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Liftgirl. 05/01/2017

Posted by Hermione in Alltag, Krankenhaus, Krankentransport, Rettungsdienst.
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Aufzüge im Krankenhaus. Ein Füllhorn an seltsamen Begebenheiten.

Erst heute ist mir so richtig bewusst geworden, dass es eine weitere Aufzugsituation gibt, die immer, immer, immer wieder auftritt und die ich mir nicht wirklich erklären kann.

Für all diejenigen unter euch, die nicht häufig in Krankenhäusern aufzugfahren:
Man wartet ewig. EWIG. Aufzugfahren im Krankenhaus ist Krieg. Mindestens.

Inzwischen ist wenigstens die Unsitte größtenteils ausgestorben, den Aufzug direkt mit beiden Richtungsknöpfen anzufordern (es kostet nämlich enorm Zeit, wenn jeder Aufzug unnötig auf jeder Etage hält und dann doch niemand einsteigt). Also, zumindest in den Krankenhäusern, in denen ich häufig mit dem Aufzug unterwegs sein „darf“.
Noch nicht ausgestorben ist leider die Unsitte, als „Fußgänger“ mit dem Betten/Transport-Aufzug zu fahren, statt einen der Personenaufzüge zu nehmen. Beim Personal kann ich das ja noch halbwegs verstehen (gerade in Krankenhäusern ohne Personalaufzug) (aber auch nur halbwegs, denn im Grunde blockiert das ja schon unnötig nen großen Aufzug, wenn auch ein kleiner gereicht hätte), aber bei Besuchern und Patienten frag ich mich innerlich schon, was das soll.
Auch das unnötige Fahren mit dem Notfallschlüssel ist in „meinen“ Krankenhäusern zurückgegangen. Schön. So bekommt man im echten Notfall mit dem Schlüssel nämlich tatsächlich noch nen Aufzug.

Zurück zur Geschichte.

Wir stehen im Aufzug, es geht abwärts zur Rettungswagenanfahrt.
Der Aufzug hält auf der Etage, auf der sich die Cafeteria befindet. Hier hat also wieder jemand in beide Richtungen gedrückt. Eine Person steigt halb ein, bleibt also zögernd in der Lichtschranke stehen. Ich lächle freundlich und frage „Nach unten?“, weil das die Richtung ist, in die sich dieser Aufzug bewegt und der neue Fahrgast anscheinend nicht weiß, in welche Richtung wir fahren.
Der neue Fahrgast steigt nun ganz ein, sieht mich erwartungsvoll an und sagt „Nein, nach oben bitte.“, worauf ich mit „Der Aufzug fährt nach unten“ antworte, was manchmal noch mit einem „Ich möchte aber nach oben“ beantwortet wird.

Ich weiß nicht, was das ist, aber sehe ich in meinem dunkelblauen Poloshirt und meiner leuchtorangen Hose mit Reflexstreifen vielleicht so aus wie ein Liftgirl? Könnte ich mir so möglicherweise nebenbei jede Menge Trinkgeld verdienen?

Das passiert mir in jeder Schicht mindestens zweimal.
Kennt ihr das auch, oder hab ich ne ausgeprägte Servicekraft-Aura?

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