jump to navigation

Lifeupdate/Wochenrückblick/DEINE MUDDA! 26/02/2017

Posted by Hermione in Alltag, FERIEN, Kollegen, Medizinstudium, Prüfungen, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
1 comment so far

(Was wäre ein Rescue Blog Artikel ohne ordinäre Formulierungen?)

It’s been a while.

Die Ferien haben jetzt voll von mir Besitz ergriffen. Nachdem der ganze Klausurwiderspruchscheiß fürs Erste erledigt ist (d.h., wir können jetzt erstmal nix weiter tun als abwarten und ab und zu neue Verbündete rekrutieren), bleibt mir jetzt eh nix weiter übrig als mein Leben normal weiterzuleben und zu hoffen, dass es sich zum Guten wendet.

Das bedeutet, ich schlafe sehr, sehr viel, habe meinen Biorhythmus mal wieder komplett vermurkst und arbeite, wann immer sich eine schöne Lücke im Dienstplan auftut. Und mit „schön“ meine ich „oh, eine Lücke zu einer Zeit, in der ich höchstwahrscheinlich wach sein werde!“.
Ich bin jung und brauche das Geld.

Seit Ferienbeginn hab ich also recht viel gearbeitet, um im Februar noch ein paar Dienste zusammenzubekommen, um nächsten Monat keine Pfandflaschen sammeln zu müssen. Ich glaub, das hat ganz gut funktioniert.
Die meisten Dienste waren mit eher seltsamen Kollegen, aber das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die meisten unserer neuen Kollegen einfach seltsam sind.
Wie formulierte ein weiser Mensch neulich?

(From the mind that brought you

…)

Aber dafür habe ich auch zwei, drei gute neue Stories für euch. Die werden allerdings in separaten Artikeln niedergeschrieben, also stay tuned. Ich hab ja jetzt wieder Zeit. Ich bin ein freier Elf!

Ich habe außerdem Zeit, mich meinen anderen kreativen Hobbies zu widmen, also zeichnen und Geschichten schreiben. Das ist schön. Das ist wie Urlaub. 🙂
Da ich, was meine richtige Geschichte angeht, momentan ein bisschen im Dunklen tappe, arbeite ich hauptsächlich an einer Fanfiction. Harry Potter, natürlich. 😉
Da komme ich ganz gut voran, und ich werde demnächst (möglichst erfahrene) Beta-Reader brauchen. Das ist aber mehr ein Thema für meinen anderen Blog, deswegen werd ich mich dort ausschweifender darüber auslassen. Hier sei es nur erwähnt, weil es nunmal zum Lifeupdate dazugehört. Bla.

Mein Knie tut immer noch mega weh nach diesem beknackten Sturz, und die Wunde reißt auch immer wieder neu auf. Das wird eine wunderschöne Narbe werden, und ich werde mit Stolz an diesen glorreichen Moment zurückdenken, als ich mich vor der Außenwache aufs Maul gelegt habe und die Wunde dann dann wie ein Höhlenmensch, wie ein wildes Tier mit relativ ungeeigneten Mitteln versorgen musste. Good times. ❤

Ja. Was noch? Nix. Glaub ich. (Wobei mir garantiert direkt nachdem ich auf „Publizieren“ geklickt hab einfällt, was ich uuuunbedingt auch noch schreiben wollte. Es kommt später oder morgen also ziemlich sicher noch ein Update zum Update.)

Wie bereits erwähnt, es sind Ferien und ich hab wieder mehr Zeit. Ich werde versuchen, wieder häufiger, vielleicht sogar phasenweise täglich zu bloggen. Und ich werde wieder mehr twittern (aber das hab ich ja die letzten Tage schon getan).

Ich bin der Schatten, der die Nacht durchflattert! [Follow my Nachtdienst] 20/02/2017

Posted by Hermione in Rettungsdienst.
Tags: , , , ,
2 comments

Guten Abend!

Bisher bin ich noch nicht wirklich zum bloggen/twittern/instagrammen gekommen. Das liegt einerseits daran, dass wir seit Dienstbeginn mehr oder weniger durchgearbeitet haben, und andrerseits daran, dass meine Kollegin sehr ungern fährt und ich die Ehre habe, heute Nacht meinen Führerschein aufs Spiel zu setzen. (Scherz!)

Wie sagte eine andere Kollegin doch einmal? „Nachts sind rote Ampeln nur freundliche Empfehlungen.“ Nein, mein Motto ist das eher nicht, allerdings habe ich vorhin eine Ampel entdeckt, die ich noch nie zuvor gesehen habe, und ich frage mich, wie oft ich da in den letzten Jahren schon bei Rot drüber bin …

Der Dienst an sich ist, wie erwartet, ätzend. Meine Kollegin ist mit eine der nervigsten, die wir momentan haben. Wir beide sind einfach nicht kompatibel, und ich muss mich sehr anstrengen, professionell zu bleiben, auch wenn sie es nicht ist. 🙄

Wenn ich nicht dauernd genervte Sprachnachrichten an Jamie schicken würde, wäre hier schon längst ein Mord geschehen. Meine Idiotentoleranzschwelle ist momentan sehr niedrig, ich bin einfach aus dem Arbeiten raus. Hoffentlich werd ich im Laufe der Semesterferien wieder ein bisschen gelassener. 

Warum kann ich heute Nacht nicht mit Remus oder Sirius fahren? Das wäre viel cooler und lustiger. 

Wenigstens beschwert sie sich nicht über die Playlist. 😁

Ich bin übrigens schwer verwundet:

Los geht's mit #FollowMyNachtdienst ! Selten wurde mir ein RTW so leergespielt übergeben. Ich musste mich unter äußerst widrigen Umständen selbst verarzten. Beißkeil und Cutasept zur Wunddesinfektion, Viggopflaster zum Schutz vor neuem Dreck. Der Dienst fängt also megagut an. (Und dabei hab ich die anstrengende Kollegin noch gar nicht gesehen…) Jetzt wird erstmal gecheckt und aufgefüllt. 🚑

A post shared by Hermione ☕️ Rescue (@hermione_rescue) on

Mit HÖLLENSCHMERZEN quäl ich mich zum Wohle der Allgemeinheit. Die Bürger dieser Stadt können sich so glücklich schätzen, eine furcht- und selbstlose Retterin wie mich zu haben.

Jede Stadt hat die Helden, die sie verdient. 

(Oha, ich glaub, mein Kopf hat auch was abbekommen!)

Sachbeschädigung! 13/02/2017

Posted by Hermione in Trollolololol.
Tags: , , , ,
7 comments

Ich hab die letzten Tage eine kleine Social Media-Pause gebraucht, aber die meisten Kommentare dennoch gelesen und mich über so viel Zuspruch und mentale Unterstützung gefreut. Ihr seid toll!

Ein Kommentar war jedoch dabei, der mich einfach nur wütend gemacht hat.
Der Kommentator bezog sich auf den Artikel „Sie haben keine Sonderrechte!“ und hat anscheinend nur den Artikel gelesen, nicht die Diskussion darunter, denn er wiederholte zum Großteil lediglich bereits drölfmal gebrachte Argumente wie „Es war kein Notfall, also hättet ihr auch wegfahren können!“ (hätten wir halt einfach nicht, hab ich auch schon drölfmal erklärt und ein einunddrölftes Mal werd ich das nicht – zumal ich auch aus naheliegenden Gründen nicht auf den Einsatzgrund eingehen werde!) und „Wenn der Patient in Unterwäsche war, hättet ihr ihm auch etwas anziehen können oder ne Decke drauflegen!“ (Himmelherrgott, auch dafür bzw dagegen gab es Gründe! Ich weiß, dass ich aus Datenschutz- bzw Schweigepflichtgründen ziemliche Informationslücken gelassen habe, aber vertraut mir doch einfach mal dass ich in der Lage bin Situationen einzuschätzen und dementsprechend zu handeln!).
Darüber hinaus: Mein Gott, einer unbekleideten Person etwas anziehen, um sie nicht nackt aus dem Haus bringen zu müssen! Wenn wir da nur selbst drauf gekommen wären! Gut, dass es so kluge Leute wie dich gibt, denn andernfalls würde die Menschheit immer noch in Höhlen leben und rohes Fleisch fressen.

Neu war allerdings der in diesem Kommentar mehrfach wiederholte Vorwurf der Sachbeschädigung. Ja, die Aufzugtür sah vorher wie neu aus und hinterher nicht mehr. Das, lieber Kommentator, ist allerdings nicht dein Problem und auch nicht an dir, es uns bzw mir vorzuwerfen. Der Hauseigentümer hatte nämlich tatsächlich kein Problem damit, für ihn war Hauptsache, dass wir den Patienten sicher raus und schnell ins Krankenhaus bringen.

Anstatt mir deswegen wortwörtlich unprofessionelles Auftreten vorzuwerfen und mich für ein schlechtes Bild unserer Berufsgruppe verantwortlich zu machen, würde ich dir vorschlagen, dich doch einfach mal selbst zu beglücken und mich in Ruhe zu lassen die komplette Diskussion zu lesen, damit du die bisher gebrachten Argumente und meine Antworten und Erklärungen kennst, bevor du deinen Senf dazuwichst eine alte Diskussion mit exakt den gleichen Argumenten nochmal aufrollst und dich zu fragen, ob es auch bei sehr ins Detail gehenden Artikeln vielleicht Informationen gibt, die nicht preisgegeben werden, um die Privatsphäre der betroffenen Personen trotz allem so gut es geht zu wahren.

Halten wir also fest: Du warst nicht dabei, du kennst den Einsatzgrund nicht, du kennst die Straße nicht und kannst nicht nachvollziehen, wie unmöglich es tatsächlich gewesen wäre „mal ein Stück vorzufahren“, und, last but not least – du kennst mich nicht.
Ich freue mich ja immer über Kommentare und auch über kontroverse Diskussionen, aber als neuer Leser direkt mit so einer Scheiße einem drölfzig Seiten langen Kommentar voller Vorwürfe einzusteigen, ist wenig elegant. Da hab ich dann herzlich wenig Interesse daran, diese angebotene Kontaktaufnahme anzunehmen.

Bisher habe ich jeden Kommentar (bis auf die Kommentare einer bestimmten Person, die hier keine weitere Bühne mehr bekommen soll) auch freigeschaltet, aber diesmal ist es mir einfach zu blöd. Wenn du dir keine Mühe gibst, in einer Form an einer Diskussion teilzunehmen bzw in eine Diskussion einzusteigen, die dem Gegenüber nicht das Gefühl gibt, dass du einfach nur deine selbstzentrierte wichtige Meinung abladen willst, dann habe ich keine Lust deinen Kommentar in meinem Blog unter meinem Artikel stehen zu haben. Sorry not sorry.

Du findest, dass ich und mein Blog ein schlechtes Licht auf den Rettungsdienst werfen? Hier ist eine Idee: dreh dich um und geh, und lies meine persönlichen Gedanken und Eindrücke auch weiterhin nicht.

So, diesen Seelenmüll musste ich einfach mal abladen, weil das wieder etwas ist dass mich die letzten zwei Tage mehr beschäftigt hat als es sollte, und ich momentan wirklich andere Probleme hab als mit fremden Menschen einen zwei Jahre alten Einsatz zu diskutieren.

Um den Artikel doch noch positiv ausklingen zu lassen: denkt ihr noch an unsere Blogparade „Kampf dem Herztod“? Je mehr Leute mitmachen und Blogbeiträge beisteuern, desto besser. Wir wollen doch viel Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema. 🙂

 

Frag mich was! 23/01/2017

Posted by Hermione in #medlife, Alltag, Lernen, Medizinstudium, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
add a comment

Auf Instagram hab ich gestern Abend angeboten, dass ihr mir Fragen stellen könnt, die ich dann in einem gesonderten FAQ-Post beantworten werde. Ich bekomm nämlich oft sehr ähnliche Fragen via PN, und da ist es doch sinnvoller, die einmal für alle zu beantworten. 😊

Aus gegebenem Anlass… 😅 Ich beantworte echt gern eure Fragen, aber ich bemerke Privatnachrichten immer erst gefühlt ein halbes Jahrhundert später. Da viele Fragen sich wiederholen, dachte ich mir … warum nicht ein FAQ machen? Stellt mir hier unter diesem Post einfach eure Fragen, und ich werd sie sammeln und dann (wahrscheinlich auf meinem Blog) mal alle zusammen in einem Post beantworten. 😊 (Applaus für meine geile Yogamatte? 😁) #askhermionerescue

A post shared by Hermione ☕️ Rescue (@hermione_rescue) on

In der Bildbeschreibung (die ich mobil nicht deaktivieren kann) steht nochmal alles ausführlich. 😅

Ihr könnt gern auch hier unter dem Artikel fragen, wenn euch etwas interessiert (seid ruhig kreativ). Bitte ärgert euch dann aber nicht, wenn ich sie nicht sofort in den Kommentaren beantworte, sondern erst später im FAQ-Post. 

(So, und jetzt muss ich leider weiterlernen.)

„Kleine Warnung,“ 11/01/2017

Posted by Hermione in Kollegen, Rettungsdienst, so bitte nicht.
Tags: , , , ,
9 comments

„… bei Alarmfahrten fahre ich wie eine besengte Sau.“ sagte der Kollege bei Schichtbeginn zu mir.

Übrigens habe ich mich durch meine eigene Reply from hell wieder daran erinnert.

Aha, dachte ich, das ist ja schon etwas komisch, darauf anscheinend stolz zu sein, aber nun gut. Ich hab ja auch meine eigene Fahrweise, also gerne schnell (aber nur, wenn’s erlaubt und möglich ist) und ich pöbel beim Fahren sehr gern, was mir von Kollegen schon oft als schlechte Laune oder Unentspanntheit vorgehalten wurde, mir aber in Wirklichkeit einfach nur Spaß macht.

Ich käme allerdings nie auf die Idee, bei einer Alarmfahrt eine riskante Fahrweise an den Tag zu legen oder bescheuerte Manöver durchzuführen, weil ich es kann.

Das Risiko zu verunglücken ist eh schon deutlich höher, wenn man mit Blaulicht und Horn unterwegs ist, da muss ich nichts durch falsch verstandene Coolness forcieren.

Jedenfalls kam es, wie es kommen musste: wir sollten mit Alarm in die kleine Nachbarstadt, weil dort beide RTW in Einsätzen gebunden waren. Das kommt manchmal vor und ist ziemlich blöd, weil der Patient ein paar Minuten länger auf uns warten muss, und im Notfall kommen einem die Minuten ewig vor.

Tja, und was machte mein Kollege?  Er überholte trotz Gegenverkehr („Die müssen halt bremsen“), fuhr linksrum durch jeden einzelnen Kreisverkehr, egal ob es auch nur entfernt sinnvoll gewesen wär oder nicht, und raste an jeder Verkehrsinsel auf der Gegenverkehrseite vorbei. Dadurch kam es einmal fast zu einem Frontalzusammenstoß mit einem PKW, der nur dadurch verhindert wurde, dass die Fahrerib auf den (Gottseidank freien) Bürgersteig ausgewichen ist.

Ich hab echt gedacht, das war’s. Und mein blöder Kollege hätte die volle Schuld an dieser Scheiße getragen. Mal ganz davon angesehen, dass unser Patient noch länger auf Hilfe hätte warten müssen.

Das ist es doch nicht wert, mal so richtig den Coolen raushängen zu lassen. Den hab ich nicht mehr ans Steuer gelassen. 

Die ganzen, schönen Ferien … 08/01/2017

Posted by Hermione in #medlife, FERIEN, Lernen, Medizinstudium, Rettungsdienst.
Tags: , , , ,
9 comments

… gehen heute zu Ende. Och menno.

Ich fühl mich ein bisschen wie ein Schulkind, wenn ich so was schreibe. Und wenn ich mir wünsche, wir hätten noch ne Woche frei. 😀

Ab jetzt ist wirklich wieder lernen angesagt, es ist ja quasi Semesterendspurt.
Wie konnten die Klausuren denn schon wieder so nahe rücken? Hinterlistig sind die!
Und jetzt haben wir auch noch richtig viele Seminare und Praktika, für die man sich ja auch nochmal gut vorbereiten muss, weil die meisten mit Eingangstestat sind. Hurra.

Als gute Hermine hab ich gestern im Dienst statt stundenlangem Nichtstun die Lernkarten gewählt.

Mein innerer Teenie brüllt jedes Mal vor Lachen. 😂

A post shared by Hermione ☕️ Rescue (@hermione_rescue) on

(mehr …)

Harte Arbeit. 07/01/2017

Posted by Hermione in Rettungsdienst.
Tags: , , ,
6 comments

Heute habe ich meinen RTW-Dienst hauptsächlich damit verbracht, auf dem Sofa zu sitzen und den Kopf zu schütteln. Das war sehr anstrengend.

Wir hatten heute unerwartet wenig zu tun, und das trotz Glatteis. Es hat mich selbst auch einmal fast geschmissen, und ich hätte erwartet, dass wir ziemlich oft wegen Stürzen rausmüssen. Hat der gute Bürger sich die Empfehlung der ja doch zu Herzen genommen, wie Pinguine übers Eis zu watscheln. Schön! ❤
Ebenso wurden wir zu keinem Verkehrsunfall gerufen, das finde ich auch sehr löblich.

Personalpolitikmäßig durfte ich heute einen völlig neuen Abgrund entdecken, und ich bin ehrlich gesagt ziemlich fassungslos. Darüber kann ich leider nicht schreiben, weil es schon sehr speziell ist. Ich frag mich aber wirklich, wohin das Schiff noch segeln soll.

Und ich habe heute auch ein bisschen gelernt. Gut, dass ich mein Buch dabei hatte! Aber komisch, dass trotzdem über Stunden nix los war. Normalerweise ist das ein Garant für viele Einsätze.
Also, liebe Praktikanten: Wenn ihr mal richtig was sehen wollt in euren Stunden, nehmt euch immer vor auf der Wache ganz viel zu lernen und schleppt alles mit, was man dafür braucht!

Ich weiß jetzt nicht so recht, was ich mit dem restlichen Tag anfangen soll. Viel ist ja nicht mehr übrig. Erstmal eine der neuen Teesorten ausprobieren. 🙂

Habt ihr übrigens schon von unserer Blogparade „Kampf dem Herztod!“ gehört? Ihr könnt euch gern anschließen und Ende Februar mit darüber bloggen. 🙂

Liftgirl. 05/01/2017

Posted by Hermione in Alltag, Krankenhaus, Krankentransport, Rettungsdienst.
Tags: , , , , ,
6 comments

Aufzüge im Krankenhaus. Ein Füllhorn an seltsamen Begebenheiten.

Erst heute ist mir so richtig bewusst geworden, dass es eine weitere Aufzugsituation gibt, die immer, immer, immer wieder auftritt und die ich mir nicht wirklich erklären kann.

Für all diejenigen unter euch, die nicht häufig in Krankenhäusern aufzugfahren:
Man wartet ewig. EWIG. Aufzugfahren im Krankenhaus ist Krieg. Mindestens.

Inzwischen ist wenigstens die Unsitte größtenteils ausgestorben, den Aufzug direkt mit beiden Richtungsknöpfen anzufordern (es kostet nämlich enorm Zeit, wenn jeder Aufzug unnötig auf jeder Etage hält und dann doch niemand einsteigt). Also, zumindest in den Krankenhäusern, in denen ich häufig mit dem Aufzug unterwegs sein „darf“.
Noch nicht ausgestorben ist leider die Unsitte, als „Fußgänger“ mit dem Betten/Transport-Aufzug zu fahren, statt einen der Personenaufzüge zu nehmen. Beim Personal kann ich das ja noch halbwegs verstehen (gerade in Krankenhäusern ohne Personalaufzug) (aber auch nur halbwegs, denn im Grunde blockiert das ja schon unnötig nen großen Aufzug, wenn auch ein kleiner gereicht hätte), aber bei Besuchern und Patienten frag ich mich innerlich schon, was das soll.
Auch das unnötige Fahren mit dem Notfallschlüssel ist in „meinen“ Krankenhäusern zurückgegangen. Schön. So bekommt man im echten Notfall mit dem Schlüssel nämlich tatsächlich noch nen Aufzug.

Zurück zur Geschichte.

Wir stehen im Aufzug, es geht abwärts zur Rettungswagenanfahrt.
Der Aufzug hält auf der Etage, auf der sich die Cafeteria befindet. Hier hat also wieder jemand in beide Richtungen gedrückt. Eine Person steigt halb ein, bleibt also zögernd in der Lichtschranke stehen. Ich lächle freundlich und frage „Nach unten?“, weil das die Richtung ist, in die sich dieser Aufzug bewegt und der neue Fahrgast anscheinend nicht weiß, in welche Richtung wir fahren.
Der neue Fahrgast steigt nun ganz ein, sieht mich erwartungsvoll an und sagt „Nein, nach oben bitte.“, worauf ich mit „Der Aufzug fährt nach unten“ antworte, was manchmal noch mit einem „Ich möchte aber nach oben“ beantwortet wird.

Ich weiß nicht, was das ist, aber sehe ich in meinem dunkelblauen Poloshirt und meiner leuchtorangen Hose mit Reflexstreifen vielleicht so aus wie ein Liftgirl? Könnte ich mir so möglicherweise nebenbei jede Menge Trinkgeld verdienen?

Das passiert mir in jeder Schicht mindestens zweimal.
Kennt ihr das auch, oder hab ich ne ausgeprägte Servicekraft-Aura?

Follow Me Around: Neujahrsdienst IV.  01/01/2017

Posted by Hermione in Rettungsdienst.
Tags: , , ,
1 comment so far

Laaaaaaaangweilig!

Die Thrombose-/Dekubitusgefahr steigt. Wir sitzen bzw liegen seit Stunden tatenlos herum. Wenigstens bekomme ich einen schönen Feiertagszuschlag für mein ausgedehntes Mittagsschläfchen. 

Im Fernsehn läuft irgendwie nur ödes Zeug. Vielleicht liegt das auch am schlechten Geschmack, den der Kollege mit der Fernbedienung hat. Ich hatte in der ersten Diensthälfte die Macht übers Fernsehprogramm, jetzt ist er dran. Die beiden Neuen trauen sich nicht zu uns in den Aufenthaltsraum, warum auch immer. Wir beißen nicht. 

Ich könnte noch nen Einsatz vertragen, aber wenn, dann bitte bald. In anderthalb Stunden lohnt es sich nicht mehr – oder anders gesagt, dann würden wir unsere Ablöse knapp verpassen und die Ärmsten müssten ne Dreiviertelstunde ohne ihr Gefährt auf der Wache rumgammeln.

Also, wenn ihr heute unbedingt noch mit scharfen Gegenständen hantieren wollt, dann macht es bitte jetzt oder in zwei Stunden. 😏 

Follow Me Around: Neujahrsdienst III.  01/01/2017

Posted by Hermione in Rettungsdienst.
Tags: , , ,
3 comments

Vierter Kaffee, erster Einsatz. Von

kann zwar nicht die Rede gewesen sein, aber unsere Patientin ist momentan im Krankenhaus wirklich besser aufgehoben als zuhause. Kein schöner Start ins Jahr, aber hilft ja nix. 

Wir beziehen jetzt wieder Stellung auf dem Sofa und generieren Sicherheit. Dazu sind wir nämlich besonders qualifiziert. 

So langsam wär auch Zeit, über die Nahrungsaufnahme nachzudenken, aber wir trauen uns noch nicht. Der zweite RTW ist unterwegs, und wenn jetzt was passiert trifft es uns.

Also, seid schön verantwortungsbewusst und werft heute nicht den Tannenbaum ausm Fenster, solange draußen noch Neujahrsspaziergänger unterwegs sein könnten.