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Sectio chirurgica: (Live)-Operationen im Web. 09/12/2016

Posted by Hermione in #medlife, Anatomie, Ich sehe tote Menschen, Lernen, Medizinstudium, Prokrastinationsscheiße.
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Freundinnen und Freunde der gepflegten Anatomie, mir wurde auf Twitter etwas wunderbares in die Timeline gespült.

Die Uni Tübingen (Instant-Ohrwurm: Tübingen, warum bist du so hügelig?) hat ein verdammt geniales Projekt: Sectio chirurgica.
Was mag das sein? Nun, es werden richtig interessante Operationen an Körperspendern (danke!) durchgeführt live ins Netz übertragen. Hinterher kann man sich die noch in der Mediathek angucken. Und da sind in den letzten Jahren einige richtige Knaller zusammengekommen, wie z.B. eine minimalinvasive Implantation eines neuen Kunstherzens.

Zusätzlich zu den Bildern aus dem OP gibt es noch Exkurse zur Anatomie der betreffenden Region (das kommt mir ja auch gerade recht!), anonyme Multiple-Choice-Umfragen, um den eigenen Wissensstand mit denen der anderen Zuschauer abzugleichen, und einen Chat, um Fragen an die Operateure stellen zu können, außerdem gibts die Möglichkeit nen „Second Screen“ zuzuschalten um mehr (und aus ner zusätzlichen Perspektive) zu sehen und ein Skript.

Leute, es ist richtig großes Kino! Ich lege das wirklich allen Medizinstudierenden sehr ans Herz.

Die nächste Live-Übertragung ist am Donnerstag, dem 15.12., ab 18 Uhr, und das Thema ist Das Retinaimplantat – wenn Blinde wieder sehen.
Nen DocCheck-Account haben wir doch alle, oder? Hier ist der Link zur DocCheck-Übertragung.
Die Mediathek findet ihr hier bei Sectio chirurgica, dafür muss man sich aber auch anmelden.

Und, liebe Rettungsdienstler (aber nicht nur): hier ist ein Video zum Thema „Megacode – die erweiterte Reanimation“.

Danke, Uni Tübingen! Das rockt wirklich!

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Kommentare»

1. ptachen - 10/12/2016

Das ist sehr interessant, auch für Nichtärzte. Was passiert eigentlich mit den „Resten“ der Körperspender? Ich meine einmal gehört zu haben, dass es von den Unis organisiert immer mal ein „Gemeinschaftsbegräbnis“ gibt. Eine Bekannte (allerdings war sie Französin) hat sich in diesem Jahr ebenfalls gespendet, die Angehörigen sagten mir aber, dort gäbe es keine offizielle Bestattung der Überreste (wenn ich das mal so pietätlos sagen darf).

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Hermione - 10/12/2016

Ja genau, die werden individuell kremiert (also nicht alle „Reste“ in eine Urne) und anonym beigesetzt, und es gibt eine Trauerfeier für alle gemeinsam, zu der die Angehörigen, aber auch die Studierenden und wer noch so alles an den Spendern gearbeitet und gelernt hat, eingeladen sind. 😊

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ptachen - 10/12/2016

Danke, so hatte es mir eine Freundin die gerade Medizin studiert auch einmal erklärt. Scheint in Frankreich anders gehandhabt zu werden…

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Hermione - 10/12/2016

Möglicherweise ist es auch von Uni zu Uni unterschiedlich, ich weiß es nicht.

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