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WMDEDGT? 06/09/2016

Posted by Hermione in Alltag, blogosphere, Lernen, Rettungsdienst.
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Es ist wieder der 5. des Monats *hust* na gut, der 6., aber Frau Brüllen hat gesagt, ich darf.
Hier ist also mein Beitrag zu Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Es ist Dienstag, also habe ich Dienst. Mein Wecker klingelte um kurz vor sechs, hurra. Irgendwie herrscht zwischen Badezimmer und Küche aber eine Störung des Raum-Zeit-Kontinuums, und ich habe es deswegen nicht geschafft, meinen Kaffee zu trinken. Dass ich unter der Dusche eingeschlafen sein könnte, ist eine haltlose Unterstellung.

Für solche Fälle habe ich immer meistens oft zumindest am Monatsanfang, wenn noch Geld da ist, ein oder zwei Dosen Energy im Kühlschrank. Die kann man wunderbar in der Bahn trinken und sich dabei erbärmlichfühlen, weil das Rentnerpaar gegenüber immer denkt, es wäre Bier, und einem geringschätzige Blicke zuwirft. Aber irgendwas ist ja immer.

Heute stand ein Dienst mit einem meiner Lieblingskollegen an. Wenn wir zusammen auf einem Fahrzeug sind, erleben wir immer etwas besonderes. Oft sind das besonders bescheuerte oder besonders beschissene Einsätze (die einem aber immerhin was zu erzählen geben, und hinterher kann man eh drüber lachen), manchmal sind es aber einfach nur besonders interessante Einsätze.

Heute hatten wir Glück, heute durften wir einen Patienten in ein Justizvollzugskrankenhaus bringen, und das bedeutet nicht nur, dass es ein interessanter Einsatz und ne willkommene Abwechslung wird, sondern vor allem auch, dass es in der Regel der einzige Einsatz des ganzen Tages ist. Wir sind ja faul und freuen uns über sowas.
Allein nen Patienten aus einer JVA zu holen, ist schon sehr aufwändig (ich darf und will da auch nicht ins Detail gehen), aber wenn das Ziel dann nicht ein „normales“ ziviles Krankenhaus ist, sondern ein Gefängniskrankenhaus, dann verzehnfacht sich der Aufwand ungefähr. Ganz davon abgesehen, dass es auch nict gerade um die Ecke liegt.
Und im Unterschied zu „normalen“ Gefängniseinsätzen lassen wir die begleitenden Justizvollzugsbeamten nicht beim Patienten/Insassen Zielkrankenhaus, sondern nehmen sie wieder mit zurück, müssen also den ganzen Kladderadatsch mit den mehreren Fahrzeugschleusen, den abgegebenen Personalausweisen und Mobiltelefonen und und und noch einmal mitmachen.
Außerdem ist es ne höchst inoffizielle Tradition, dass die Beamten uns auf der Rückreise an ner Raststätte zum Kaffee einladen, um sich für den schönen Ausflug zu bedanken. Und Traditionen soll man ja nicht brechen.😉

Wir hatten heute also genau einen Einsatz, freie Autobahnen bei schönem Wetter und guter Musik, und nen Gratiskaffee haben wir auch bekommen.❤

Der Feierabend ist bisher ebenfalls gut oder zumindest nicht anstrengender als nötig.
Ich habe auf der Bahnfahrt nach Hause fleißig Chemie gelernt (das Kapitel dürfte ich heute noch abschließen können – späääääter) und bin erst gegen Ende ein bisschen eingeschlafen (und habe mir das Shirt auch nur ein bisschen vollgesabbert).
Zuhause habe ich es mir erst mit Fassbrause und Pizza gemütlich gemacht und dann nur noch mit Fassbrause, und lese das Internet leer.

Ein paar Notizen für den herannahenden NaNoWriMo (gut, der ist nun wirklich noch ein ganzes Stück entfernt) habe ich mir auch gemacht, dieses Jahr will ich mich dabei an Fanfiction versuchen. Spart ein bisschen Zeit, weil die Charaktere ja schon ausgearbeitet und mir wohlbekannt sind. Und wenn das mit den Prüfungen nicht klappt, ändere ich die Geschichte halt ein bisschen ab und bringe sie als Fifty Shades of Black raus.😉

Was steht heute noch an? Nur noch ein bisschen Chemie wiederholen, ein bisschen Musik hören, ein Stündchen lesen, und dann früh ins Bett, denn morgen ist ja wieder Frühdienst angesagt. Oder nein, Domian läuft ja wieder. Tja, dann bin ich morgen wohl ein bisschen unausgeschlafen.

Hab ja noch ne Dose Energy im Kühlschrank.🙂

 

Kommentare»

1. Julia - 08/09/2016

Zum Glück habe ich über viele Ecken deinen Blog entdeckt und geselle mich still dazu😉 ! Super erfrischend und sehr interessant – ich kommentiere nun nur diesen Beitrag, auch wenn ich mich schon weit durchgearbeitet habe.

Ich geselle mich in die Reihe der „Energy-aus-Dosen-trinkenden-und-in-der-Öffentlichkeit-abschätzig-angeblickten“-Personen, das passiert mir beinahe jeden Tag auf ein Neues.😀 Nicht zuletzt während meiner Dienste, in denen ich von Patient zu Patient kurve und möglichst elegant versuche, den Dienstwagen dabei nicht vollends beim Trinken einzusauen. Hach, war das schön als es noch die wiederverschließbaren Dosen gab!

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Hermione - 08/09/2016

Herzlich willkommen hier und vielen lieben Dank für dein Lob!❤
Und wie schön, eine Energy-Seelenverwandte zu finden!😀 Wiederverschließbare Dosen wären ein Traum, manchmal reicht die Zeit einfach nicht für ne ganze Dose. Die Energies, die es in Flaschen gibt, sind ja leider alle nicht so lecker und eher was für den Notfall. Monster, Rockstar und Booster sollten wiederverschließbar sein, das wäre so schön!

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Julia - 09/09/2016

Just gestern Abend ist es passiert: Mein Mann brachte mir meine übliche Tagesration Monster Energy mit – und sie war mit wiederverschließbarem Drehdeckel! Halt mal danach Ausschau, ich hatte Tränen in den Augen vor Glück😀

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