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Follow Me Around: Feiertagsdienst VI. 26/12/2016

Posted by Hermione in Kollegen, Rettungsdienst.
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Feierabend! Wohlverdient! 🙂

Es war nicht so ein schöner Dienst wie gestern, was zum Großteil daran lag dass ich mit dem heutigen Kollegen nicht besonders gut klargekommen bin. Als ich frisch von der Schule war, dachte ich auch, dass ich doch schon alles weiß und kann und wasweißich, aber ich wäre als Berufseinsteigerin nie auf die Idee gekommen einer langjährigen Rettungsassitentin zu erklären, wie etwas gemacht wird.
Gut, der Typ hat mich in den drei Monaten, die er bei uns ist, noch vie vorher gesehen, und hatte als einzige Vorabinfo über mich „ist ne Medizinstudentin“, konnte mich also wirklich nicht einschätzen, und wurde auch (wie bereits erwähnt) von zwei der größten Idioten eingearbeitet, die bei uns auf dem Dienstplan stehen und hat deswegen sehr seltsame Ansichten darüber, wie etwas bei uns gemacht wird … aber bitte. Ein bisschen mehr Verstand und ein bisschen weniger massive Selbstüberschätzung wäre geil.
Ich hab mir den dann schon eingenordet, aber Spaß macht das nicht. Einerseits werde ich nicht dafür bezahlt, Kinder zu erziehen, und andererseits hab ich da eigentlich auch gar keine Lust drauf. Dann soll man die Leute in der Anfangszeit halt guten Kollegen aufs Auto setzen, und nicht den blaulichtgeilen Rettungsrambos, dann ist sowas auch gar nicht nötig. Aber nee, stattdessen meint der Chef, die falsch eingearbeiteten Neuen dann zu mir oder meinem Ex-Stammpannmann zu geben, weil wir beide so gut darin sind, Leute wieder auf Kurs zu bringen. Ja, sind wir auch, aber das ist nicht unsere Aufgabe. Es ist doch scheiße, den (bereits eingearbeiteten) Kollegen jeden Schritt erklären zu müssen und im Endeffekt die ganze Schicht für zwei zu arbeiten, weil die Einarbeitung bei uns einfach nicht läuft.

Und nun zu friedlicheren Gedanken. Das Essen war lecker, und wir konnten sogar alle gemeinsam fast bis zum Schluss speisen. Den Nachtisch gabs halt zwei Stunden später und getrennt voneinander, aber dennoch ist das erstaunlich gut. Auf meiner alten Wache hat das nie so gut geklappt. 😀

Die Einsätze waren okay und zum Teil auch interessant, und alle gewaltfrei und ohne angepöbelt zu werden – sogar der beim Familienstreit.
Ich bin sehr froh, dass wir dieses Jahr zu keinem einzigen Suizid(versuch) gerufen wurden, da ist Weihnachten ja eigentlich auch immer ein Peak. Mich stressen solche Einsätze sehr.
Gut, dass ich Silvester (momentan noch) frei hab, und hoffentlich kommt niemand an Neujahr während meines Dienstes und auch sonst nicht auf die Idee. An dieser Stelle möchte ich dann auch direkt die Telefonseelsorge verlinken.

Ich weiß nicht, wieso das so ist, seit ich nur noch Teilzeit arbeite, aber ich hab ziemlich viele Frühdienste und sehr viele „kurze Wechsel“, die so gerade eben noch die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit berücksichtigen.
Jetzt werde ich also meine paar Minuten Freizeit genießen, bevor ich meiner Bettdecke Gesellschaft leiste, denn morgen um vier klingelt schon wieder mein Freund, der Wecker. Das ist doch kacke! 😀

Ich bin echt kein Frühaufsteher, ich bin ein Nachtmensch! (Augen auf bei der Berufswahl!)

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Schmeckt dir die Milch? 30/04/2016

Posted by Hermione in Medizinstudium, Rettungsdienst.
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Es gibt ja so gewisse Rettungsdienst-Anekdoten, die manche Retter öfter mal zum Besten geben.

Geschichten, die angeblich auf jeder Rettungswache mal passiert sind. Komisch, komisch.
Sehr beliebt ist die Story mit der jungen Patientin, die sich angeblich eine leere Weinflasche (wahlweise auch Wasser oder Bier, je nachdem wer das Märchen erzählt) eingeführt hat und sie dann durch das Vakuum (das bitte woher kommen soll??) nicht mehr alleine rausbekommen hat und den Rettungsdienst rufen musste.
Kompletter Schwachsinn.

Klar, Leute führen sich wirklich ALLES vaginal, rektal und (besonders gruselig) in die Harnröhre ein, kriegen das dann nicht raus, und rufen dann Feuerwehr oder Rettungsdienst und sorgen in Notaufnahmen und OPs für heitere Stimmung, aber das Muschivakuummärchen ist ne dumme Story, mit der in der Regel dienstältere Retter sich vor jüngeren, unerfahrenen Rettern brüsten wollen. Wo soll der halbe bis ganze Liter Luft denn hin? Ne Gebärmutter ist zwar ein kleines Muskelpaket, aber Luft aus Flaschen saugen gehört nicht zu ihren Aufgabengebieten.

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„Für eine handvoll Pillen“ – Neue Woche, neues Glück [Blogsoap] 25/10/2010

Posted by Hermione in blogosphere, Blogsoap, misc.
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Was zuvor geschah.

Von meinem Küchenfenster aus habe ich die perfekte Sicht auf unsere Rettungswache. Das Gebäude sieht von außen noch ein wenig mitgenommen aus, aber drinnen ist wieder alles in Ordnung.
Ich war gestern dort und habe es mir angesehen, vom kleinen Unfall ist wirklich kaum noch was zu bemerken. Das Renovierungsteam hat ganze Arbeit geleistet, und das in der kurzen Zeit.
Der getunte Defi ist jetzt allerdings weggeschlossen, mit einem Zahlenschloss. Den Code haben nur die nichtärztlichen Mitarbeiter bekommen. Anweisung von ganz oben.

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„Für eine handvoll Pillen“ – Pyjamaparty! [Blogsoap] 20/10/2010

Posted by Hermione in blogosphere, Blogsoap, misc.
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Was zuvor geschah…

Jetzt, da die ganzen seltsamen Geschehnisse der letzten Tage überstanden sind, können wir uns für ein paar Stunden wieder den schönen Seiten des Lebens in Defihausen widmen.
Wir Defihausener wissen nämlich, wie man feiert! Und um einen Anlass sind wir auch nie verlegen.

Aktuell würde sich die (endlich!) frischrenovierte Rettungswache anbieten, also feiern wir dort eine Wiedereinweihungspyjamaparty.

Dresscode: Pyjama. ; )

Ich habe den RTW heute mittag kurz entwendet, um damit massenhaft Knabberzeug und Getränke kaufen zu fahren, aber es wäre trotzdem schön, wenn jeder eine Kleinigkeit für’s Buffet und für die Bar mitbringt.
Wenigstens hat Paul uns in der Zwischenzeit das ganze Zeug nicht weggefuttert und -getrunken, da hat mein Zettel also doch was gebracht.

Rotschopf wird hoffentlich auch dabeisein und uns ihre grandiosen Cocktails zaubern – ich freu mich am meisten auf ihren berühmten PsychKG!

Jetzt muss ich nur noch ein bisschen dekorieren… Luftschlangen habe ich vergessen zu kaufen, aber mit abgelaufenen Verbandpäckchen und Mullbinden kann man toll improvisieren.

Musik brauchen wir allerdings noch, vielleicht kann ja jemand ne Anlage mitbringen?

Nach der Party geht es weiter bei EyeIT.
Komplettübersicht gibts bei Cheffe. ; )

„Für eine handvoll Pillen“ – Renovierungsarbeiten in Defihausen [Blogsoap] 08/10/2010

Posted by Hermione in blogosphere, Blogsoap, misc.
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Nachdem Cheffe beim heimlichen Defibrillieren einen Teil unserer Rettungswache in Schutt und Asche gelegt hat (der Kittelkurier berichtete), müssen wir uns nun schnellstmöglich darum kümmern, unseren Gemeinschaftsraum wieder herzurichten.

Die alte Rettungswache war sowieso bereits stark heruntergekommen und schrie geradezu nach einer Renovierung – jetzt haben wir zumindest einen guten Grund, es nicht mehr weiter hinauszuschieben.

Besonders viele freiwillige Helfer und Spender scheint es noch nicht zu geben, aber wir können es nicht weiter hinausschieben. Zumindest die Wände können wir ja schon mal neu streichen. Ich hätte da noch ein paar Eimer rosa und fliederne Wandfarbe im Keller.

Meine getunte Kaffeemaschine werd ich gnädigerweise auch stiften. Ich hab ja auch was davon.

 

Image via Wikipedia

 

Vielleicht findet sich in einem der vielen mysteriösen Zimmer in Pauls Haus ja noch das ein oder andere brauchbare Teil.
Ich frage mich sowieso schon länger, was er darin aufbewahrt. Und warum sind die Räume immer abgeschlossen und die Rolläden unten?

Hat er etwa ein dunkles Geheimnis?

 

Was bisher geschah…

Die Ankunft [Chefarzt]
Alarm im Eurofighter [Kranker Pfleger]
Defihausen – die Bewohner [Ämpee]
Stadtplan Defihausen 1.0 [Blaulichtblog]
Kittelkurier – Sprachorgan für Mundschutzträger [Federkiel]
Ein ganz normaler Tag auf der Rettungswache [Paul]
Der Defibrillator [Chefarzt]
Stadtplan Defihausen 1.1 [Blaulichtblog]
Rettet die Rettungswache [Federkiel]