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Sachbeschädigung! 13/02/2017

Posted by Hermione in Trollolololol.
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Ich hab die letzten Tage eine kleine Social Media-Pause gebraucht, aber die meisten Kommentare dennoch gelesen und mich über so viel Zuspruch und mentale Unterstützung gefreut. Ihr seid toll!

Ein Kommentar war jedoch dabei, der mich einfach nur wütend gemacht hat.
Der Kommentator bezog sich auf den Artikel „Sie haben keine Sonderrechte!“ und hat anscheinend nur den Artikel gelesen, nicht die Diskussion darunter, denn er wiederholte zum Großteil lediglich bereits drölfmal gebrachte Argumente wie „Es war kein Notfall, also hättet ihr auch wegfahren können!“ (hätten wir halt einfach nicht, hab ich auch schon drölfmal erklärt und ein einunddrölftes Mal werd ich das nicht – zumal ich auch aus naheliegenden Gründen nicht auf den Einsatzgrund eingehen werde!) und „Wenn der Patient in Unterwäsche war, hättet ihr ihm auch etwas anziehen können oder ne Decke drauflegen!“ (Himmelherrgott, auch dafür bzw dagegen gab es Gründe! Ich weiß, dass ich aus Datenschutz- bzw Schweigepflichtgründen ziemliche Informationslücken gelassen habe, aber vertraut mir doch einfach mal dass ich in der Lage bin Situationen einzuschätzen und dementsprechend zu handeln!).
Darüber hinaus: Mein Gott, einer unbekleideten Person etwas anziehen, um sie nicht nackt aus dem Haus bringen zu müssen! Wenn wir da nur selbst drauf gekommen wären! Gut, dass es so kluge Leute wie dich gibt, denn andernfalls würde die Menschheit immer noch in Höhlen leben und rohes Fleisch fressen.

Neu war allerdings der in diesem Kommentar mehrfach wiederholte Vorwurf der Sachbeschädigung. Ja, die Aufzugtür sah vorher wie neu aus und hinterher nicht mehr. Das, lieber Kommentator, ist allerdings nicht dein Problem und auch nicht an dir, es uns bzw mir vorzuwerfen. Der Hauseigentümer hatte nämlich tatsächlich kein Problem damit, für ihn war Hauptsache, dass wir den Patienten sicher raus und schnell ins Krankenhaus bringen.

Anstatt mir deswegen wortwörtlich unprofessionelles Auftreten vorzuwerfen und mich für ein schlechtes Bild unserer Berufsgruppe verantwortlich zu machen, würde ich dir vorschlagen, dich doch einfach mal selbst zu beglücken und mich in Ruhe zu lassen die komplette Diskussion zu lesen, damit du die bisher gebrachten Argumente und meine Antworten und Erklärungen kennst, bevor du deinen Senf dazuwichst eine alte Diskussion mit exakt den gleichen Argumenten nochmal aufrollst und dich zu fragen, ob es auch bei sehr ins Detail gehenden Artikeln vielleicht Informationen gibt, die nicht preisgegeben werden, um die Privatsphäre der betroffenen Personen trotz allem so gut es geht zu wahren.

Halten wir also fest: Du warst nicht dabei, du kennst den Einsatzgrund nicht, du kennst die Straße nicht und kannst nicht nachvollziehen, wie unmöglich es tatsächlich gewesen wäre „mal ein Stück vorzufahren“, und, last but not least – du kennst mich nicht.
Ich freue mich ja immer über Kommentare und auch über kontroverse Diskussionen, aber als neuer Leser direkt mit so einer Scheiße einem drölfzig Seiten langen Kommentar voller Vorwürfe einzusteigen, ist wenig elegant. Da hab ich dann herzlich wenig Interesse daran, diese angebotene Kontaktaufnahme anzunehmen.

Bisher habe ich jeden Kommentar (bis auf die Kommentare einer bestimmten Person, die hier keine weitere Bühne mehr bekommen soll) auch freigeschaltet, aber diesmal ist es mir einfach zu blöd. Wenn du dir keine Mühe gibst, in einer Form an einer Diskussion teilzunehmen bzw in eine Diskussion einzusteigen, die dem Gegenüber nicht das Gefühl gibt, dass du einfach nur deine selbstzentrierte wichtige Meinung abladen willst, dann habe ich keine Lust deinen Kommentar in meinem Blog unter meinem Artikel stehen zu haben. Sorry not sorry.

Du findest, dass ich und mein Blog ein schlechtes Licht auf den Rettungsdienst werfen? Hier ist eine Idee: dreh dich um und geh, und lies meine persönlichen Gedanken und Eindrücke auch weiterhin nicht.

So, diesen Seelenmüll musste ich einfach mal abladen, weil das wieder etwas ist dass mich die letzten zwei Tage mehr beschäftigt hat als es sollte, und ich momentan wirklich andere Probleme hab als mit fremden Menschen einen zwei Jahre alten Einsatz zu diskutieren.

Um den Artikel doch noch positiv ausklingen zu lassen: denkt ihr noch an unsere Blogparade „Kampf dem Herztod“? Je mehr Leute mitmachen und Blogbeiträge beisteuern, desto besser. Wir wollen doch viel Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema. 🙂

 

Eifersüchtig? 28/01/2017

Posted by Hermione in Trollolololol, Zu lang für Twitter.
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Das wurde mir gerade zumindest von ein paar Briefträger-Fanboys vorgeworfen. xD

Nein, wirklich nicht. Ich bin zwar noch lange nicht an meinem Ziel angekommen, aber das heißt nicht, dass ich nichts erreicht habe – nur, dass ich mich nicht mit Zwischenzielen zufrieden gebe, sondern nach den motherfucking Sternen greife.

Ich solle doch erstmal mein Studium abschließen, bevor ich ihm was vorwerfe. Nun, ich habe bereits ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Und Abitur (an einer Privatschule). Das alles hab ich mir hart selbst erarbeitet, das wurde mir nicht auf dem Silbertablett serviert und ich habe auch nicht betrügen oder Unterlagen fälschen müssen, um das zu erreichen.
Warum soll ich also still halten, während dieser Betrüger das Maul aufreißt und mich den ganzen Abend über belästigt und beleidigt? Warum gilt „Du hast das Medizinstudium nicht abgeschlossen, also sei ruhig“ für mich, aber nicht für jemanden, der mit gefälschten Unterlagen vorgegeben hat, ein Medizinstudium absolviert zu haben? Hat das Fanboydasein da etwa jemandem das Hirn vernebelt? 😉

Ich würde ja auch ziemlich gefeiert werden, und wäre eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die er bekommt.
Zuerst, ich werde nicht gefeiert. Ich habe interessierte Leser*innen, keine Fans. Und das ist auch gut so. Ich will auf Augenhöhe mit meinen Leser*innen reden, nicht dafür angehimmelt werden, dass ich ne Ausbildung habe, studiere und Worte und Sätze sinnvoll aneinanderreihen kann. Das ist eine Leistung, die Millionen andere auch erbringen.

Meine Zielgruppe besteht halt aus klugen Menschen, die hinter die Kulissen im Gesundheitssystem blicken wollen und die intelligenten Humor zu schätzen wissen. Nicht aus Menschen, die einen Betrüger dafür feiern, „die Schwachstellen im System aufgedeckt“ zu haben. WTF. Wie selbstlos. Demnächst werden wohl auch noch Steuerbetrüger auf ein Podest gehoben, oder wie?

Ich musste mir das grad mal aus dem Kopf schreiben, weil es mich mehr nervt als ich möchte, und ich mich gleich noch ne halbe Stunde auf die Uni konzentrieren möchte.
Denn wie bereits erwähnt: Ich habe nicht vor, irgendwelche Unterlagen zu fälschen, ich arbeite dafür, meine Ziele zu erreichen.

Normalerweise schalte ich die Kommentarfunktion unter meinen Beiträgen nicht aus, aber ich habe keine Lust auf noch mehr marodierende Fanboys in meinem virtuellen Wohnzimmer. Tobt euch woanders aus. Ich mute oder blocke euch sowieso.

Tut mir also leid für alle nichtverblendeten Leser*innen, dass die Küche heute Abend kalt bleibt. 😉

Gute Nacht!

ARSCHBRIEF! [Karrierehöhepunkte] 08/12/2016

Posted by Hermione in Karrierehöhepunkte, Kollegen, Rettungsdienst, Trollolololol.
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Mal wieder eine lustige Geschichte ausm Rettungsdienst. Lachen ist ja gesund. 😉

Und was würde sich da besser eignen, als endlich wieder auf die Reihe Karrierehöhepunkte zurückzukommen. Schließlich muss ich ja mein intellektuelles Vermächtnis vorbereiten, und damit bin ich die nächsten Jahrzehnte gut ausgelastet. 😉

Unser Patient war wirklich, wirklich schwerhörig.

Dieser Dialog erstreckte sich bestimmt über gut zwei Minuten.
Mein Kollege fragte mit von Mal zu Mal gesteigerter Lautstärke, ob der Patient einen Arztbrief habe. Der Patient rief jedesmal nur „WAS?“ und „SIE MÜSSEN LAUTER REDEN!“

Es war so schon unheimlich lustig, und das war einer dieser Einsätze, bei denen es mir wirklich schwer fiel, ein ernstes Gesicht zu behalten. Ich glaube, ich hab mir die Innenseiten meiner Wangen blutig gebissen bei dem Versuch, mein Grinsen zu unterdrücken.

Es war übrigens keine akut vital bedrohliche Situation, also konnten wir uns die nötige Zeit auch nehmen.

Mein Kollege wurde immer lauter und immer verzweifelter, bis er aus Versehen „ARSCHBRIEF!“ brüllte.
Da war es dann auch mit meiner Beherrschung vorbei, ich bin halb zusammengebrochen und musste mich an die Trage (da war der Patient noch nicht drauf!) klammern um nicht auf dem Boden zu landen. Eingenässt habe ich gottseidank nicht, aber es hat ehrlich gesagt nicht mehr viel dazu gefehlt.
Es hat ne ganze Weile gedauert, bis ich mich so weit beruhigt hatte, dass wir weiterarbeiten konnten.

Den Arztbrief haben wir am Ende dann übrigens bekommen. Und ich hatte für den Rest der Schicht etwas, womit ich meinen Kollegen aufziehen konnte.

Kaffee, Bäume und Erleuchtung. 03/12/2016

Posted by Hermione in #medlife, Anatomie, Lernen, Medizinstudium, Prokrastinationsscheiße, Rettungsdienst, Trollolololol.
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Ich war heute nur semi-fleißig, irgendwie hängt die durchfahrene Nacht mir immer noch nach. Meh.

Immerhin habe ich es heute Vormittag geschafft, mich auf Psychologie vorzubereiten. Da kann man sich schon einmal selbst applaudieren. 😉

Ich muss dieses Wochenende wirklich mit Thieme online anfangen, um mich auf die Klausur optimal vorzubereiten. Und ich muss auch unbedingt die Blutversorgung im Abdomen wiederholen bzw mich mit dem Teil beschäftigen, den ich erstmal ausgeklammert hab.

Mein Wochenwald sieht momentan auch noch nicht so üppig aus, aber dafür ist jetzt alles schneebedeckt und die Bäumchen sind mit Nikolausstrümpfen und Weihnachtsmannmützen dekoriert. Es ist viel zu süß.

Das ist so süß, mir schießt die Milch ein! #prokrastinationsscheiße Zehn Minuten, um meine Karteikarten nochmal durchzugehen und die in 25 Minuten aus dem Gedächtnis geschriebene Zusammenfassung zum N. trigeminus zu korrigieren. Paar kleine Patzer waren drin, aber ich bin zufrieden. Und ich hab jetzt nen süßen Strauch im Wald. Ist euer Boden in Forest jetzt auch schneebedeckt? 😍❄️ #hogwartsmedschool #studylikegranger #forestapp #winter

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Also, auf gehts. Ich will viele süße kleine Bäumchen haben. ❤

Ach so, übrigens: Ich hab mir auch wieder mal nen Freak eingetreten. Den Kommentar wollte ich nicht veröffentlichen, weil ich unter dem Beitrag keine ausufernden Diskussionen will (zumindest nicht in diese absurde Richtung!), aber im Grunde ist es zu lustig und auch zu bescheuert, um es nicht zu teilen.

Der Typ ist übrigens auch der Meinung, dass arbeitende Frauen die Ursache dafür seien, dass deren in Krippen abgeschobenen Kinder immer dümmer und immer autistischer werden. Das sagt ja schon alles über die enggesteckten Grenzen, in denen wir uns hier bewegen

Übrigens: So jemand wie ich würde trotzdem versuchen, dir nach bestem Wissen und Gewissen zu helfen, obwohl du ein Arschloch bist.

Und mit diesen positiven Gedanken schlage ich jetzt den Prometheus auf und schließe meinen Frieden mit den Abgängen der Aorta.

Einen erleuchteten Samstagabend euch allen! 🙂

Höhepunkte meiner Karriere – I 25/09/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Krankentransport, learn from my fail, Rettungsdienst, Trollolololol.
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Ich bin echt gut in meinem Beruf und weiß auch wirklich (meistens), was ich da mache.
Manchmal muss man aber einfach mal alles rauslassen. Manchmal gab es nicht so viel Kaffee, wie man eigentlich brauchen würde.
Manchmal ist man einfach nur mit nem Kollegen auf dem Auto, mit dem man herrlich rumalbern kann.
Das resultiert dann gelegentlich oft in Situationen, in denen mein Spannmensch und ich Tränen lachen, höllischen Bauchmuskelkater davontragen oder uns schämen.

Hier eine kleine Auswahl solcher Momente. Weitere Teile werden folgen, das ist so sicher wie das Expelliarmus im Duellierclub.
Und zu den schönsten Begebenheiten wird es dann auch einzelne Artikel geben. 😀

Eine meiner wunderschönsten Erinnerungen mit dem heftigsten Lachmuskelkater!
Hier gibt es die ganze Geschichte.

Ich hoffe, dem Weihnachtsmann gehts wieder besser.

Es waren keine Patienten anwesend, mir war langweilig während ich darauf gewartet habe, dass jemand uns auf die geschützte Station lässt, und manchmal hat man ja auch einfach nur nen hartnäckigen Ohrwurm. Dass plötzlich jemand hinter einem steht, kann ja niemand ahnen.

Ausnahmsweise mal was, das jemand anders angestellt hat. Ich hab aber dafür noch im Krankenhaus geheult vor Lachen. Wie soll man sich denn auch beherrschen, wenn der Kollege dem Patienten „ARSCHBRIEF!“ ins Gesicht brüllt?

Ich musste nicht aussteigen. ^^

Macht der Gewohnheit. ^^

Läuft bei mir!
Hier ist der Artikel zu dieser geistigen Glanzleistung.

Ich frag mich immer noch, was das überhaupt für ne blöde Frage war. ^^

Was habt ihr so peinlich-lustiges angestellt?

Exmatrikulation! 04/04/2016

Posted by Hermione in Medizinstudium, Trollolololol.
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Bloggende Medizinstudentin stellt zwei Tage vor Ende der Ausschlussfrist fest, dass sie den Semesterbeitrag noch nicht überwiesen hat.
Was dann passiert, ist unglaublich…

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