namen anzusprechen. Ich hab also keinen Benefit davon und verstehe deine Bedenken.

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10. __E__ - 23/08/2016

Ich finde es immer wahnsinnig praktisch wenn Menschen Namensschilder tragen, weil ich mir Namen leider überhaupt nicht merken kann. Nachfragen mag ich meistens nicht und dann eiere ich immer mit krummen Sätzen rum um zu kaschieren, dass ich den Namen nicht mehr weiß.
Freundschaftsanfragen auf facebook sind allerdings merkwürdig. Obwohl ich da an Deiner Stelle keine Skrupel hätte die abzulehnen. Und auch ohne irgendwie beruflich exponiert zu sein, achte ich darauf, dass man mich auf facebook nicht stalken kann. Das kann schließlich auch jeder Handwerker etc. der meinen Namen hat und der hat häufig auch noch meine Handynummer.

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11. Gedankensafe - 23/08/2016

Ich arbeitete zwar in einem komplett anderen Bereich, aber halt in einem Café mit extrem viel Laufkundschaft (Einkaufscenter) und wir hatten Namensschilder mit komplettem Vornamen und auch komplettem Nachnamen. Wir haben uns ebenfalls mehrfach dafür eingesetzt, dass man den Nachnamen, oder wenigstens den Vornamen abkürzt, da es tatsächlich häufiger vorkam, dass man bei Facebook oder ähnlichem angeschrieben wurde. Ich möchte eigentlich gerne selbst entscheiden, wer mich per Google etc. sucht und auch die Hand darüber halten, wer’s auch noch tut, ohne zum Beispiel eine Anfrage/Nachricht zu schicken. Leider wurde das immer wieder mit dem Grund „Kundennähe“ abgewimmelt. Ich hab’s daher auch ab und an abgelegt und einfach nicht mehr getragen, oder zumindest kurz bevor ein problematischer Kunde kam. (Problematisch im Sinne durch eklige Witze aufgefallen).
Hab dafür aber auch immer Ärger bekommen, wenn durch Zufall mal die BZL in der Tür stand. Schade.

Generell ist es wichtig Kundennähe zu haben, aber Beschwerden (wie zB. im Kommentar unten erwähnt) kann man durchaus auch per Vor- und abgekürzten Nachnamen machen und auch von Standort/Dienst ableiten. Bei uns wäre das per Schichteinteilung locker gegangen – daher versteh ich das noch weniger.

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12. alltagimrettungsdienst - 23/08/2016

Wir haben vom Kanton einen Dienstausweis, den wir ständig im Dienst tragen müssen. Darauf sind Namen, Qualifikation + Buchstabenkurse gespeichert.

Bei einem polizeilichen Einsatz würde ich ihn entfernen. Ansonsten habe ich kein Problem damit.

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13. Selma - 23/08/2016

Ich arbeite als Arzthelferin und trage auch Vor- und Nachnamen auf meinem Schild. Und obwohl ich mich bei FB mit anderem Nachnamen angemeldet habe, bekam ich schon diverse Freundschaftsanfragen von Patienten. Für mich immer wieder unangenehm, vor allem wenn es Patienten sind, die in der Praxis schon nicht positiv aufgefallen sind.
Trotzdem merke ich auch, dass viele Patienten gerne noch mal auf das Namensschild sehen und mich mit Vor- oder Nachnamen ansprechen (viele ältere Patienten oder Beschäftigte im med. Bereich duzen mich gerne ungefragt).
Natürlich hat es halt Vor- und Nachteile. Je nachdem, in welcher Position man sich befindet (Patient oder nicht), überwiegt das eine oder das andere. Ich selbst finde es nicht schlimm, noch einmal nach dem Namen zu fragen, wenn jemand kein Schild trägt und ich den Namen gerne wüsste. Trotzdem finde ich, dass man uns einfach die Wahl lassen sollte, was auf dem Namensschild steht. Pronomen und Nachname reicht doch genauso aus, wie der Vorname bei Menschen, die geduzt werden möchten (habe ich auch schon erlebt).

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14. meinekleinechaoswelt - 23/08/2016

Ich finde eine Vorstellung völlig ausreichend

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15. Ayadhyan - 23/08/2016

Sofern es eine Pflicht zum Tragen von Namensschildern gab und sie war – wie auch in meiner jetzigen Position – irgendwie vermeidbar, habe ich sie vermieden. Ähnlich wie du bin ich nicht unbedingt sehr erpicht darauf, gegoogelt zu werden, wobei ich es eh tunlichst vermeiden, dass etwas unter meinem Klarnamen im Internet erscheint- zumindest nichts berufliches. Als ich Facebook noch benutzt habe, war ich dort auch nicht zu finden bzw. es sah keiner was. Ich habe auch kein Problem damit, den Namen meines Gegenübers nur genannt zu bekommen. Anders verhält es sich, wenn ich mit Partnern arbeite. Dafür habe ich nun Visitenkarten bestellt. Das ist aber auch was anderes.

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16. Ollewaschfrau - 23/08/2016

Zu meinen Zeiten auf dem RTW habe ich bewusst kein Namensschild getragen, da ich in einem Rettungsdienstbereich gearbeitet habe, in denen wir (vor allem nachts) mit Menschen (damit meine ich weniger die Patienten selbst, als vielmehr andere an der Situation beteilligte Menschen) zu tun hatten, deren Agressionspotential mitunter beträchtlich war. Da ich ausserdem einen Nachnamen trug, den es (mit allen Familienmitgliedern) nur 4 Mal in Deutschland gab, wollte ich mein Privates Ich nicht in den Fokus stellen.

Dem Patienten stellte ich mich allerdings selbstverständlich mit meinem vollen Namen vor, zudem war dieser auch gut leserlich auf dem Protokoll vorhanden.

Inzwischen sitze ich auf dem NEF-Beifahrersitz und trage mein Kliniknamensschild auch, wenn mein Melder alarmiert. In kritischen Situationen wird dieses allerdings entfernt.

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17. Hermione - 23/08/2016

Vielleicht finde ich es ja unter anderem deshalb so bescheuert und lehne es ab, weil wir die Namensschilder wirklich nur an unseren Einsatzjacken haben. Im Sommer, wenn wir alle nur mit Polos rumrennen (außer wir haben nen Einsatz auf der Autobahn oder so), haben wir auch keinen Namen an unser Dienstkleidung, und da macht niemand ein Fass wegen auf.

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Hermione - 23/08/2016

Ich verstehe aber natürlich auch die Gegenseite. Es ist kein leichtes Thema, und natürlich will man wissen, mit wem man es zu tun hat, aber wie bereits erwähnt, sollte es Grund zur Beschwerde geben, lässt sich leicht nachvollziehen, wer wann welches Fahrzeug besetzt hat und in welchem Einsatz war.

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__E__ - 23/08/2016

Wenn es häufiger Probleme gibt mit Patienten, die Dich (virtuell) belästigen, dann finde ich geht Dein Schutz vor. Vor allem wenn die Schilder, wie Du schreibst, häufig nicht getragen werden und das dann völlog ok ist. Da kann ich nicht verstehen, wie man als Chef die Sorgen der Mitarbeiter einfach ignoriert und auf unsinnigen Regeln rumreitet.

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18. dorfkatze - 23/08/2016

Ich arbeite in det hauptamtlichen Geflüchetenhilfe. Da darf jeder, ob Bewohner des Camps, Mitarbeiter oder Externer, meinen Vornamen und groben Wohnort wissen. Meinen Nachnamen, Twitteraccount, etc. geht aber niemanden was an. Ich trag meinen Dienstausweis, wie vorgeschrieben, aber am Gürtel, wo ihn die meisten übersehen. Nur beim gelegentlichen Kontakt mit der Exekutive, Rettungsdiensten oder der Ausländerbehörde gebe ich auch meinen vollen Namen an. Ein Teil meiner (ex-)Bewohner wartet 5-7 Monate auf den Transfer und wird zum Ende entsprechend ungehalten. Du brauch ich’s nicht, dass sie mehr persönliche Details kennen als absolut notwendig. So sehr ich so Manchen auch lieb gewonnen habe.

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19. pflaegermeister - 23/08/2016

In der Klinik trage ich kein Namensschild. Im OP auch nicht nötig, die Patienten vergessen einen ohnehin. Ich stelle mich allerdings beim einschleusen vor. Draußen, sei es bei Sandiensten oder im Rettungsdienst habe ich an der Jacke ein Schild, das ich aber bei bedarf entferne, wenn ich das möchte. Da hat sich auch noch keiner beschwert.

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20. KiKreta - 23/08/2016

Nachdem ich nach einem Sanitätsdienst mal mit Bild und vollem Namen in der Zeitung stand (natürlich ungefragt) trage ich mein Namensschild nicht mehr.
In meinem hauptberuflichen Feld trage ich es allerdings.

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21. Daniel - 23/08/2016

Wie bei den meisten hier: Namensschild an der Jacke (bei uns nicht dienstlich geliefert, aber die meisten haben eines), im Sommer am T-Shirt / Polo ist nichts. Wenn „Jacken-Wetter“ ist wird bei mir persönlich (und den meisten Kollegen) das Schild bei Freitag und Samstag Nachtdienst sowie Einsätzen im Bereich Psych und Kriminalität entfernt.

Es gibt bereits Kolleginnen die im Protokoll nur ihre Personalnummer eintragen, da sie schon dadurch ohne Namensschild im Internet gestalked wurden…

Die Polizei hier bei uns darf selbst entscheiden, die meisten tragen aber ein Schild. Feuerwehr hat es eigentlich jeder…

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22. fibilicious - 23/08/2016

Hm. Schwierig. Zum einen bin ich mit meinem damaligen Retter fast drei Jahre leiert. Gefunden habe ich ihn durch Name auf Namensschild auf der Jacke und Facebook. Zum anderen finde ich schon, dass ihr schon eine Position und mit ihr ein Auftreten habt, bei dem ich es schon angemessen finde. Auf der anderen Seite finde ich es in der heutigen Zeit auch vollkommen nachvollziehbar, dass man nicht durch seinen Job quasi auf dem präsentierteller landen, da jeder, der schon mal erfolgreich gegoogelt hat einen findet. Ich schließe mich in meinem Bürojob da mir ein, denn niemals komme ich auf eine Firmenseite, am besten noch mit Foto. NIEMALS.

ALSO: kein Namensschild. Wenn jemand was will (bedanken, beschweren, oder sonst was) gibt es offizielle Wege. Fertig.

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23. Robert - 23/08/2016

Ich kann es verstehen wenn du es nicht trägst. Bei uns gibt es ausgeteilte Nsmensschilder von der Firma. Einige tragen sie, andere nicht. Das irgendwer Konsequenzen zu befürchten hat wenn es ab ist habe ich noch nicht gehört. Ich trage es seit einigen Jahren und hatte nie Probleme. Bisher habe ich es zwei mal nicht getragen. Da waren mir die „Kunden“ wirklich zu schräg… Meine persönliche Erfahrung ist aber auch dass ich mit eh keine Namen merken kann. Und wenn jemand in Zivil vor mir steht erkenne ich den Gegenüber auch selten wieder…

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24. dermikado - 23/08/2016

Als ich deine Zunft zuletzt brauchte (Oberschenkelhalsbruch) war mir der Name recht egal. Ich wollte erstmal gerettet werden und auch die Vorstellung hätte nichts gebracht. Im Bergmannsheil Bochum war es so wie du gesagt hast. Namensschilder sah ich nur bei einigen Ärzten. Die, die für mich zuständig waren trugen alle eins. Die Physios hatten ihres meist an die Hose geklemmt und ein Shirt oder Kittel drüber. Alle haben sich aber vorgestellt und dann war das für mich auch durch. Von einer hab ich sogar die Nummer, aber da ging es um einen berufsfernen Gefallen, das ist erledigt und wir hören nie wieder voneinander. Verstehe auch nicht warum ich Rettungspersonal oder Physios stalken sollte. Ich hab meiner Truppe eine Karte über das Krankenhaus zukommen lassen und man versicherte mir das sie zugestellt werden kann. Glaube ich und reicht mir ebenfalls. Ich bin, womöglich auch durch den Ruhrpott geprägt, sehr schnell beim Du und das fand ich bei Schwestern und Physios toll, die waren schneller als ich. Das macht vieles leichter.

Was mir dazu aber einfällt hab ich in der Reha erlebt, das war der Knaller. Chefarzttermin zur Hälfte der Zeit. Ich warte, registriere natürlich seinen wichtigen Nachnamen an der Tür und werde reingebeten. (Natürlich nicht von ihm!) Dann sitz ich an seinem Tisch, er tigert wortlos(!) rein und beginnt das Gespräch mit:“Wer ich bin wissen sie ja, steht ja draussen an der Tür.“ während er sich schnell auf sein Namensschild klopft und offensichtlich Staub auf der Lampe über mir entdeckte! So’ne Heinis brauchen kein Namensschild, sondern einen einfühlsamen Psychologen!

Grüße, Ingo

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25. Der Baum fällt nicht weit vom Igel - 23/08/2016

Persönlich stelle ich mich immer mit meinem Rufnamen und meiner Qualifikation vor. Das vermittelt meiner Ansicht nach schon die nötige „Nähe“, außerdem wird man auch als freundlicher wahrgenommen.
Mir persönlich ist es immer sehr unangenehm ein Namensschild im Einsatz oder der Öffentlichkeit zu tragen. Deswegen trage ich auch kein Namenschild im Dienst. Bei fachlichen Vorträgen oder offiziellen Anlässen unter Kollegen trage ich aber ein Namenschild. Dies erleichtert die Kommunikation.
Aus Prinzip trägt kein Namenschild meinen vollen Namen, sondern nur den Nach- bzw. Vornamen in gekürzter Form.
Diesbezüglich führen auch all meine Social Media Acc. Pseudonyme und enthalten keine Bilder welche eine Identifikation ermöglichen.
Man sollte eine klare Grenze zwischen Beruflichem und Privatem ziehen können.

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26. bitter_suesse - 23/08/2016

Ich finde die Frage berechtigt und ich bin sehr für den Selbstschutz, wenn es notwendig ist.

Aber ist es nicht viel interessanter sich die Frage zu stellen, WARUM will ich mich schützen – oder gar muss?

Ich finde es eine dramatische Entwicklung, wie distanzlos die Menschheit geworden ist. Wo bleibt da das: Das ist mein Tanzbereich, dass ist dein Tanzbereich?

Es wird Zeit, dass die Persönlichkeit und der private „Tanz“Bereich wieder geschätzt und gewahrt wird.

Grüße in die Runde
bitter_suesse

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Hermione - 23/08/2016

Ja, genau das! Warum kommen Menschen überhaupt auf die Idee, ihre Krankenschwester, ihre Ärztin oder das Rettungsteam auf Facebook (oder anderen sozialen Netzwerken) zu suchen? Bedanken kann man sich auch auf Station bzw auf der Rettungswache.
Wie groß wäre denn das Geschrei, wenn wir unsere Patienten suchen und anschreiben würden? Das wäre ein Riesenskandal und würde in Abmahnungen oder fristlosen Kündigungen enden, und garantiert schnappt die Presse das auch noch auf.

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27. Thea - 23/08/2016

In der Klinik muss ich per Dienstanweisung ein Namesschild tragen, es geht aber auch nur den Nachnamen und Qualifikation darauf zu tragen.
Im Rettungsdienst habe ich keine große Wahl, da ist mein Anfangsbuchstabe vom Vornamen und mein Nachnahme aufgenäht. Ich freue mich aber auch immer, wenn mein Gegenüber (insbesondere Kollegen) ein Namensschild tragen. Ich kann mir die Namen doch sonst nicht merken….

Wobei ich tatsächlich auch noch nie Probleme damit hatte, dass sich irgendjemand auf sozialen Netzwerken gemeldet hätte. Zum Glück.

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28. Chris - 23/08/2016

Das einzige Namensschild gibt es bei uns auf der Dienstjacke, und die hängt in der Regel im Auto hinterm Sitz😉 Es sei denn natürlich es ist zu kalt für ohne Jacke, VU, etc. Sollte ich die Jacke an haben und geht es in „heiklere“ Gebiete habe ich auch kein Problem damit, das Schild in der Jackentasche verschwinden zu lassen.
Beim ehemaligen Arbeitgeber gab es auf der Weste auch eins.
Nichts desto trotz stelle ich mich natürlich beim Patienten vor.
Ich kann mich aber nicht erinnern, dass ich in 13 Jahren Rettungsdienst mal eine Freundschaftsanfrage von Patienten oder so erhalten hätte. Höchstens mal als EH-Ausbilder von Kurs-Teilnehmern, aber im RD wüsste ich es echt nicht. Wenn sie also stalken tun sie es geheim😉
Und sollte es zu Beschwerden kommen findet sich die „richtige“ Besatzung auch ohne Namensschild.

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29. Johanna - 23/08/2016

Ich finde es völlig ausreichend, wenn du dich kurz vorstellst. Aber ich bin auch jemand, der nie auf Namensschilder schaut oder fremde Mitmenschen mit dem gerade irgendwo gelesenen Namen ansprechen würde.
Ich selbst arbeite in einer Apotheke und da sind Namensschilder Pflicht (wir haben auch nicht die Zeit uns jedem Kunden persönlich vorzustellen ;D). Auf meinem steht allerdings nur Anfangsbuchstabe des Vornamens + Nachname. Ich möchte auch nicht, dass jeder Kunde gleich meinen kompletten Namen kennt. Wenn man mich nach meinem Namen fragt stelle ich mich auch immer als „Frau L…“ vor.
Interessant wird es immer dann, wenn mein Namensschild mal wieder Kopf steht (und das passiert mir regelmäßig)… gleich der erste Kunde der darauf hinweist, mal vergeht ein halber Tag.

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30. rescue93 - 23/08/2016

Selbes bei uns!
Wir sind ebenfalls angehalten unser Schildchen zu tragen, entweder an der Jacke oder an der Hose (verschwindet aber jedesmal in der Tasche).
Mir geht es weniger um die Facebook-Geschichte sondern vielmehr um die Tatsache das mittlerweile jeder Mensch ein Smartphone besitzt und die Szenerie filmen kann… Und wie ihr alle wisst kann ein Einsatz auch mal in die Hose gehen… Daher ist es nicht immer vorteilhaft namentlich kenntlich zusein.
Oft werden Sachen auch einfach nach außen falsch dargestellt und wir haben das selbe Problem.

Daher im RD -> Schild in die Tasche .
Bei der FW hab ich ebenso keinen Namen auf der Jacke sondern ein beliebig gewähltes Patch… der Name steht zwar auch auf dem Helm aber nur relativ klein und schlecht Sichtbar, den Gebrauchsspuren geschuldet🙂

Aber generell sollte sowas jeder für sich selbst entscheiden!

Gruß

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31. Nelia - 23/08/2016

Wir haben ebenfalls Anweisung, auf der Arbeit (Bildungsbereich) Namensschilder zu tragen. Einerseits finde ich es ganz gut, da das Gegenüber den Namen erfahrungsgemäß oft vergisst, ist ein nicht ganz so häufiger (geht mir umgekehrt aber oft genau so ;-)). Das führt dann dazu, dass ich die Namensfrage nicht zig mal wieder beantworten muss. Andererseits habe ich manchmal auch Bedenken um meine Privatsphäre, ein Schild mit Vorname würde es auch tun (krasser war da aber, dass ein Kollege ohne meine Erlaubnis einzuholen meine Handynr an Teilnehmer rausgegeben hat -.-).

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32. C. - 23/08/2016

Ich als noch (RS Bufdi) und ehrenamtlicher Sani finde ein Namensschild nicht schlimm. Ich stelle mich normal mit meinem Nachnamen vor, habe oft aber meine Einsatzjacke (ausser bei VU o.ä.) nicht an und somit kein Namensschild. Manchmal auch mit Vornamen bei Kindern oder gleichaltrigen jungen Erwachsenen. Problematisch finde ich es nur wenn ein Patient direkt nach dem Vornamen fragt (da Unterscheide ich dann immerhin obs die nette ältere Dame ist der das einfach lieber ist oder jemand mit anderen Absichten der an Komplimenten nicht spart). Ich möchte das ganze auf einer professionellen Ebene halten. Da gehört auch nicht hin wie hübsch man ist oder wie jung o.ä. Also bei mir ist das wie gesagt eine Fall zu Fall Entscheidung, facebook profil usw ist eh nicht unter meinem Nachnamen sondern nur soweit öffentlich das meine Freunde mich finden. Habe auch noch keine Anfrage von Patienten bekommen, lediglich mal ein dankeschön über den chef der aber unsere Daten nicht raus gegeben hat. Finde ich eine gute Lösung so. Muss aber jeder für sich entscheiden🙂

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33. high voltage engi (@electric_engi) - 24/08/2016

Als Freizeit-Wasserretter trage ich mein Namensschild auf Jacke und Hose. Sobald Presse anwesend ist, ziehe ich die Dinger einfach ab.

Beruflich sind die Schilder auf der Kleidung aufgenäht und vom Arbeitgeber quasi vorgeschrieben. Macht aber auch nichts, die Firma hat ein Gelände mit beschränktem Zugang, da hat man quasi immer nur die selben Kollegen und Fremdfirmen Mitarbeiter.

Grundsätzlich finde ich Namenschilder gut und richtig, um jemanden ansprechen zu können. Ein „Du da“ finde ich nicht so angenehm wie ein „Hr. XYZ“. Ich stehe zu meinen Taten, soll sich jemand beschweren, kann er es gerne tun, aber bitte persönlich bei mir soweit möglich.

Sobald es aber unangenehm wird, also man gestalkt (Facebook und co) wird oder ohne Zustimmung in den Medien landet hört für mich der Spaß auf und es kann weg!

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34. BRC_MEDIC - 24/08/2016

Andere Laender, andere Sitten. Hier hat fast jeder ein Namensschild, egal wo er arbeitet. Da wir hier[TM] auf breiter Ebene auf Vornamenbasis sind, stehen auch nur die auf den Schildern. Ich habe meinen Dienstausweis offen am Hemd – egal ob SanD-, RTW-Dienst- oder Responder-Taetigkeit. Nachteile bisher: keine. Vorteile: Man hat was zu reden, da mein Vorname auch schon fuer deutsche Verhaeltnisse eher selten ist.

Bei unseren Docs ist es auf einer breiten Ebene: Persoenliches Du, foermliches Du oder Doc/Mister, je nachdem.

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Hermione - 24/08/2016

Wenn der Vorname hier allgemein üblich wäre, fänd ich das so auch voll okay, halt meinen Vornamen auf dem Schild zu haben. Das gibt nicht zu viel preis und macht einen auch nicht online-stalkbar.🙂

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35. Zwergi - 24/08/2016

Also ich finde es absolut nicht schlimm wenn man den Namen nicht weiss, also den ganzen.
Ich selbst habe die Erfahrung gemacht das mir ein Sanitäter seinen Vornamen genannt hat um ein vertrauensverhältnis aufzubauen(akute Atemnot bei einem Asthma Anfall).
Ich glaube es ist einem in einem Notfall echt egal ob man den Nachnamen des Retters kennt oder nur den Vornamen.

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36. Supra - 24/08/2016

Ich habe ein Namensschild an meiner Jacke mit meinen Initialien bzw. den Nachnamen ausgeschrieben. Da das kein außergewöhnlicher Name ist und ich im Internet nicht meinem Klarnamen unterwegs bin, habe ich bisher noch keine Anfragen oder ähnliches erhalten. Meistens fragen die Leute trotz Namensschild nach.
Wenn ich in eine JVA oder bei Einsätzen mit polizeilicher Begleitung bin, mache ich prinzipiell das Namensschild weg.

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37. justanothernursesblog - 26/08/2016

Ich persönlich finde Namensschilder schon sinnvoll aber der Vorname müsste auch reichen. Vorname würde vorallem im Krankenhaus reichen. Ich habe während meines Praktikums auch die ein oder andere Schwester gesehen die nie ein Namensschild trug. Ich fand es immer etwas befremdlich wenn gerade Patienten die etwas aufdringlicher waren den vollen Namen kannten.

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38. Rebecca Susanne Mirbelle - 01/09/2016

Ich halte es da ganz wie du, Hermione. Es kommt schlicht und einfach immer auf das Umfeld und den Kontext an.

Ich bin als Polizistin unterwegs. Wir _besitzen_ Namensschilder, die meisten Kollegen tragen diese jedoch nicht auf ihrer Schutzweste, wenn wir draußen unterwegs sind. Dafür gibt es einfach (leider) zu viele Deppen, die selbst bei einer einfachen Verkehrskontrolle ausrasten und im Nachhinein mit ihrem Geld Anwälte Anzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden schreiben lassen. Über Leute, die uns virtuell oder real stalken, PKWs auskundschaften, Schrauben lösen, möchte ich gar nicht genauer nachdenken.

Dahingegen tragen wir auf unseren normalen Hemden / Polos unsere Namensschilder. Die haben wir unter der Schutzweste an und sind damit sichtbar, wenn uns beispielsweise in Bürger auf der Wache für eine Anzeigenaufnahme begegnet.

Es kommt also immer auf den Kontext an.🙂

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