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Adventskalender: 14. Türchen. [Themenmonat Enpathie] 14/12/2016

Posted by Hermione in Adventskalender, Krankenhaus, Krankentransport, Rettungsdienst.
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Manchen Patienten tut es gut, mal über alles zu reden, was ihnen in letzter Zeit so widerfahren ist. Die fangen dann schon von selbst damit an, meist bei KTW-Fahrten. 

Auch wenn das nicht immer interessante Geschichten sind, versuche ich, aktiv zuzuhören und dem Patienten das Gefühl zu geben, mir mal das Herz ausschütten zu können. Das ist nicht meine Aufgabe, aber gerade bei älteren Menschen weiß man ja nie, ob die nicht sonst vielleicht niemanden zum Reden haben und wir vielleicht der einzige soziale Kontakt des Tages oder der Woche sind. 

Ein bisschen Nicken, vielleicht mal ne Rückfrage (am besten zu irgendwas Schönem), ein Satz der zeigt, dass man versucht zu verstehen, wie der Patient sich fühlt („Ich kann mir vorstellen, dass das sehr viel Aufregung für sie war“, „Es ist sicher schön, wenn man sich im Krankenhaus auch menschlich gut aufgehoben fühlt“), all das kostet nichts und gibt dem Patienten das Gefühl, nicht nur Transportgut zu sein. 

Das ist mir wichtig. 

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Kommentare»

1. Andi - 14/12/2016

Cool, dann lass ich mich von Dir fahren, wenn ich mal nen ktw brauche.

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2. Ollo - 14/12/2016

„Es ist sicher schön, wenn man sich im Krankenhaus auch menschlich gut aufgehoben fühlt“

Hauptsache, dem ist auch so.
Genau das ist heutzutage ein Problem.
Die Zeit des Pflegepersonals ist knapp bemessen.
Zur Kommunikation zwischen Pflegenden und Patienten kommt es nur noch in den Serien, die im Fernsehen laufen.

Ärzte nehmen sich er recht keine Zeit mehr. Und würden sie, wer wollte für sie dolmetschen?

Um so erfreulicher ist es, wenn da tatsächlich jemand ist, die/der während des Krankentransports ein wenig Nähe vermittelt.

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Hermione - 14/12/2016

Aha. Nö, also ich hör tatsächlich recht oft von Patienten, dass sie sich im Krankenhaus menschlich gut umsorgt fühlten, sonst würde ich diesen Satz ja nicht sagen.
Die meisten Ärzte sind auch in der Lage, sich in einer für die Patienten verständlichen Sprache auszudrücken, spätestens wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden.
Dass da was schiefläuft im Gesundheitssystem, ist klar. Krankenhäuser dürfen einfach nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden, das geht nicht gut.
Aber dass sich, bei all dem Zeitdruck, die meisten nicht wenigstens Mühe geben, kann ich so nicht bestätigen.
Ich weiß nicht, in welchem Krankenhaus du arbeitest, aber in denen die ich ständig sehe läuft es doch recht menschlich ab zwischen der Pflege und den Patienten. Klar ist da nicht rund um die Uhr jemand zum betüddeln und plaudern im Patientenzimmer, aber dafür ist die Pflege ja auch nicht da.

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