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Anatomie (und Histologie) lernen mit Kenhub. [Manage Mischief] 24/11/2016

Posted by Hermione in #medlife, Anatomie, HistYOLOgie, Kooperation, Lernen, Manage Mischief, Medizinstudium.
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Manage Mischief

Direkt vorweg: Das Kenhub-Team war so freundlich, mir einen Premium-Zugang zur Verfügung zu stellen, damit ich das System noch ausgiebiger testen kann.
Das hat meine Meinung nicht beeinflusst, ich war bereits vorher (während der üblichen fünf Gratis-Tage) sehr begeistert und habe mich seitdem auch größtenteils mit Kenhub auf den Präpkurs vorbereitet. Da kam mir die Gelegenheit sehr recht, das alles noch länger und ausgiebiger testen zu können.
Und ich muss sagen, dass ich mich sehr darüber ärgere, nicht schon vor einem Jahr drauf gestoßen zu sein.

Lasst mich erstmal kurz beschreiben, worum es eigentlich geht.
Kenhub ist ein Online-Lernsystem für Anatomie und Histologie. Zur Auswahl stehen Artikel, Videos, ein Anatomieatlas und das (ziemlich coole) Training.
Hier ist schon einmal der Link zu Kenhub, bevor ich es vergesse. 😅

Aufgeteilt ist alles dann in verschiedene Bereiche: Grundlagen, Obere Extremität, Untere Extremität, Rumpfwand, Kopf & Hals, Thorax, Abdomen & Becken, Neuroanatomie, und auch, was ich ziemlich cool finde, Histologie und Schnittbildanatomie.
Für Histo wär’s letztes Semester ziemlich toll gewesen, damit zu lernen, auch wenn meine Uni einen ganz okayen virtuellen Kurskasten zur Verfügung stellt.

Schnittbildanatomie freut mich deswegen so sehr, weil es nochmal was völlig anderes ist, sich auf Körperscheiben orientieren zu können, und zumindest bei uns manche Dozenten richtig scharf drauf sind, uns in den Prüfungen damit zu konfrontieren.
Das hat mir in den letzten Wochen schon sehr geholfen und ich werde es in den nächsten Wochen bis zur Prüfung auch nochmal richtig durchackern. ☕️

Die Bereiche sind dann nochmal weiter untergliedert. Am Beispiel von „Thorax“ also z.B. das Mediastinum, die Lunge, das Herz, … So hab ich mich jetzt richtig gezielt auf den Präpkurs vorbereitet.
Die Unterthemen sind dann auch nochmal weiter sinnvoll unterteilt, bei der Lunge z.B. in situ, mediale Ansicht, laterale Ansicht, Lympfabfluss. Beim Herzen findet man dafür zusätzlich Themen wie die Herzklappen, die Koronararterien, die vegetative Innervation des Herzens, … Also alles, was man zum jeweiligen Organ wissen muss.

Das kann auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen überfordernd wirken.
Ich hab mir einfach das Thema rausgesucht, dass ich für den Präpkurs vorbereiten wollte, und hab da erstmal mit dem Training in situ angefangen und mich dann durch die anderen Themen durchgearbeitet.

Wer nicht sofort mit den Fragen (also dem Training) anfangen will, kann auch erstmal eines der vielen Videos zu (fast) jedem Thema gucken. Die meisten von uns sind sicher schon einmal auf Youtube auf diese Videos gestoßen (so bin ich auch auf Kenhub aufmerksam geworden).
Das mach ich ja (nicht nur bei Anatomie) am liebsten, wenn ich schon viel gelernt hab und langsam keinen Bock mehr habe. Ein Video geht immer.

Zusätzlich gibt es noch die beiden Möglichkeiten, sich alles im Atlas anzugucken, oder Artikel dazu zu lesen.
Die Artikel mag ich, um mir die Funktion und den Zusammenhang nochmal vor Augen zu führen. Im Atlas guck ich mir zugegebenermaßen nicht so häufig was an. Mir reichen dafür schon die Bilder im Training, also im Fragenbereich.
Ist aber grundsätzlich sehr praktisch, vor allem für unterwegs, wenn du den Prometheus (oder einen anderen Anatomieatlas deiner Wahl) nicht mitschleppen willst.
Glücklicherweise kann man Kenhub auch gut auf mobilen Endgeräten nutzen.

Anatomische Zeichnung des Herzens mit markiertem Koronararterienast

Hier zum Beispiel ein Bild aus dem Atlas mit dem grün markierten Ramus interventricularis anterior.

Das Training ist dann auch schon das Herzstück und der Grund, warum ich Kenhub so toll finde.
Ich hab festgestellt, dass ich mir schwierige Sachen am leichtesten merken kann, wenn ich eine MC-Frage dazu mehrfach falsch beantwortet habe und mich dann darüber aufrege. 😁
Deswegen kreuze ich auch so gerne.

Es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen, die andere Aufgaben mit sich bringen, insbesondere was die Art zu antworten angeht. Während man bei der leichtesten Stufe noch zwischen Antwortmöglichkeiten auswählen kann, muss man bei schwierigeren Stufen erst Silben oder Buchstaben zusammensetzen und später auch komplett selbst tippen. Es macht mir tatsächlich Spaß, solche Aufgaben zu bearbeiten. Es fühlt sich nicht so sehr wie lernen an, sondern mehr wie ein Spiel, aber es ist sehr effektiv. Und dadurch, dass man den Schwierigkeitsgrad steigern kann, wird man auch Schritt für Schritt besser (und es wird nicht kangweilig).

Außerdem wird, wie bei guten Karteikarten, „in beide Richtungen“ gefragt. Es kann vorkommen, dass man einen Begriff genannt bekommt und dann zwischen (mindestens) zwei Bildern das auswählen muss, auf dem das Gesuchte abgebildet bzw grün hervorgehoben ist.
Es gibt aber auch Fragen, in denen man ein Bild gezeigt bekommt und dann, wie oben bei den Schwierigkeitsstufen beschrieben, antworten muss was man sieht.
Das ist bei manchen Bildern ein bisschen unübersichtlich (Wirbelsäule zum Beispiel), vor allem wenn man mit dem Smartphone lernt. Man kann sich die einzelnen Bilder aber auch nochmal groß angucken und dann in aller Ruhe nach der Markierung suchen. Es gibt ja kein Zeitlimit für die Fragen.

Nach dem Training wird ausgewertet. Wieviel Prozent der Fragen hab ich richtig beantwortet, wie lang habe ich für die Einheit gebraucht und wie viele Punkte habe ich erzielt.
Besonders toll: die Auflistung der Schwachstellen (und dass das Training direkt darauf reagiert und einen mit falsch benannten Abbildungen konfrontiert, bis es sitzt).

So sah es neulich bei mir aus:

Die Übersicht, die nach der Trainingseinheit eingeblendet wird

Selbsterklärend, oder?

So weiß ich einerseits direkt, woran ich noch arbeiten muss, und andererseits kann ich so auch meinen Fortschritt verfolgen.

Es kommen regelmäßig gute Neuerungen hinzu, z.B. die Möglichkeit, auf eine Version für Menschen mit Rot-Grün-Schwäche zu wechseln (normalerweise sind die Markierungen grün).
Geplant ist außerdem (und darauf freu ich mich besonders!) ein Bereich zur Radiologie, mit CT- und MRT-Aufnahmen und 3D-Animationen zu Muskelfunktionen. Das ist dann sicher vor allem für diejenigen sehr interessant, die sich durch die Extremitäten kämpfen müssen.

Ihr seht, ich bin ein Fan. Ihr könnt Kenhub (wie ich anfangs bereits erwähnt habe) fünf Tage lang kostenlos in vollem Umfang testen. Danach könnt ihr euch für einen von drei Premium-Tarifen entscheiden, die sich in der Laufzeit unterscheiden, nicht in den Funktionen. Gerade der Monatszugang dürfte zur Prüfungsvorbereitung ziemlich wertvoll sein.
Möchtet ihr nicht auf Premium wechseln, habt ihr mit dem Basic-Zugang die Möglichkeit, den Atlas und die Artikel voll zu nutzen. Eingeschränkt ist dann der Zugriff auf die Videos und die Trainings, da gibt es jeweils sieben kostenlose.

Die fünf kostenlosen Probetage kann euch aber wirklich nur ans Herz legen!

Und weil einige von euch jetzt ja ebenfalls auf ihre Prüfungen zugehen, darf ich auf Instagram fünfmal den Monatszugang Premium verlosen.🙂
Das ist sehr großzügig und das freut mich total.
Spielregeln und alles findet ihr beim verlinkten Foto auf Instagram.

So, und zum Abschluss noch einmal der Hinweis, dass hierbei um eine Kooperation handelt, die zustande gekommen ist, nachdem ich bereits von Kenhub überzeugt und begeistert war. Ich wurde und werde nicht dafür bezahlt oder bestochen, eine positive Review zu schreiben.

Kommentare»

1. Jerowski - 24/11/2016

Moin,
hast du eigentlich auch mal Kenhub und Amboss (ausführlicher) verglichen?

Gefällt mir

Hermione - 24/11/2016

Ich kenne Amboss nicht (also nein).

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