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Adventskalender: 1. Türchen [Themenmonat Empathie] 01/12/2016

Posted by Hermione in Adventskalender, Krankenhaus, Krankentransport, Medizinstudium, Rettungsdienst, Themenwoche.
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Empathie ist in Gesundheitsberufen eine wichtige Fähigkeit, die aber leider (aus verschiedenen Gründen) oft unter den Tisch fällt.
Ich habe bereits vor einiger Zeit ein großartiges Video der Cleveland Clinic geteilt, und heute, hinter dem ersten Türchen des Adventskalenders, verbirgt sich ein weiteres aus der Reihe:

 

Mein Blog-Adventskalender wird sich ganz und gar dem Thema Empathie widmen, in kleinen Schnipseln, Filmen, Fotos, Gedanken und Erinnerungen.

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All I’m askin‘ is for a little respect – Krangewarefahrer.de 29/05/2016

Posted by Hermione in blogosphere, Krankentransport, Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Chris von Krangewarefahrer.de hat sich auch an der Themenwoche beteiligt.

In diesem Beitrag soll es um Respekt und Achtung gehen, um faire Arbeitsbedingungen und den Wunsch, meinen Job so gut wie möglich und ungestört machen zu dürfen. Um die Angst vor Übergriffen und die verschiedensten Personengruppen, die einem das Arbeiten doch manchmal so schwer machen.

[…] ich möchte noch einmal zusammenfassen, was mich gerade durch die Berichterstattung in den letzten Wochen beschäftigt hat und zeigt, wie „schön“ bzw beeindruckend (im negativen Sinne) unser Job doch manchmal sein kann.

Es handelt sich hierbei um eine sehr vielseitige Aufzählung von verschiedenen Personengruppen und Ärgernissen, die uns im Rettungsdienst und Krankentransport die Arbeit erschweren, uns das Gefühl geben, nur Fußvolk zu sein – kurz, viele kleine und große Respektlosigkeiten.

Schaut unbedingt bei ihm vorbei und lest hier seinen Artikel „All I’m askin‘ is for a little respect“.

Respekt? (Mit kleinem Exkurs zum Thema Eigenschutz) 29/05/2016

Posted by Hermione in Krankentransport, Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Jetzt haben wir uns eine Woche mit dem Thema Gewalt gegen den Rettungsdienst beschäftigt, da möchte ich doch gerne nochmal auf meinen Artikel von Montag zurückkommen.

Was hat das nun alles mit Respekt zu tun?

Nun, wenn man uns respektieren würde (und mit “man” meine ich “die Gesellschaft”), dann wäre vieles davon gar nicht erst passiert.
Mit ein bisschen Respekt würde man uns nicht bei der Arbeit festhalten, fotografieren, mit Flaschen nach uns werfen … verlangen, doch gefälligst den RTW umzuparken, denn die Zeit müssten wir uns ja nehmen … uns die Türen wieder zutreten usw.

Warum ich Respekt erwarte?

Das habe ich in den Kommentaren schon einmal erklärt.
Ich bin nicht an der Einsatzstelle, weil ich mich gern in die Angelegenheiten anderer Menschen einmische.
Ich bin dort, weil jemand (in der Regel der Patient oder einer der Angehörigen) mich gerufen hat.
Ich wurde dorthin gerufen, weil die Leute selbst mit der Situation überfordert waren und Hilfe brauchten.
Jemanden zur Hilfe rufen und sich dann aber absolut respektlos verhalten, alles selber besser wissen wollen, über jede Maßnahme erstmal diskutieren wollen – das passt nicht zusammen.

Wer (professionelle) Hilfe will, muss diese auch annehmen.

Ich bitte Angehörige, die stressig umherwuseln und den Patienten noch mehr beunruhigen, nicht aus dem Raum weil ich ein herzloser Mensch bin. Ich treffe die Entscheidungen, die ich im Einsatz treffe, nicht weil ich spontan Lust darauf habe. Alles hat einen Sinn. Vielleicht haben manche jetzt eine falsche Vorstellung davon.
Ich suhle mich nicht in meiner Autorität und erwarte auch nicht, dass Patienten und Angehörige mit glänzenden Augen zu mir aufschauen oder willkürliche Befehle befolgen.
Aber ich treffe im Einsatz Entscheidungen, und dies aus einem guten Grund. Wenn man den nicht versteht, kann man gerne freundlich nachfragen. Aber diskutieren oder unfreundlich werden, das ist kontraproduktiv.
Natürlich kümmere ich mich auch um unfreundliche Patienten. Natürlich lasse ich einen Patienten nicht alleine, nur weil der Angehörige ein arroganter Besserwisser ist.
Aber es ist für alle Beteiligten (Helfer wie Hilfesuchende) ein viel angenehmeres Erlebnis, wenn die Atmosphäre nicht scheiße ist. Ganz zu schweigen von Einsätzen, bei denen man den Einsatzort zum Eigenschutz verlassen muss oder erst betreten kann, wenn polizeiliche Unterstützung da ist.

In meinem Erlebnis war die Patientin nicht akut vital bedroht. Aber auch, wenn sie reanimationpflichtig gewesen wäre, hätten wir den Einsatzort verlassen, nachdem der Angehörige begonnen hat, uns anzugreifen.

Eigenschutz geht immer vor.

Warum das? Nun, zum einen stelle ich das Leben oder die Gesundheit des Patienten nicht über mein eigenes Leben und meine eigene Gesundheit.
Wer sich in seiner Freizeit gern vor einen fahrenden Zug stürzen möchte, um einen Unbekannten zu retten, bitte. (Nein, im Ernst: bitte nicht!)
Zum anderen hat der Patient ja auch nix davon, wenn ich mich abstechen lasse, oder in ein brennendes Haus renne. Im schlimmsten Fall bin ich tot und kann dem Patienten auch nicht mehr helfen, im besten Fall bin ich nur verletzt und brauche selbst Hilfe. Dann kann ich dem Patienten ebenfalls nicht helfen.
Wir haben also alle bessere Karten, wenn ich den Einsatz unverletzt überlebe.

Danke an alle, die die Beiträge so unfassbar oft geteilt haben, die selbst Beiträge zu dem Thema verfasst haben, und an die, die in den Kommentaren mitdiskutiert haben!

Wann es die nächste Themenwoche geben wird und zu welchem Thema, das weiß ich noch nicht. Die nächsten Beiträge hier werden sich wieder hauptsächlich ums Medizinstudium drehen, aber ich hab noch einige Rettungsdienst-Artikel auf Halde, die ich dann und wann einstreuen werde.

Mit Gewalt gegen Hilfe. — Schneckenhäuschens Blog 28/05/2016

Posted by Hermione in Krankentransport, Praktika, Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Schneckenhäuschen hat zur Themenwoche #KeineGewaltGegenRetter einen sehr eindrucksvollen Artikel geschrieben zu einem Einsatz, den sie in ihrem Rettungswachenpraktikum miterlebt hat.

Recht schnell wurde mir klar, dass meine Wache nicht grad im Schickimicki-Viertel der Großstadt lag. Das erkennt man an Wohnungen und deren Pflegezustand, an Altenheimen in denen ich niemals enden will und zum Teil auch am Umgangston unter den Menschen.

Und dann kam dieser Einsatz, zu dem wir in eine ganz merkwürdige Gegend gerufen wurden, die beiden erfahrenen, männlichen Kollegen wirkten irgendwie nervös, wir nähmen auch erstmal nichts mit raus. Man wisse nie.

Lest unbedingt den ganzen Beitrag bei ihr im Blog: Mit Gewalt gegen Hilfe. — Schneckenhäuschens Blog

 

Kleine Respektlosigkeit zwischendurch. 27/05/2016

Posted by Hermione in Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Es ist ein sehr stressiger Tag.
Der Kollege und ich hatten bisher keine einzige Verschnaufpause, den ganzen Tag schon arbeiten wir durch.
Da sind wir aber auch nicht die einzigen. Vor jedem Krankenhaus stapeln sich die Rettungsfahrzeuge bis zur Straße hin.
Es liegt also nicht an uns. (Es gibt ja Einsatzbremsen und Einsatzmagneten.)

Wir stehen also auch dieses Mal nicht in der RTW-Halle des Krankenhauses, sondern davor. Wir behindern aber auch niemanden, denn bis zum Bürgersteig sind noch ein paar Meter Platz.

Während ich gerade die Infusion von der Halterung bastel und mein Kollege hinten die Türen öffnet, kommt ein (ganz normal aussehender!) Typ mittleren Alters vorbei, tritt den einen Flügel der Tür (den mein Kollege noch nicht “einrasten” lassen hat) wieder zu und geht weiter.

Das hätte auch schiefgehen können. Hätte der Kollege die Tür noch in der Hand gehabt, oder wäre ich (was ich manchmal gern mache) währenddessen hinten ausgestiegen, hätte er uns übel verletzen können.

Wir haben leider nicht die Möglichkeit, uns um diesen Idioten zu kümmern, weil unser Patient wirklich schnell ärztlich versorgt werden muss.

Eine Frage, die ich mir sehr oft stelle, aber: Was ist kaputt mit den Menschen?

Gaffer… 26/05/2016

Posted by Hermione in blogosphere, Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Auf dem Blog Alltag im Rettungsdienst könnt ihr heute, passend zu meinem heutigen Artikel, etwas über Gaffer lesen.
Bitte teilt den Artikel fleißig, vielleicht lesen es so mal die Richtigen (und nicht nur die, die ihre niederen Instinkte unter Kontrolle haben).

Alltagimrettungsdienst Blog

Wir sprachen ja letztens über Gewalt gegenüber Rettungsdienstkollegen. Hermione hat auf ihrem Blog danach dazu aufgerufen, dass ihr auch über eure Erfahrungen schreiben sollt. In ihrem Artikel ging es auch um das Thema Respekt und ich möchte heute noch dazu etwas schreiben.

Gaffer…

Was hat das mit Respekt zu tun!? Hat es auch mit meinem letzten Artikel zu tun? Alles kann ich mit Ja beantworten! Gaffer gab es schon im frühen Rom, diese saßen in einer Kampfarena und ergötzen sich, wie die armen Sklaven den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Oder auch im Mittelalter, wo angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Das waren richtige Familienausflüge. Auch kleine Kinder standen damals in der ersten Reihe.

Diese Neugier ist in jedem Menschen von uns drinnen. Wenn irgendwo was passiert ist, kommen wir alle zusammen und staunen. Per se ist das ja auch nichts Schlechtes, wenn man sich den neuen Ozeanriesen anschaut…

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„Ihr steht im Weg, ihr Penner!“ 26/05/2016

Posted by Hermione in Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Es ist ein friedlicher Frühlingsmorgen, noch ein wenig frisch und natürlich wieder viel zu früh.
Wir mummeln uns in unsere Pullis und wärmen unsere Hände an den Kaffeebechern, die wir im Krankenhaus geschenkt bekommen haben, während wir uns auf den Weg zurück zu unserem Rettungswagen machen.

Kaum melden wir uns frei, werden wir auch schon wieder gebraucht, also schwingen wir uns mit unseren Kaffeebechern ins Fahrzeug und reiten los, in den Sonnenaufgang.

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Aggression. 24/05/2016

Posted by Hermione in Angehörige from hell, Rettungsdienst, Themenwoche.
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Es gibt Situationen, da hat man von Anfang an ein ungutes Bauchgefühl.

Auch wenn wir im Rettungsdienst tatsächlich selten mit echten Notfällen zu tun haben, sind die Situationen für die Patienten und Angehörigen meist ein großer Stressfaktor. Die Stimmung ist oft sehr angespannt.

Meist gelingt es, mit ruhigem und professionellem Auftreten die Situation zu entspannen und (für beide Seiten) den Druck rauszunehmen. So kann man wesentlich besser arbeiten, die Mitarbeit der Patienten verbessert sich, Angehörige werden kooperativer und halten uns nicht davon ab, unsere eigentliche Arbeit zu tun (nämlich, sich um den Patienten zu kümmern, nicht wuselige Angehörige einzufangen).

Manchmal klappt das nicht. 

Wir sind zu dritt auf unserem Rettungswagen. Zwei Rettungsassistenten (ich und ein männlicher Kollege) und ein männlicher Praktikant, der gerade seinen Rettungshelfer gemacht hat und jetzt nen Monat bei uns mitfährt.

Einer unserer ersten Einsätze an dem Tag ist eine Patientin mit Verdacht auf Herzinfarkt. Der Notarzt ist da mitalarmiert und auf dem Weg, aber weil die Wohnung, zu der wir gerufen wurden, in der Nähe der Wache liegt, sind wir deutlich eher da als das NEF. 

Der Kollege und ich sind ein eingespieltes Team. Er redet mit der Patientin, um herauszufinden was passiert ist, ich mach die ganze Diagnostik, der (recht frische und unerfahrene) Praktikant reicht mir alles an, was ich brauche. 

Ich klebe die EKG-Elektroden auf und betrachte den Rhythmus auf dem Monitor. „Normaler Sinusrhythmus, bisschen schnell“ raune ich meinem Kollegen zu. 

Einen Herzinfarkt können wir natürlich nicht ausschließen, das muss im Krankenhaus geschehen, aber wir wissen jetzt, dass wir ein bisschen mehr Zeit haben.

Noch bevor mein Kollege irgendwie reagieren kann, packt der Angehörige ihn an den Schultern, schüttelt ihn und brüllt „Jetzt gucken Sie doch wenigstens mal auf das Gerät!“. Völlig perplex sage ich, dass ich das schon im Blick habe. Daraufhin schubst der Angehörige mich vom Defi weg und brüllt mich an, dass ich ja wohl kein Arzt sei.

Wir stellen richtig, dass niemand von uns Arzt ist, und bitten den Angehörigen, sich zu beruhigen und uns nicht noch einmal körperlich anzugehen, weil wir uns sonst nicht um seine Ehefrau kümmern können. 

Der Angehörige lässt sich aber nicht mehr beruhigen, beschimpft uns wüst und wirft mit seinem Telefon nach uns. 

Wir sehen uns dazu gezwungen, die Patientin und unsere Ausrüstung zurückzulassen, die Wohnung zu unserem eigenen Schutz zu verlassen, und (gemeinsam mit dem Notarzt und seiner Rettungsassistentin) vor dem Haus im RTW auf die Polizei zu warten.

Eigenschutz geht immer vor. Wenn du uns angreifst, weil wir uns in deinen Augen nicht gut genug um den Patienten kümmern, erreichst du das Gegenteil. (Und du hast dann halt zusätzlich noch ein Problem mit der Polizei. Die finden es auch gar nicht lustig, wenn Retter angegriffen werden.)

Straftaten gegen Rettungsdienst und Feuerwehr. 23/05/2016

Posted by Hermione in Rettungsdienst, Themenwoche.
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Wie passend, dass das genau zur Themenwoche kommt.

Wie krass, dass diese Zahl so hoch ist. Und dass es mehrere Todesopfer gibt.

Hier findet ihr den Artikel.
Und hier findet ihr die Liste des Bundeskriminalamts. Tabelle 943 ist es.

Respekt. 23/05/2016

Posted by Hermione in Krankentransport, Rettungsdienst, so bitte nicht, Themenwoche.
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Ich habe vor kurzem diesen Artikel über fehlenden Respekt vor Rettungsdienstlern gelesen, und ich möchte meine Antwort darauf nicht als Kommentar, sondern als eigenen Artikel schreiben.

Lest bitte zuerst den Artikel, und kommt dann zu mir zurück.

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