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Ist „Eigenschutz geht vor“ noch zeitgemäß? 02/09/2016

Posted by Hermione in Fundstücke, Rettungsdienst.
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Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Artikel, den GothamRescue mir in der Nacht in die Timeline getwittert hat. Beachtet, dass der Artikel aus den USA kommt und auf die Situation dort eingeht.

Der Artikel und die Frage sind trotzdem recht provokativ, und wer mich kennt, weiß auch wie meine Antwort lauten wird: natürlich geht Eigenschutz auch heutzutage noch vor.

Ich hab da mal selber bereits zu gebloggt (hier ging es hauptsächlich um Eigenschutz und auch in fast allen anderen Artikeln der Themenwoche damals war es zumindest am Rande Thema), und meine Meinung hat sich seitdem nicht geändert.
Dieser Artikel hier (= der, den ich geschrieben habe, nicht der verlinkte aus den USA) spiegelt allerdings auch meine Meinung wieder (die sich glücklicherweise mit unseren Dienstanweisungen deckt, sonst wäre ich bereits gegangen), und wenn ihr selber anders handeln würdet, das anders sieht oder es selbst schon anders erlebt habt, dann kommentiert ruhig dementsprechend. Ich bin immer daran interessiert, auch andere Perspektiven zu sehen. Das heißt allerdings nicht, dass ich meine Meinung dazu ändern werde, nur, dass ich auch andere Sichtweisen akzeptiere (solange nicht von mir erwartet wird, danach zu handeln).

Was wäre denn, wenn wir wie RTL2-Dokusoap-Helden ohne Rücksicht auf eigene Verluste in die Gefahr rennen würden?
Wär dem Patienten schneller geholfen? Auf den ersten Blick vielleicht schon. Aber was nützt es, wenn wir zwar direkt beim Patienten sind, aber durch die Gefahr (aggressive Menschen, aggressive Hunde, ein brennendes Haus, fließender Verkehr auf der Autobahn, noch nicht gesichert abgeschalteter Strom auf einer Bahnstrecke, …) entweder ausgeschaltet werden (und dann nicht helfen können, weil wir tot, bewusstlos, verletzt sind) oder zum Rückzug gezwungen werden und deswegen nicht helfen können?
Wenn wir selbst medizinische Hilfe brauchen, sind wir keine Hilfe für unsere Patienten. Und die Kollegen, die dann zur Verstärkung kommen (wenn jemand noch in der Lage ist, jemanden nachzufordern), werden halt auch zuerst uns helfen.

Das klingt jetzt vielelicht furchtbar theoretisch, und es gibt (viele) Menschen die jetzt sagen „Dann hast du dir den falschen Beruf gesucht“, „Das ist halt auch kein Beruf, sondern eine Berufung“ oder „Es ist deine gute Christenpflicht, anderen in Gefahr zu helfen“. Jo, mach doch selbst.
Ich würde für meine Familie und für meine Freunde mein Leben und meine Gesundheit riskieren, wenn es sein muss, aber ich werde mich nicht für jemand Fremdes in Gefahr bringen.

Wenn Leute mit Waffen am Einsatzort sind (und damit meine ich jetzt nicht die Polizei), dann ist es mir egal ob da einer liegt und einfach nur blutet oder reanimiert werden muss. Dann gehe ich da nicht hin. Selbst wenn die bewaffneten Leute einfach nur besorgt sind und nächst keine Anstalten machen, uns anzugreifen. Die Situation kann schnell kippen, vor allem in wirklich emotionalen Situationen wie einer Reanimation.
Eine andere, recht typische unberechenbare Situation ist eine, bei der Menschen unter Einfluss von Drogen sind. Das kann anfangs harmlos sein, aber sehr schnell so eskalieren, dass es gefährlich wird.
Wenn Leute mit Glasflaschen oder sonstwas werfen, steige ich nicht aus. Wenn die Situation aufgeheizt ist und ich einfach ein schlechtes Gefühl bei der Sache habe, halte ich Abstand. Better safe than sorry.

Da kann man jetzt sagen „Dann müsst ihr euch eben besser ausrüsten“, und ja, es gibt inzwischen auch in Deutschland viele Berufskollegen, die mit Schutzwesten rumlaufen oder Pfefferspray u.ä. am Gürtel tragen.
Zeitgemäß? Meiner Meinung nach hat zumindest alles, was eine zusätzliche Bedrohung in den Einsatz bringt (Pfefferspray, Messer, bla) nichts am Gürtel eines Rettungsdienstlers zu suchen.
Bessere Ausbildung? Ja, sicher ist das nie verkehrt. Ich bin einmal in den Genuss einer großartigen Fortbildung gekommen, die gemeinsam mit der Polizei meiner Stadt stattfand und die einsatztaktisch ziemlich gute Einblicke gegeben hat und damit für die Zusammenarbeit am Einsatzort echt sehr hilfreich war.
Dennoch ist es nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Einsatzort für mich sicher ist. Das ist Aufgabe der Polizei. Die ist (bei uns) schnell da, wenn wir als Rettungsdienst sie nachfordern. Die paar Minuten wird der Patient dann halt noch warten müssen, so leid es mir tut. Wie bereits erwähnt, es ist niemandem geholfen, wenn ich selbst erstmal Hilfe brauche.

Und ja, etwas kann auch gutgehen. Darauf will ich mich aber nicht verlassen.
Ich werde auch weiterhin zuerst gucken, dass ich nicht in Gefahr bin, bevor ich aussteige oder irgendwo reingehe. Und wenn mein Chef mir das irgendwann mal anlastet oder von mir verlangt, anders zu handeln, dann bin ich weg.
Sicher können Patienten durch diese Einstellung Schaden nehmen, der vermeidbar gewesen wäre. Aber ich bin nicht für die Situation verantwortlich und werde nicht meinen Kopf dafür hinhalten.

In dem Artikel geht es um eine Mutter, die (berechtigte) Angst um ihre Tochter hatte, und so sehr ich mit Empathie gesegnet bin und ihre Position nachvollziehen kann – ich habe auch eine Mutter, die ihre Tochter nicht verlieren möchte.

Kommentare»

1. xayriel - 02/09/2016

Ich folge eher deiner Argumentation als der des amerikanischen Kollegen. Eigenschutz geht immer vor. Und dein letzter Satz bringt das ganz wunderbar auf den Punkt!

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Hermione - 02/09/2016

Danke.🙂
Man kann ja mal drüber reden, aber ich frag mich schon wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, das ändern zu wollen. Dass die Angehörigen das anders sehen, ist ja klar.

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fibilicious - 02/09/2016

Ich kann ja nachvollziehen, dass angehörige in einer Notsituation extremer empfinden und auch erwarten, dass man Gott spielen kann und ein bisschen Feenstaub streut und alles ist wieder gut. Glücklicherweise kommt man wenn’s gut läuft selten in so eine Situation. Deshalb das „aufgedrehte“ verhalten. Da können selbst 0815-Normalos nicht entspannt reagieren. Aber… Es gibt auch Leute, die von Natur aus auf anderen Frequenzen funken. Da kann die Reaktion dann auch schon mal schnell anders ausfallen.

Ich sehe den „Job“ schon eher als Berufung an. Man nimmt dafür ja viel in Kauf, was für einen Büromenschen nie in die Tüte käm…

Ach, ich könnte jetzt noch so viel schreiben. Zum Thema Eigensicherung gibt es aber nur eins zu sagen: sie geht vor! Immer!

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2. Kay - 02/09/2016

Natürlich hat medizinisches Personal den Job, Leid zu verhindern. In weiterer Folge bedeutet das auch, das eigene Leid zu reduzieren. Das beginnt beim Heben und Tragen des Patienten (ja, ich hole mir Tragehilfe wenn es sein muss!) und endet bei „uuuuh ich warte lieber auf die Polizei.“

Die Ansage, dass ja Feuerwehr und Polizei sich auch in gefährliche Situationen begeben lässt sich nicht einfach so auf med. Personal umlegen. Die Feuerwehr hat die Ausbildung und das Equipment um Feuer zu löschen und wenn ein Brand zu unkontrollierbar wird, wird auch ein Feuerwehrler den Einsatz abbrechen und nicht mehr reingehen. Die Polizei hat Ausbildung und Equipment um taktische Sicherheit zu bieten. Der RD hat keins von beiden, und ein Pfefferspray am Gürtel ändert das auch nicht.

Interessant finde ich den Kulturunterschied zwischen US/Europa, der hier sichtbar wird, und zwar v.a. in der Form eines „Heldenkomplexes“ (ja, ein böses, plakatives Wort). Es wird den meisten, die schon mal eine amerikanische Serie/Film gekuckt haben, amerikanische Foren oder dgl lesen oder auch schon mal selbst in den USA waren, aufgefallen sein, dass die komplette uniformierte Berufssparte Polizei/RD/Feuerwehr/Militär glorifiziert wird – etwas das wir „hier“ uns manchmal vielleicht auch ein bisschen wünschen, wenn wir wieder uns wieder mal wie die letzten Deppen vom Dienst fühlen. Trotzdem „tickt“ der europäische Sani völlig anders als der amerikanische und Forderungen wie den Eigenschutz neu zu bewerten und zurückzustellen, weil er halt nicht mehr zeitgemäß ist, sind die Auswüchse davon.

Einen Punkt aus dem Original Artikel unterschreibe ich aber 100%ig: situational awareness gehört mehr trainiert. Wir RD-Personal sind oft so indoktriniert von Algorithmen und Schemata dass die individuelle Bewertung einer Situation manchmal flach fällt – und das ist nicht im Sinne des Patienten. Das geht aber einher mit einer Novellierung des Ausbildung und ist damit ein sehr hochgestecktes Ziel.

(Bitte zu beachten, dass dieser Kommentar meine Meinung zum österreichischen RD widerspiegelt)

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3. Gotham City Rescue (@GothamRescue) - 02/09/2016

Der Blogpost aus den USA beschreibt ja das Staging, also das Bereitstellen von Rettungskräften „hinter der nächsten Straßenecke“, während die Polizei zunächst die Lage klärt. Das findet in den USA teilweise bei jedem Einsatzstatt, wo Akohol, Drogen oder persönlicher Streit gemeldet werden. Die Einsatzstelle ist dann völlig pauschal „unsafe“ bis zum Beweis des Gegenteils. Das ist ja noch einmal etwas anderes als situationsangepasste Eigensicherung, wie es sie bei uns gibt.

Was mir halt beim Lesen des Blogposts auffiel: Für nicht-rettungsdienstliche Einsatzkräfte wie Polizei und Feuerwehr ist Eigensicherung nicht weniger wichtig als für uns, uns auch dort steht sie an allererster Stelle, aber bei denen ist Erwartung und Verständnis aller Beteiligten (also von Einsatzkraft, Öffentlichkeit, Gesellschaft), dass man eben täglich Risiken auch für die eigene Person bis zu einem gewissen Maße eingeht. Natürlich gehört selbstverständlich dazu, dass man entsprechend ausgebildet und ausgestattet wird. In der rettungsdienstlichen Perspektive wird uns dagegen beigebracht, dass wir uns bereits beim kleinsten potenziellen Risiko zurückziehen, also die Schwelle des akzeptablen Risikos laut Lehrbuch bei null liegt. Der Punkt des amerikanischen Blogposts ist ja nicht, dass der RD sich in konkrete Gefahren begeben soll, die er nicht beherrschen oder abwehren kann, wie fliegende Flaschen, Waffeneinsatz, prügelnde Menschen. Das ist dumm und bleibt dumm. Sondern dass man sich bereits dann zurückzieht, wenn VIELLEICHT etwas passieren KÖNNTE.

Für mich relevant wird die Frage z.B. bei Großschadens- und ganz aktuell Bedrohungs- und Terrorlagen. Wenn wir da unterscheiden zwischen roter Zone (aktive Bedrohung), gelber Zone (noch unsicher), grüner Zone (bereits gesichert), dann stellt sich mir schon die Frage, ob speziell im gelben Bereich nicht auch entsprechend geschützte (!), ausgebildete (!) RD-Kräfte Leben retten könnten, anstatt nach aktueller Doktrin im grünen Bereich Däumchen zu drehen. Bei uns undenkbar, aber in anderen Ländern tägliche Realität. Wer hat da nun Recht oder Unrecht?

Eine solche Denkweise würde natürlich wiederum voraussetzen, eine entsprechende Risikobereitschaft gesellschaftlich/gedanklich zu „verabreden“. Dann wüsste zukünftig eben auch der RDler, genau so wie heute z.B. der Polizist, bereits bei Antritt seiner Ausbildung, welchen Gefahren er sich möglicherweise aussetzen muss, und könnte den Beruf entsprechend wählen oder auch nicht. So lange aber wie heute „verabredet“ ist, dass der RD null Risiko eingehen soll, kann ich natürlich jede*n Kolleg*in verstehen, der diese Verabredung auch eingehalten sehen will.

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Hermione - 02/09/2016

Das wäre – mit entsprechender Ausbildung – ja durchaus auch okay und vertretbar. Aber wird das in Deutschland möglich sein? Wie lange wurde um den Notfallsanitäter rumgetanzt, und wieviel von dem, was dort reingepackt werden sollte ist es dann letztendlich geworden?
Wenn man soweit geht, dann bitte nicht von Anfang an ne erweiterte Ausbildung, sondern erst nach soundso vielen Berufsjahren und mehreren psychologischen Gutachten. Manche Berufsanfänger sind schon in normalen Situationen kaum tragbar, und bevor da ein Held mit der GoPro…😉
Aber um wieder ernst zu werden: dann müsste auch sichergestellt werden, dass nur die zusatzausgebildeten Kollegen auch in den gelben Bereich gehen.
Und abgesehen von Großschadenslagen, in „alltäglichen“ Situationen?

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Gotham City Rescue (@GothamRescue) - 05/09/2016

Hier übrigens ein Artikel, ebenfalls aus USA, der meiner oben geäußerten Meinung genau widerspricht, und meint: „Sanis raus aus der Gefahrenzone!“ https://emsqaqi.com/2016/09/04/ems-in-the-warm-zone-a-bad-idea-based-on-bad-science/

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4. Mina - 02/09/2016

Noch mal eine andere Perspektive: ich bin der Meinung, dass jemand der den Rettungsdienst zur Hilfe holt, auch für eine gefahrenfreie Umgebung zu sorgen hat, in der man nicht Angst um sein Leben haben muss, zB durch gleichzeitiges Verständigen der Polizei, wegpacken von Waffen etc. In dem Moment, wo von anderen erwartet wird zu helfen, muss man seinen Teil beitragen das dies auch möglich ist! (Ist natürlich was anderes bei Terror, Anschlägen etc)

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Hermione - 02/09/2016

Ja, theoretisch sicher schon, aber mal realistisch betrachtet, warum sollten die Seiten sich auf einmal vertragen, nur weil einer auf einmal Hilfe braucht? Und die Polizei mitzualarmieren, das kann man nicht erwarten. also, wirklich nicht. Die Situationen, die mir zu heikel sind, sind ja oft welche, in denen die Anwesenden aus gutem Grund keine Polizei haben wollen. Es kommt vor, dass man schon „dankbar“ sein muss, dass die überhaupt den Rettunsgdienst gerufen haben und nicht versucht haben, das irgendwie alleine zu regeln.
Und im Zweifel ist dafür auch unsere Leitstelle da, die die Polizei direkt mitalarmiert, wenn bei der Abfrage am Telefon der Eindruck entsteht, dass die Situation schwierig sein könnte.
Wegpacken von Waffen find ich auch schwierig, denn wer sie wegpackt (so dass wir sie nicht sehen), hat sie ja trotzdem noch, und wenn die Situation entgleist, sind sie ganz schnell wieder in der Hand. Gerade wenn viel Adrenalin im Spiel ist, handeln wir Menschen nicht unbedingt vernünftig. Da ruft einer von der Gegenseite was blödes, einer kriegt was in den falschen Hals, irgendwer rempelt irgendwen an…
Deinem letzten Satz stimme ich aber zu, zumindest in „normalen“ Situationen.

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5. Rabenhexe - 02/09/2016

Ich weiß nicht…
Generell bin ich der Meinung der Vergleich zur Feuerwehr oder Polizei hinkt, vor allem weil deshalb weil sich die Feuerwehr nur auf das Feuer die Polizei nur auf die Gefahr konzentrieren kann, ihre Aufmerksamkeit also auf dem (größten) Risiko ruht, währen der Rettungsdienst eben den Verletzten versorgt von dem ja i.d.R. nicht die Gefahr ausgeht. was ich mir vorstellen könnte wäre auf jeden Wagen einen oder zwei „Aufpasser“ zusätzlich (!) zu haben der nichts anderes macht als während der Versorgung auf das Umfeld zu achten und ggf. zu (Beweise) zu sichern. das könnte vielleicht auch die Gaffer Problematik eindämmen, wenn man jemanden hat der Zeit hat Kennzeichnen zu notieren wird man nicht mehr filmen.

ach ja und man hätte noch jemanden der mit anfassen kann beim tragen / lagern😉

Aber Generell halte ich Eigenschutz in Deutschland für wichtig, und selbst wenn der Eigenschutz vielleicht Opfer kostet oder die Heilungschancen nicht mehr perfekt sind.
So kalt es klingt wenn „Rettungsdienstmitarbeiter“ aller Ausbildungs- und Gehaltsstufen incl. Ehrenamtlichen ihr Leben und ihre dauerhafte Gesundheit (Thema Querschnittslähmung in Folge Stich oder Schussverletzung usw.) riskieren müssen (weil es erwartet wird von Gesellschaft oder Dienstgeber) wird die Hilfeleistung noch unattraktiver als sie ohnehin schon ist.

Denn da bin ich ganz bei dir
Jeder einzelnen Helfer hat mindestens einen Menschen der ihn nicht verlieren mag.

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6. alltagimrettungsdienst - 03/09/2016

Ich halte nichts davon, RD Kräfte weiter fort und auszubilden, um im Gefährlichen Bereich, Leben retten zu können. Denn was passiert denn, wenn deine Sicherung plötzlich neben dir liegt und der Täter auf dich zu kommt!? Ziehst du dann die Waffe deines Beschützers? Es hat schon Sinn, dass unsere Aufgaben strikt getrennt sind. Und wenn man sich die Anschläge in Europa ansieht, musste nirgends vom RD in einen Bereich, der nicht sicher war. Deswegen halte ich solche Überlegungen für nicht wirklich sinnvoll.

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7. Nanny Ogg - 05/09/2016

Warum sollten Rettungsdienstler noch einen zweiten Job lernen und ausüben? Ihr Job ist es, Kranken/Verletzten zu helfen. Schlimm genug, dass dafür mitunter eine Schutzweste getragen werden muss. Aber noch zusätzlich mit Waffen hantieren – die im schlimmsten Fall einem Gegner dienen – nö, dafür sehe ich keine Notwendigkeit. Was hab ich als Patient denn davon, dass derjenige, er mir helfen will, neben mir zu Boden geht? Gar nichts.
Klar ist das übel für den Patienten und die Angehörigen, aber die Ursache dieser Verzögerung sind diejenigen, die die Gefahr darstellen, nicht die Rettungsdienstler.

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8. Berghainretter - 05/09/2016

Was für eine verquere Kausalität!

Hier stellt der US-Autor die Angelegenheiten gefühlt da, als seien die Paramedics an der heroiübrrdosis der 12 jährigen schuld, „verstecken “ sich dann aber bis die Pol. kommt, statt sich selbst wie die Exekutive zu verhalten… Soweit ich weiß gehört und gehörte das nie zu unseren Aufgaben.

(“ Over the years, EMS has drifted far apart from our public safety brothers and sisters in our ability and willingness to acknowledge, recognize, and effectively manage the risks we all face. As a consequence, the public is beginning to question our ability to do our jobs.“)
Desweiteren finde ich dieses Prestige Argument etwas fragwürdig, immerhin verstehen die Bürger viele Herangehensweise und Geschehnisse im Rettungsdienst nicht, hier und anderswo sicher auch, somit ist das nicht besonders tragfähig…

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