jump to navigation

Lifeupdate/Wochenrückblick/DEINE MUDDA! 26/02/2017

Posted by Hermione in Alltag, FERIEN, Kollegen, Medizinstudium, Prüfungen, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
add a comment

(Was wäre ein Rescue Blog Artikel ohne ordinäre Formulierungen?)

It’s been a while.

Die Ferien haben jetzt voll von mir Besitz ergriffen. Nachdem der ganze Klausurwiderspruchscheiß fürs Erste erledigt ist (d.h., wir können jetzt erstmal nix weiter tun als abwarten und ab und zu neue Verbündete rekrutieren), bleibt mir jetzt eh nix weiter übrig als mein Leben normal weiterzuleben und zu hoffen, dass es sich zum Guten wendet.

Das bedeutet, ich schlafe sehr, sehr viel, habe meinen Biorhythmus mal wieder komplett vermurkst und arbeite, wann immer sich eine schöne Lücke im Dienstplan auftut. Und mit „schön“ meine ich „oh, eine Lücke zu einer Zeit, in der ich höchstwahrscheinlich wach sein werde!“.
Ich bin jung und brauche das Geld.

Seit Ferienbeginn hab ich also recht viel gearbeitet, um im Februar noch ein paar Dienste zusammenzubekommen, um nächsten Monat keine Pfandflaschen sammeln zu müssen. Ich glaub, das hat ganz gut funktioniert.
Die meisten Dienste waren mit eher seltsamen Kollegen, aber das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die meisten unserer neuen Kollegen einfach seltsam sind.
Wie formulierte ein weiser Mensch neulich?

(From the mind that brought you

…)

Aber dafür habe ich auch zwei, drei gute neue Stories für euch. Die werden allerdings in separaten Artikeln niedergeschrieben, also stay tuned. Ich hab ja jetzt wieder Zeit. Ich bin ein freier Elf!

Ich habe außerdem Zeit, mich meinen anderen kreativen Hobbies zu widmen, also zeichnen und Geschichten schreiben. Das ist schön. Das ist wie Urlaub. 🙂
Da ich, was meine richtige Geschichte angeht, momentan ein bisschen im Dunklen tappe, arbeite ich hauptsächlich an einer Fanfiction. Harry Potter, natürlich. 😉
Da komme ich ganz gut voran, und ich werde demnächst (möglichst erfahrene) Beta-Reader brauchen. Das ist aber mehr ein Thema für meinen anderen Blog, deswegen werd ich mich dort ausschweifender darüber auslassen. Hier sei es nur erwähnt, weil es nunmal zum Lifeupdate dazugehört. Bla.

Mein Knie tut immer noch mega weh nach diesem beknackten Sturz, und die Wunde reißt auch immer wieder neu auf. Das wird eine wunderschöne Narbe werden, und ich werde mit Stolz an diesen glorreichen Moment zurückdenken, als ich mich vor der Außenwache aufs Maul gelegt habe und die Wunde dann dann wie ein Höhlenmensch, wie ein wildes Tier mit relativ ungeeigneten Mitteln versorgen musste. Good times. ❤

Ja. Was noch? Nix. Glaub ich. (Wobei mir garantiert direkt nachdem ich auf „Publizieren“ geklickt hab einfällt, was ich uuuunbedingt auch noch schreiben wollte. Es kommt später oder morgen also ziemlich sicher noch ein Update zum Update.)

Wie bereits erwähnt, es sind Ferien und ich hab wieder mehr Zeit. Ich werde versuchen, wieder häufiger, vielleicht sogar phasenweise täglich zu bloggen. Und ich werde wieder mehr twittern (aber das hab ich ja die letzten Tage schon getan).

Die wilden Samstagabende. 14/01/2017

Posted by Hermione in Alltag, Kollegen, Lernen, Medizinstudium.
Tags: , , , ,
5 comments

Ja, ich bin eine Partylöwin.

Ich sitze im Schlafi mit einem Glas New York Chai mit Alpro light am Schreibtisch und blättere meine Chemie-Unterlagen durch. Morgen hab ich wieder Nachhilfe, da will ich zumindest das vom letzten Mal können.
Eigentlich wollte ich heute nochmal ne Altklausur lösen, aber dafür muss ich erst dieses massive Motivationstief überwinden.
Spaß macht das nicht. Ich weiß auch nicht so recht, warum ich momentan so tranig bin. Hallo, Motivation?

Wird langsam echt Zeit, dass der Winter sich verabschiedet. Ich weiß, es ist erst Mitte Januar, aber ich will endlich Frühling haben! Ich will dass die Sonne wieder scheint, und dass die Natur zu neuem Leben erwacht, ich will niedliche Tierbabys sehen!
Oh, und ich will endlich Semesterferien haben!

Ich würde so gern wieder mehr arbeiten und ein paar der abenteuerlichen Stunts unserer Neuen miterleben – so lange sie noch da sind. Die dezimieren sich nämlich auch. Genau wie die Pferdchen in unserem Fuhrpark. Einer der Neuen hat es anscheinend geschafft, die Vorfahrtregeln sehr eigenwillig zu interpretieren und so nen ziemlichen Blechschaden produziert.

Und ich verpass das alles! 😦

Kaffeeeeeee! 13/01/2017

Posted by Hermione in #medlife, Alltag, Kollegen, Lernen, Medizinstudium, Prokrastinationsscheiße.
Tags: , , , , , ,
6 comments

Heute ist so ein Tag, an dem ich irgendwie einfach nicht wach werde. *löffelt mehr Kaffeepulver in die Maschine*

Und Himmel, es fühlt sich total komisch an, fast die ganze Woche weder in der Uni noch auf der Wache zu sein! Es ist fast, als würde ich etwas total Verbotenes tun.
Dabei hab ich ja gar keine Freizeit, also nicht nur. Ich lerne ja (also zwischendurch immer mal wieder).

Sobald der Nebel in meinem Kopf sich lichtet, geht es dann auch mit Chemie weiter. Was bin ich froh, wenn das ausgestanden ist.
Da ich gestern auf Instagram aber erfahren habe, dass es Unis gibt, an denen man nicht einmal ein PSE mit in die Klausur nehmen darf, will ich in Zukunft ein klein wenig demütiger sein und nur noch mit 98%iger Kraft gegen meine Uni wettern. 😀

Randnotiz: Es schneit, und ich bin mit Schneeschippen dran. Das Schicksal meint es heute besonders gut mit mir.

Nein, also für nächsten Freitag muss ich mir wenigstens nen kurzen Frühdienst organisieren, so hält man das ja nicht aus. Ich vermisse meine Kollegen, also die Handvoll, die ich noch kenne.
Da fällt mir eine recht amüsante Neue-Kollegen-Geschichte ein, aber ich weiß noch nicht, wie ich diese Geschichte anonymisieren kann. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich dafür nicht nen Weg finden würde …

Ähm. Ja.

Heute Abend Prokrastinationsscheiße?

„Kleine Warnung,“ 11/01/2017

Posted by Hermione in Kollegen, Rettungsdienst, so bitte nicht.
Tags: , , , ,
9 comments

„… bei Alarmfahrten fahre ich wie eine besengte Sau.“ sagte der Kollege bei Schichtbeginn zu mir.

Übrigens habe ich mich durch meine eigene Reply from hell wieder daran erinnert.

Aha, dachte ich, das ist ja schon etwas komisch, darauf anscheinend stolz zu sein, aber nun gut. Ich hab ja auch meine eigene Fahrweise, also gerne schnell (aber nur, wenn’s erlaubt und möglich ist) und ich pöbel beim Fahren sehr gern, was mir von Kollegen schon oft als schlechte Laune oder Unentspanntheit vorgehalten wurde, mir aber in Wirklichkeit einfach nur Spaß macht.

Ich käme allerdings nie auf die Idee, bei einer Alarmfahrt eine riskante Fahrweise an den Tag zu legen oder bescheuerte Manöver durchzuführen, weil ich es kann.

Das Risiko zu verunglücken ist eh schon deutlich höher, wenn man mit Blaulicht und Horn unterwegs ist, da muss ich nichts durch falsch verstandene Coolness forcieren.

Jedenfalls kam es, wie es kommen musste: wir sollten mit Alarm in die kleine Nachbarstadt, weil dort beide RTW in Einsätzen gebunden waren. Das kommt manchmal vor und ist ziemlich blöd, weil der Patient ein paar Minuten länger auf uns warten muss, und im Notfall kommen einem die Minuten ewig vor.

Tja, und was machte mein Kollege?  Er überholte trotz Gegenverkehr („Die müssen halt bremsen“), fuhr linksrum durch jeden einzelnen Kreisverkehr, egal ob es auch nur entfernt sinnvoll gewesen wär oder nicht, und raste an jeder Verkehrsinsel auf der Gegenverkehrseite vorbei. Dadurch kam es einmal fast zu einem Frontalzusammenstoß mit einem PKW, der nur dadurch verhindert wurde, dass die Fahrerib auf den (Gottseidank freien) Bürgersteig ausgewichen ist.

Ich hab echt gedacht, das war’s. Und mein blöder Kollege hätte die volle Schuld an dieser Scheiße getragen. Mal ganz davon angesehen, dass unser Patient noch länger auf Hilfe hätte warten müssen.

Das ist es doch nicht wert, mal so richtig den Coolen raushängen zu lassen. Den hab ich nicht mehr ans Steuer gelassen. 

Chefsache. 03/01/2017

Posted by Hermione in Kollegen, Krankentransport.
Tags: , , , ,
9 comments

Ich hab mich in den letzten Tagen viel mit den Kollegen darüber unterhalten, wie sie momentan die Stimmung einschätzen würden, und fast alle waren sich mal wieder einig.
Unser Chef spielt immer noch seine blöden Spielchen, wenn er jemanden nicht mag oder der Meinung ist, dass jemand sich zu oft krankmeldet.

Da wird kurz vor Ende der Probezeit nochmal richtig Druck gemacht („Momentan würde ich Sie nicht weiter beschäftigen wollen, aber sie haben ja noch ein paar Wochen, einen besseren Eindruck zu hinterlassen.“), um die Mitarbeiter dazu zu bringen, Überstunden und Zusatzdienste zu machen, in KTW-Schichten besonders flott zu arbeiten um viele Patienten zu „schaffen“ (wir arbeiten doch nicht mit Paketgut, sondern mit Menschen!) und selbstverständlich schon zwanzig Minuten vor Dienstbeginn umgezogen zu sein, das Fahrzeug gecheckt zu haben und dann auch zehn Minuten vor Dienstbeginn den ersten Einsatz zu fahren. Klar, vor Dienstbeginn ist das ja dann Überzeit, die nicht bezahlt wird.

Ich kann verstehen, dass niemand gern den Job verlieren möchte. Und es sind sicher auch einige dabei, denen es schwerfallen dürfte, schnell woanders was zu finden.
Aber grundsätzlich verstehe ich nicht, warum man bei diesen Spielchen mitmacht.

Als mir, kurz bevor mein erster befristeter Vertrag ausgelaufen ist, gesagt wurde „Ich bin mir unschlüssig, ob ich Ihnen einen zweiten Vertrag geben soll. Wollen wir uns die Frau Rescue wirklich für ein weiteres Jahr ans Bein binden?“ hab ich gelacht und gesagt, dass es ein ziemlicher Verlust für die Wache wäre, wenn ich woanders anfangen würde. Hat dem Chef gar nicht gefallen, dass er mich gar nicht in die Verzweiflung treiben konnte, die bei anderen immer zu besonders übermotivierter Arbeitseinstellung führt.

Es mag arrogant klingen, aber ich wusste, dass ich innerhalb weniger Wochen was neues gefunden hätte. Und ich wusste auch, dass es eigentlich keine Gründe gibt, die gegen meine weitere Anstellung sprechen – ich bin so gut wie immer pünktlich, melde mich nur krank wenn ich wirklich krank bin (und das war genau einmal), ich biete eine positive Außenwirkung und ich mach meine Arbeit gut.
Und bevor ich bei einem Arbeitgeber bleibe, bei dem eine ganz andere Arbeitshaltung erwartet wird, als ich an den Tag lege, geh ich lieber. Ich kann mir Mühe geben Erwartungen zu erfüllen, aber ich will mich nicht dauerhaft verstellen und gegen meine eigenen Überzeugungen handeln.

Ich möchte nicht dazu gezwungen werden, auf dem KTW 20% schneller zu arbeiten. Klar wär das möglich, aber wäre das noch menschlich? Bei der Aufnahme des Patienten unter Zeitdruck zu arbeiten, sich nicht den Moment nehmen noch Fragen zu beantworten oder bei der Entlassung den Moment geben, sich von den Zimmernachbarn zu verabschieden? Wie ein Vollidiot durch die Stadt heizen, auch wenn man genau weiß wie sich Schlaglöcher und zu schnell genommene Kurven hinten im KTW anfühlen? Patienten zuhause (oder im Altenheim, Krankenhaus, der Dialysepraxis) abzukippen und sich dann schnell verpissen, ohne noch tschüß zu sagen, alles Gute zu wünschen und den Patienten auch mal ausreden zu lassen?

Klar, dafür zahlen die Krankenkassen nicht. Jede Minute, die ich länger als nötig mit einem Patienten verbringe, summiert sich im Laufe der Woche auf zu einem bezahlten Transport, den ich weniger machen konnte und führt somit auch zu weniger Geld für meinen Arbeitgeber.

Aber will ich das? Natürlich nicht.

Ich will mich so um meine Patienten kümmern, wie ich es für richtig und vertretbar halte. Und wenn ich nach nem Heimtransport noch kurz das Foto vom Enkelkind angucken möchte, über das mir die ganze Fahrt über stolz berichtet wurde, dann mach ich das auch.

Leider ist beim Chef noch nicht so ganz angekommen, dass es im Zweifel mehr wert ist, durch eine menschliche Behandlung einen so guten Eindruck zu hinterlassen, dass man dadurch einen neuen „Stammkunden“ gewinnt, als durch schnellschnellschnell eine bis zwei Fahrten mehr am Tag zu machen.

Vielleicht lernt er es noch.

Wie ist das denn bei euch? Also, ich rede jetzt explizit vom Krankentransport, auf den Rettungsdienst lässt sich das nicht wirklich übertragen (finde ich).

„Die Franzosen haben ein Wort für dich.“ 31/12/2016

Posted by Hermione in Kaffee, Kollegen, Krankenhaus, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
3 comments

Wir erleben zusammen immer die absurdesten Situationen. Wirklich. Wenn ich so zurückblicke und versuche, mich an die bescheuertsten und unfassbarsten Einsätze (und Situationen außerhalb von Einsätzen) zu erinnern, dann war in 90% der Fälle Remus mein Spannmann.
Wir können uns nicht drauf einigen, ob er derjenige ist, der es anzieht, oder ich, denn auch er sagt „nur mit dir erleb ich so ne Scheiße!“.
Vielleicht ist es wirklich die Kombination von uns beiden, die etwas im Raum-Zeit-Kontinuum verändert oder die Büchse der Pandora öffnet.

Highlight diese Woche war ganz klar die Reanimation. Und das meine ich nicht im positiven Sinn.

(mehr …)

„Auf, auf! Fuchur-Geschwindigkeit!“ 30/12/2016

Posted by Hermione in Kaffee, Kollegen, Rettungsdienst.
Tags: , , , ,
1 comment so far

Remus und ich haben unsere ganz eigene Art, miteinander zu kommunizieren. Schön so. Wär doch furchtbar langweilig, wenn man immer ernst bleiben müsste.

Der heutige Tag war die logische Fortsetzung der Motto-Woche „Neurologie“. Auf der Neuro-Intensiv und der Stroke wurden wir auch nur noch mit „Ihr schon wieder??“ begrüßt (und mit Kaffee verabschiedet).

Ich habe mich bei nem Autofahrer sehr unbeliebt gemacht, als ich ihn aufgefordert habe, sofort die RTW-Anfahrt zu räumen (naja, wir waren ja mit Patient da und hätten keine Chance gehabt, da irgendwie durchzukommen). Fand er uncool, vor allem als ich die Aufforderung dann noch zweimal gesteigert wiederholt habe – er hat sich halt vorher nicht in Bewegung gesetzt und auch keine Anstalten gemacht, seine Scheißkarre da wegzusetzen, während wir mit nem „Sieht nicht gut aus“-Patienten auf der Straße standen. Aber wenn ich in den letzten Jahren eins erlangt habe, dann ist es die Fähigkeit, Autorität auszustrahlen. 😄

Wir hatten auch davon abgesehen viel Spaß. Zuerst haben wir all die Kollegen, deren Namen wie nicht kennen (und das sind inzwischen knapp 80%) mit nicht sehr schmeichelhaften Spitznamen versehen und „Fanfiction“ zu ihnen ersponnen. Dann haben wir einen der dienstältesten Kollegen geärgert. Dazu muss ich sagen, dass er einfach ein Arschloch ist und sonst immer alle Kollegen beleidigt. Heute haben wir den Spieß mal umgedreht. Gefiel ihm gar nicht. Hat er aber mal gebraucht.

Wir haben es geschafft, dass uns kein einziger Patient in den RTW kotzt (einmal war’s knapp) und mussten in 12 Stunden nur ungefähr drölf mal zurück auf Station laufen, weil wir irgendwas vergessen haben. Das frühe Aufstehen fordert seinen Tribut. 

Und nicht genug, nach einem halben Teamwechsel hatte ich spontan noch das Vergnügen, in fernen, fremden Gewässern zu fischen und dies damit zu verbinden, einen alten Freund endlich mal wieder zu sehen. ❤

So. Wie gesagt, die ganze Woche war ein Highlight, aber mein zombioides Gehirn ist grad nicht in der Lage, eine ansprechende Zusammenfassung zu tippen (und aufm Handy ist eh unkomfortabel), deswegen kommt morgen nochmal n schöner Artikel. Ich wollte euch jetzt aber nicht ohne Update hängenlassen, nachdem ich das schon heute Morgen versprochen habe. 

Und jetzt drückt uns die Daumen, dass wir ohne Zwischenfälle unseren Heimathafen erreichen (und ich danach schnell in mein Bettchen kann! 😴).

(Wenn ich noch mit Remus unterwegs wäre, würde ich ihn jetzt anweisen, in Fuchur-Geschwindigkeit zu reiten, aber das bin ich ja leider nicht)

Bad Ideas Make the Best Memories.  30/12/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Rettungsdienst.
Tags: , , ,
add a comment

Das Weltrettungsteam besteht diese Woche aus Remus und mir.

Das bedeutet:

  1. Wir werden am laufenden Band bescheuerte Einsätze erleben 
  2. Wir werden durchgehend lachen 
  3. Ich werde wieder mindestens eine Stellungnahme schreiben müssen
  4. Zwischenstopps bei jedem Bäcker

Aber das ist es einfach wert.

Wir haben gestern und vorgestern schon Situationen erlebt, die wir so nicht für möglich gehalten hätten. Heute wird es sicher ähnlich. Wir ziehen sowas wirklich an. 😁

Und wenn uns langweilig ist, gucken wir uns Megacode-Videos auf YouTube an. Also, da sind Rettungsdienste dabei, die sich wirklich nicht mit Ru(h)m bekleckert haben dabei. Hätte ich so nicht online gestellt. 😐

Aber wir haben unseren Spaß. 😂

Mal gucken was uns heute so erwartet. Ihr seid jetzt quasi live dabei. Wir sind zu allen Schandtaten bereit. Up to no good. ✨

Aber erstmal …

Erstmal ein Tässchen Tee. ☕️ #rettungsdings #rettungsdienst #teatime #cuppertea #wachwerdenaberironisch #reflexstreifenmachenschlank

A post shared by Hermione ☕️ Rescue (@hermione_rescue) on

Follow Me Around: Feiertagsdienst VI. 26/12/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
2 comments

Feierabend! Wohlverdient! 🙂

Es war nicht so ein schöner Dienst wie gestern, was zum Großteil daran lag dass ich mit dem heutigen Kollegen nicht besonders gut klargekommen bin. Als ich frisch von der Schule war, dachte ich auch, dass ich doch schon alles weiß und kann und wasweißich, aber ich wäre als Berufseinsteigerin nie auf die Idee gekommen einer langjährigen Rettungsassitentin zu erklären, wie etwas gemacht wird.
Gut, der Typ hat mich in den drei Monaten, die er bei uns ist, noch vie vorher gesehen, und hatte als einzige Vorabinfo über mich „ist ne Medizinstudentin“, konnte mich also wirklich nicht einschätzen, und wurde auch (wie bereits erwähnt) von zwei der größten Idioten eingearbeitet, die bei uns auf dem Dienstplan stehen und hat deswegen sehr seltsame Ansichten darüber, wie etwas bei uns gemacht wird … aber bitte. Ein bisschen mehr Verstand und ein bisschen weniger massive Selbstüberschätzung wäre geil.
Ich hab mir den dann schon eingenordet, aber Spaß macht das nicht. Einerseits werde ich nicht dafür bezahlt, Kinder zu erziehen, und andererseits hab ich da eigentlich auch gar keine Lust drauf. Dann soll man die Leute in der Anfangszeit halt guten Kollegen aufs Auto setzen, und nicht den blaulichtgeilen Rettungsrambos, dann ist sowas auch gar nicht nötig. Aber nee, stattdessen meint der Chef, die falsch eingearbeiteten Neuen dann zu mir oder meinem Ex-Stammpannmann zu geben, weil wir beide so gut darin sind, Leute wieder auf Kurs zu bringen. Ja, sind wir auch, aber das ist nicht unsere Aufgabe. Es ist doch scheiße, den (bereits eingearbeiteten) Kollegen jeden Schritt erklären zu müssen und im Endeffekt die ganze Schicht für zwei zu arbeiten, weil die Einarbeitung bei uns einfach nicht läuft.

Und nun zu friedlicheren Gedanken. Das Essen war lecker, und wir konnten sogar alle gemeinsam fast bis zum Schluss speisen. Den Nachtisch gabs halt zwei Stunden später und getrennt voneinander, aber dennoch ist das erstaunlich gut. Auf meiner alten Wache hat das nie so gut geklappt. 😀

Die Einsätze waren okay und zum Teil auch interessant, und alle gewaltfrei und ohne angepöbelt zu werden – sogar der beim Familienstreit.
Ich bin sehr froh, dass wir dieses Jahr zu keinem einzigen Suizid(versuch) gerufen wurden, da ist Weihnachten ja eigentlich auch immer ein Peak. Mich stressen solche Einsätze sehr.
Gut, dass ich Silvester (momentan noch) frei hab, und hoffentlich kommt niemand an Neujahr während meines Dienstes und auch sonst nicht auf die Idee. An dieser Stelle möchte ich dann auch direkt die Telefonseelsorge verlinken.

Ich weiß nicht, wieso das so ist, seit ich nur noch Teilzeit arbeite, aber ich hab ziemlich viele Frühdienste und sehr viele „kurze Wechsel“, die so gerade eben noch die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit berücksichtigen.
Jetzt werde ich also meine paar Minuten Freizeit genießen, bevor ich meiner Bettdecke Gesellschaft leiste, denn morgen um vier klingelt schon wieder mein Freund, der Wecker. Das ist doch kacke! 😀

Ich bin echt kein Frühaufsteher, ich bin ein Nachtmensch! (Augen auf bei der Berufswahl!)

Follow Me Around: Feiertagsdienst V. 26/12/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
add a comment

Den Nachtisch kann man ja zum Glück auch später essen. 😁

Ich hab ja gestern kurz angerissen, dass bei uns neuerdings die Neuen von Idioten und Nulpen eingearbeitet werden. Vorhin durfte ich live miterleben, welche Auswirkungen das so hat.

Ich hatte gerade das Vergnügen einer viertelstündigen Diskussion, dass man nach MRSA nicht desinfizieren müsste, weil das ja eh schon fast jeder hat.

Alter! Mit dem Thema ist man bei mir eh genau richtig. Der Kollege hat morgen ein romantisches Date mit unserem Desinfektor, und darf sich nochmal alles ganz genau erklären lassen.

Ich habe wirklich einen persönlichen Hass auf Kollegen, die mit resistenten Keimen lasch umgehen. Es sterben so viele Menschen unnötigerweise an so einer blöden, vermeidbaren Fickscheiße. Wenn ich heute Abend zuhause bin, kann ich mal nen Auszug aus meiner Hausarbeit dazu posten.

Unser anderer Einsatz war ein eskalierter Familienstreit, bei dem jemand massenhaft Weinglasscherben (inkl. Rotwein)  in der Handfläche stecken hatte, nachdem er es zu hart auf dem Tisch abgestellt hat. Also, in meiner Familie dient Rotwein eigentlich dazu, geistig aus den nervigen Diskussionen auszusteigen und trägt damit dazu bei, das Verletzungsrisiko zu minimieren. 😁

Wenigstens gab’s in der Notaufnahme Plätzchen. 😍